Energie & Handel · Lissabon und Sines

Portugal erwägt, seine Galp-Beteiligung nach gescheiterten Gesprächen mit Moeve auf die Raffinerie Sines zu konzentrieren

Umweltministerin Maria da Graça Carvalho sagte am Dienstag, 3. November, im Parlament, der Staat könne seine 8-prozentige Beteiligung an Galp auf die Raffinerie Sines konzentrieren. Die REN-Beteiligung des Staates war nach einem am 30. Oktober abgeschlossenen Kauf auf 19 Prozent gestiegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SAPO, Jornal Expresso und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Sines · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 26.10.Galp beendet die Verhandlungen mit Moeve ohne Einigung
  2. 29.10.Rechnungshof erteilt vorheriges Visum für den Kauf der REN-Beteiligung
  3. 30.10.Staat schließt Kauf von 5,3 Prozent an REN ab und erhöht seine Beteiligung auf 19 Prozent
  4. 3.11.Ministerin erklärt im Parlament, der Staat könne seine Galp-Beteiligung auf die Raffinerie Sines konzentrieren

Galp-Gespräche mit Moeve enden ohne Einigung

Galp beendete seine Verhandlungen mit Moeve am 26. Oktober ohne Einigung. Die Gespräche betrafen eine mögliche Zusammenlegung der Raffinerie- und Kraftstoffvertriebsgeschäfte beider Unternehmen. Moeve wird von der Mubadala Investment Company, dem Staatsfonds von Abu Dhabi, und der US-Gruppe Carlyle kontrolliert. Nach dem Vorschlag hätte Moeve die Kontrolle über 80 Prozent der Raffinerie Sines erhalten, der einzigen in Portugal. Galp machte bei der Ankündigung des Gesprächsendes keine weiteren Angaben und beabsichtigt weiterhin, sein Handelsgeschäft vom Industriegeschäft zu trennen, wobei die Raffinerie zum Industriebereich gehört.

Regierung erwägt größere Beteiligung an der Raffinerie

In ihrer Anhörung zum Staatshaushalt 2027 (OE2027) sagte Maria da Graça Carvalho am Dienstag, 3. November, vor dem Parlament, der Staat könne seine Anteile auf die Raffinerie konzentrieren. Sie sagte den Abgeordneten:

„Es ist durchaus denkbar, dass wir unsere Beteiligung auf die Raffinerie konzentrieren, die uns interessiert, und zwar ohne zusätzliche Kosten.“

Maria da Graça Carvalho, Portugals Ministerin für Umwelt und Energie

Der Staat hält derzeit 8 Prozent an Galp. Am 29. Oktober hatte Wirtschaftsminister Castro Almeida gesagt, die Entscheidung von Galp, die Gespräche mit Moeve zu beenden, sei souverän, und zugleich betont, die Regierung habe ihren Teil getan. In einem Wochenendinterview mit Jornal de Negócios und Antena 1 sagte er, es wäre unwahr, eine größere Staatsbeteiligung auszuschließen. Eine offizielle Quelle bei Galp erklärte gegenüber Lusa, weitere Investitionen in Sines könnten erwogen werden, jedoch nur in einem regulatorischen Rahmen, der es dem Unternehmen erlaube, die langfristige Kraftstoffnachfrage vorherzusehen.

REN-Beteiligung und die Frage der Souveränität

Am 30. Oktober schloss der Staat den Kauf eines 5,3-prozentigen Anteils an REN von Fidelidade für 138,791 Millionen Euro ab und erhöhte seine Beteiligung damit auf 19 Prozent, wie das Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Das Geschäft lief über Parpública, nachdem der Rechnungshof am Donnerstag, 29. Oktober, sein vorheriges Visum erteilt hatte. Zur Finanzierung überwies der Staat 136,036 Millionen Euro an Parpública, zusätzlich zu nicht genutzten Mitteln aus der ersten Phase des Erwerbs.

Die Ministerin sagte, die Form der staatlichen Vertretung bei REN werde noch geprüft, wobei der Kalender auf die Hauptversammlung im April hindeute. Sie sagte:

„Bis dahin bleibt es, wie es ist, aber dann wird es ein neues Konzept geben, und wir werden sehen, wie der Staat bei REN vertreten sein wird.“

Maria da Graça Carvalho, Portugals Ministerin für Umwelt und Energie
Beträge im Zusammenhang mit dem Kauf der REN-BeteiligungMio. Euro
Gezahlter Preis für 5,3 Prozent an REN
138.791 Mio. Euro
An Parpública überwiesen
136.036 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Sie bezeichnete den Vorgang als Investition, die nicht mit Schulden oder Defizit verbunden sei, und sagte, der Staat habe 528 Millionen Euro in REN gesteckt, ohne sie auszugeben. Sie argumentierte, die Regierung habe bereits Einfluss durch ihre Rolle als Konzessionsgeber und über die Regulierungsbehörde, doch für ein Unternehmen wie REN sei es wichtig, im Inneren der Firma zu sitzen. Sie betonte zudem, Portugal sei das einzige EU-Land gewesen, dessen Stromübertragungsnetzbetreiber keine Staatsbeteiligung gehabt habe.

Rechtliche Instrumente und ausländische Kontrolle

Auf die Frage von Chega nach konkreten Garantien, dass die Kontrolle über Galp in Portugal bleibe, sagte die Ministerin, eine Finanzierung von außerhalb der EU würde es dem Staat erlauben, direkt zu handeln. Bei europäischen Investitionen stütze sich die Antwort auf Wettbewerbsregeln oder eine größere Staatsbeteiligung an Galp. Sie verwies auf das Dekretgesetz 138/2014, das es erlaubt, Nicht-EU-Investoren bei strategischen Vermögenswerten abzulehnen, sowie auf die EU-Verordnung 452 von 2019, die Einspruch gegen Nicht-EU-Investitionen in kritische Infrastruktur ermöglicht. Sie fügte hinzu, eine EU-Verordnung von 2026 zur Sicherheit kritischer Infrastruktur hätte auf das Geschäft zwischen Galp und Moeve angewandt werden können. Die Regierung verfüge über die rechtlichen Mittel zu handeln, sollte die nationale Kontrolle über die Raffinerie jemals gefährdet sein, und sie schloss einen künftigen Souveränitätsverlust über sie aus.

Rechenzentren und Wasserauflagen

In derselben Anhörung ging es auch um Rechenzentren, für die die Ministerin eine Reihe von Auflagen für den Bau solcher Anlagen in Portugal signalisierte. Diese Auflagen betreffen Digitalisierung, wissenschaftliche Forschung und Wertschöpfung. Zum Wasser sagte sie, Projekte müssten entweder eine Kühltechnologie nutzen, die kein Wasser benötigt, oder eine Lösung wählen, die nicht mit der Wasserversorgung der allgemeinen Bevölkerung in Konflikt gerate. Das Thema kam bei den Fragen zum Haushalt 2027 auf, der sich noch im Ausschussverfahren befindet.

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Quellen und Kontext

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