Regierung · Lissabon, Porto und Braga

Portugals Haushaltsdebatte 2027 beginnt unter Wohnungsprotesten und Plänen für Zelte vor dem Parlament

Das portugiesische Parlament beginnt am Dienstag, 27. Oktober, mit der Debatte über den Staatshaushalt 2027, die allgemeine Abstimmung ist für Mittwoch, 28. Oktober angesetzt. Die Sozialisten fordern die Regierung auf, ihr neues Mietgesetz fallen zu lassen, während die Wohnungsproteste andauern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, Jornal Expresso, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Porto, Braga · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Haushaltsdebatte soll mit einer Rede von Premierminister Luís Montenegro eröffnet werden
  2. 27.10.Wohnungsprotest vor dem Parlament angekündigt
  3. 28.10.Allgemeine Abstimmung über den Staatshaushalt 2027 angesetzt, Durchkommen durch die Enthaltung der PS gesichert

Zwei Tage Haushaltsdebatte

Der Vorschlag der Regierung für den Staatshaushalt 2027 (Orçamento do Estado para 2027, OE2027) kommt am Dienstag, 27. Oktober, und Mittwoch, 28. Oktober in die Assembleia da República, geplant sind mehr als zehn Stunden Debatte. Die Sitzung am Dienstag beginnt um 15:00 Uhr mit einer Rede von Premierminister Luís Montenegro, für diesen Tag sind 249 Minuten (rund vier Stunden) vorgesehen, wobei die Parteien einen Teil ihrer Zeit vorziehen oder auf Mittwoch verlegen können. Die Plenarsitzungen am Mittwoch sind für 10:00 und 15:00 Uhr angesetzt, mit weiteren vier Stunden Debatte und 109 Minuten für die Schlussreden aller Parteien. Die allgemeine Abstimmung über den Haushalt ist für Mittwoch geplant, sein Durchkommen ist durch die Enthaltung der Partido Socialista (PS) bereits gesichert.

Das Mietgesetz und die Herausforderung der Sozialisten

PS-Generalsekretär José Luís Carneiro sagte am Montag, 26. Oktober, vor Journalisten in Braga, er werde das Wohnen und die Lebenshaltungskosten in die Debatte einbringen. Seine Forderung an den Premierminister formulierte er direkt:

„Ob Luís Montenegro bereit ist oder nicht, das neue Mietgesetz fallen zu lassen, und ob er bereit ist, die von uns vorgeschlagene öffentliche Garantie für die portugiesischen Bürger zu beschließen.“

José Luís Carneiro, PS-Generalsekretär

Das Mietgesetz, das von Chega und Iniciativa Liberal unterstützt wird, erschwert es jungen Menschen, eine Mietwohnung zu finden, belastet Familien der Mittelschicht, indem es Räumungen erleichtert, und lässt ältere Bewohner verunsichert zurück – so Carneiros Darstellung. Seine Alternative ist eine öffentliche Garantie (garantia pública), die Vermieter gegen ausbleibende Mietzahlungen schützen und ihre Position mit der der Mieter in Einklang bringen soll.

Proteste in Lissabon und Porto

Die Wohnungsproteste dauern in Lissabon seit einer Woche und in Porto seit zwei Wochen, die Demonstration in Lissabon befand sich am Montag, 26. Oktober, an ihrem 10. Tag. Die Polizei ging am frühen Sonntag, 25. Oktober, vor, um die Proteste in beiden Städten aufzulösen, Berichte nennen Dutzende Verletzte und Festnahmen. In der Volksversammlung der Acampada de Lisboa am Montagabend wurde mit etwa 90 Ja-Stimmen bei einer Mehrheit von Enthaltungen beschlossen, am Dienstagabend nach dem Protest Zelte vor der Assembleia da República aufzustellen. Ob die Demonstranten über Nacht bleiben, ist offen, die Versammlung will am Dienstag erneut darüber abstimmen. Ein von der Plattform „Casa para Viver“ organisierter Protest beginnt am Dienstag um 18:30 Uhr vor dem Parlament. Die Acampada hat zudem die Frente Comum de Sindicatos da Administração Pública aufgerufen, sich einem iberischen Streik im November anzuschließen, und in Porto haben Demonstranten Räumungen angeprangert.

Reaktion der Regierung und das Warten auf die Abstimmung

Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento sagte am Freitag, 23. Oktober, im Parlament, die Regierung habe „muitas medidas“ ergriffen, um auf die Wohnungskrise zu antworten, und fast alles sei getan, warnte jedoch, die Maßnahmen würden Zeit brauchen, um zu wirken. Innenminister Luís Neves verteidigte das Vorgehen der Polizei, das die Unterstützung von PSD und Chega hatte. Die Opposition kritisierte Montenegros Schweigen, da er seit dem 16. Oktober keinen öffentlichen Termin hatte, die Sitzung des Ministerrats am Donnerstag, 22. Oktober, ausließ und an diesem Tag in den sozialen Medien einen nicht vorab angekündigten Besuch einer Schule im Distrikt Aveiro veröffentlichte. Der Premierminister soll die Debatte am Dienstag um 15:00 Uhr eröffnen, die Abstimmung über die allgemeinen Grundsätze des Haushalts folgt am Mittwoch, 28. Oktober.

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