Energie & Handel · Madrid, Cádiz und Huelva

Moeve und Galp beenden Gespräche über Fusion ihrer iberischen Raffinerie- und Tankstellengeschäfte

Moeve und Galp erklärten am Montag, 26. Oktober 2026, sie hätten sich nicht auf endgültige Bedingungen für die Zusammenlegung ihrer Raffinerie- und Kraftstoffvertriebsgeschäfte einigen können. Der am 8. Januar erzielte unverbindliche Vertrag hatte den Aufbau eines pan-iberischen Netzes von 3.500 Tankstellen zum Ziel.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, LaVanguardia, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Cádiz, Huelva, Sines · Spanien, Portugal
Wie es dazu kam
  1. 8.01.Unverbindliche Vereinbarung angekündigt, um eine Zusammenlegung der Downstream-Geschäfte zu prüfen
  2. Juli 2026Gespräche bis in die zweite Hälfte des Jahres 2026 verlängert
  3. 25.10.ECO berichtet unter Berufung auf zwei nicht genannte Quellen, die Zusammenlegung drohe zu scheitern
  4. 26.10.Unternehmen erklären, keine endgültigen Bedingungen erzielt zu haben, und beenden die Verhandlungen

Gespräche ohne Einigung beendet

Moeve und Galp haben die Verhandlungen über die Zusammenlegung ihrer Downstream-Geschäfte beendet – also der Raffinerie- und Tankstellenaktivitäten, aus denen ein größerer Energiekonzern auf der Iberischen Halbinsel entstehen sollte. Die Unternehmen gaben das Ergebnis am Montag, 26. Oktober 2026, bekannt und schlossen damit die Tür zu einer unverbindlichen Vereinbarung vom 8. Januar 2026, mit der sie das Geschäft ausloten wollten.

In der gemeinsamen Erklärung hieß es, die Unternehmen hätten keine Bedingungen gefunden, die ihren strategischen und finanziellen Kriterien entsprachen:

„Sie hätten keine endgültigen Bedingungen erzielt, die ihren jeweiligen strategischen und finanziellen Kriterien für eine dauerhafte und wertschöpfende Allianz entsprächen.“

Moeve und Galp

In einer separaten Erklärung von Galp hieß es, die strategische Logik sei zwar weiterhin gegeben, doch die Partner hätten nicht die für eine langfristige Partnerschaft nötige kommerzielle Übereinstimmung erzielt. Galp nannte keine Gründe.

Was die Zusammenlegung geschaffen hätte

Der Plan teilte die Geschäfte in zwei Plattformen auf. IndustrialCo hätte Raffinerie, Chemie, Handel, grüne Moleküle und kohlenstoffarme Kraftstoffe für Geschäftskunden umfasst. RetailCo hätte den Kraftstoffverkauf einschließlich des Ladens von Elektrofahrzeugen sowie Dienstleistungen für Privat- und Mobilitätskunden übernommen. Die derzeitigen Moeve-Aktionäre Mubadala und Carlyle hätten IndustrialCo mit 80 Prozent kontrolliert, während Galp einen Anteil von über 20 Prozent behalten hätte.

Die spanischen Raffinerien in Cádiz und Huelva sowie die Raffinerie Sines in Portugal wären in IndustrialCo gebündelt worden. Im Januar hatten die Unternehmen Pläne für ein pan-iberisches Netz von 3.500 Tankstellen angekündigt.

Marktbedingungen und Zeitplan

Branchenkreise erklärten, die internationale Energiekrise nach dem Ausbruch des Nahost-Konflikts Ende Februar und die dadurch verursachte Marktvolatilität hätten ein ohnehin kompliziertes Geschäft zusätzlich erschwert. Die Raffineriemargen seien stark gefallen, weil die Spannungen durch den Krieg im Iran die Ölmärkte erschütterten, was eine Einigung auf einen Wert für die Geschäfte schwierig gemacht habe.

Die Unternehmen hatten für die Gespräche zunächst eine Frist bis Mitte des Jahres gesetzt und sie im Juli bis in die zweite Hälfte des Jahres 2026 verlängert. Am 25. Oktober berichtete das portugiesische Nachrichtenportal ECO unter Berufung auf zwei nicht genannte Quellen, die Zusammenlegung drohe zu scheitern.

Moeves Strategie

Moeve beschreibt sich selbst als eines der führenden Energieunternehmen auf der Iberischen Halbinsel, mit einer Raffineriebasis und dem zweitgrößten Tankstellennetz Spaniens. Das Unternehmen erklärte, es bleibe voll und ganz auf seine Strategie Positive Motion ausgerichtet, mit der es bis 2030 zum europäischen Marktführer bei grünen Molekülen und nachhaltiger Mobilität werden wolle. Vorstandschef Maarten Wetselaar sagte:

„Positive Motion war immer eine eigenständige Strategie.“

Maarten Wetselaar

Er ergänzte, eine Zusammenlegung der Downstream-Aktivitäten mit Galp hätte die Wertschöpfung beschleunigt, sei aber nie eine Bedingung für Positive Motion gewesen. Moeve hat mit dem Bau dessen begonnen, was das Unternehmen als größtes grünes Wasserstoffprojekt Europas bezeichnet, mit einer Anfangskapazität von 300 MW und einer Investition von mehr als einer Milliarde Euro. Die Anlage für Biokraftstoffe der zweiten Generation, eine Investition von 1,2 Milliarden Euro, soll 2027 in Betrieb gehen.

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