Energie & Handel · Sines und Carriço

Portugal zahlt weniger für Strom als die EU, aber mehr für Haushaltsgas

Die ERSE-Zahlen für das erste Halbjahr 2026 zeigen den portugiesischen Haushaltsstrompreis unter dem EU-Durchschnitt, während Gas mehr kostet. Die DGEG meldet, dass der Gasverbrauch zwischen April und September um 7,1 % zurückging.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, RTP und SAPO. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Sines, Carriço · Portugal

Strom unter dem EU-Durchschnitt

Die ERSE-Bulletins, die auf Eurostat-Daten und ergänzenden Angaben der Energieversorger beruhen, beziffern den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis in Portugal im ersten Halbjahr 2026 auf 0,2491 Euro pro kWh. Damit liegt er unter den 0,2620 Euro in Spanien und den 0,2882 Euro in der EU. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 sank der portugiesische Haushaltsstrompreis um 1,8 %. Auch Nicht-Haushaltskunden zahlten weniger als im EU- und Eurozonen-Durchschnitt, wobei der Strompreis im Jahresvergleich um 6,3 % fiel. Steuern und Abgaben, einschließlich der Kosten von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse, machten im repräsentativsten Haushaltsprofil Portugals 33 % des Endpreises aus, gegenüber 28 % in der EU und der Eurozone.

Haushaltsstrompreise, erstes Halbjahr 2026€/kWh
Portugal
0.2491 €/kWh
Spanien
0.262 €/kWh
EU
0.2882 €/kWh

Daten aus dem Artikeltext

Haushaltsgas teurer als in der EU

Denselben ERSE-Daten zufolge zahlten Haushalte in Portugal durchschnittlich 0,1471 Euro pro kWh für Erdgas und damit mehr als der EU-Durchschnitt von 0,1378 Euro und die 0,0867 Euro in Spanien. Das war ein leichter Anstieg um 0,2 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Steuern machen 31 % des portugiesischen Haushaltsgaspreises aus, verglichen mit 19 % in Spanien, 27 % in der EU und 28 % in der Eurozone. Auch die Gaspreise für Nicht-Haushaltskunden lagen unter dem EU- und Eurozonen-Durchschnitt und fielen im Jahresvergleich um 10 %. Die Eurostat-Zahlen für dasselbe Halbjahr beziffern den portugiesischen Haushaltsgaspreis jedoch auf 0,13 Euro pro kWh und den EU-Durchschnitt auf 0,11 Euro, sodass die beiden Datensätze unterschiedliche Werte ergeben.

Gaspreise in der EU

Laut Eurostat lag der durchschnittliche EU-Haushaltsgaspreis im ersten Halbjahr 2026 bei 0,11 Euro pro kWh, 10,2 % niedriger als im zweiten Halbjahr 2025 und 3,5 % niedriger als im ersten Halbjahr 2025. Das ist der niedrigste Durchschnitt seit dem ersten Halbjahr 2022, als Russland in die Ukraine einmarschierte. Schweden hatte mit 0,22 Euro pro kWh den höchsten Nominalpreis, gefolgt von den Niederlanden mit 0,16, während Portugal und Frankreich jeweils bei 0,13 lagen. Kaufkraftbereinigt lag Portugal mit 15,0 pro 100 kWh an zweithöchster Stelle in der EU, hinter Schwedens 17,7 und vor den Niederlanden mit 13,8. Am günstigsten waren Ungarn mit 0,03 Euro, Kroatien mit 0,05 sowie Rumänien und die Slowakei mit jeweils 0,06. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 sanken die Gaspreise in zwölf EU-Ländern mit Daten, stiegen in sieben und blieben in vier weitgehend stabil. Die stärksten Rückgänge gab es in Bulgarien (-14,5 %), Griechenland (-11,3 %) und Spanien (-10,0 %), während Rumänien (+9,3 %), Kroatien (+8,9 %) und die Slowakei (+6,6 %) die größten Anstiege verzeichneten.

Haushaltsgaspreise, erstes Halbjahr 2026, ausgewählte Länder€/kWh
Schweden
0.22 €/kWh
Niederlande
0.16 €/kWh
Frankreich
0.13 €/kWh
Portugal
0.13 €/kWh
Kroatien
0.05 €/kWh
Ungarn
0.03 €/kWh

Daten aus dem Artikeltext

Strompreise weiter über Vorkrisenniveau

Eurostat meldete zudem, dass die EU-Haushaltsstrompreise im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich sanken, aber weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise von 2022 liegen. Am stärksten stiegen die Strompreise in Rumänien (51,6 %), Irland (19,8 %) und Finnland (18,4 %). Die größten Rückgänge verzeichneten Dänemark (-31,7 %) und Luxemburg (-24,1 %). Alle diese Vergleiche beziehen sich auf das erste Halbjahr 2025.

Gasverbrauch in Portugal sinkt

DGEG-Daten zeigen, dass der Gasverbrauch Portugals zwischen April und September 2026 im Vergleich zu den gleichen Monaten des Jahres 2025 um 7,1 % zurückging. Hauptursache war der geringere Einsatz von Erdgas bei der Stromerzeugung, wo Gaskraftwerke ihren Verbrauch um 15,6 % senkten. Der konventionelle Markt, der andere Verwendungen abdeckt, ging um mildere 2,7 % zurück. Gegenüber dem Durchschnitt der Monate April bis September der Jahre 2017 bis 2021 liegt der gesamte Gasverbrauch um 41,4 % niedriger und der Verbrauch im Stromsektor um 55,5 %. Der Untergrundspeicher in Carriço war am 1. Oktober zu 94 % gefüllt und lag damit über dem europäischen Ziel, während das LNG-Terminal in Sines bei 46 % stand.

Veränderung des Gasverbrauchs in Portugal, April bis September 2026 gegenüber 2025%
Gesamter Gasverbrauch
-7.1 %
Gaskraftwerke
-15.6 %
Konventioneller Markt
-2.7 %

Daten aus dem Artikeltext

Was die Behörde betont

Die DGEG weist darauf hin, dass der Gaseinsatz in Kraftwerken von den Wetterbedingungen und der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien abhängt, was die größeren Schwankungen im Vergleich zum konventionellen Markt erklärt. Die Behörde betont die Notwendigkeit, die Verbrauchsentwicklung angesichts der aktuellen internationalen Unsicherheit weiter zu beobachten. Sie verweist insbesondere auf die geopolitischen Auswirkungen im Nahen Osten und eine mögliche Schließung der Straße von Hormus.

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