Vor Tagesanbruch am Dienstag, 20. Oktober, ging die Polizei gegen Aktivistenzelte in Lissabon und Porto vor und entfernte insgesamt 228. Die portugiesischen Behörden meldeten 55 Festnahmen und zwei Verletzte während des Einsatzes in Lissabon. Die Polizei bezeichnete den Einsatz von Gewalt als gerechtfertigt und begrenzt, da einige Demonstranten sich trotz Anweisungen der Behörden weigerten zu gehen. Das Innenministerium lobte die Professionalität seiner Beamten und erklärte, es habe den Dialog bis zum letzten Moment priorisiert.
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Bereits Anfang Oktober hatte die Polizei gewaltsam ein Lager auf der Praça Dom João I in Porto geräumt und dabei Dutzende Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Trotz eines Verbots des Bürgermeisters schlugen Demonstranten am Wochenende des 17. und 18. Oktober erneut Zelte auf demselben Platz auf. In Lissabon besetzten Hunderte Menschen den Rossio-Platz im Herzen des Touristenzentrums, und dort standen nach Angaben vom 21. Oktober noch immer Dutzende Zelte.
Am Abend des Dienstag, 20. Oktober, versammelten sich Tausende Menschen in Lissabon und Porto. Am Rossio stimmten die Aktivisten per Handzeichen dafür, erneut auf dem Platz zu campieren, um ihren Protest fortzusetzen, während Transparente den Verkauf der Hauptstadt ablehnten.
Mieten und Immobilienpreise in Portugal haben sich seit 2017 mehr als verdoppelt und sind im vergangenen Jahrzehnt um 124 Prozent gestiegen – doppelt so stark wie im EU-Durchschnitt. Eine jüngste Liberalisierung des Mietmarkts durch die Mitte-rechts-Regierung von Premierminister Luís Montenegro hat Mieterhöhungen und Räumungen erleichtert. Präsident António José Seguro hat eine breite Einigung der Parteien über langfristige Maßnahmen gegen die Wohnungskrise gefordert.
Gewerkschaften und Mieterverbände fordern Mietobergrenzen, eine Aussetzung von Räumungen, wenn keine Ersatzwohnung angeboten wird, und ein Verbot von Immobilienkäufen durch spekulative Investoren. Der CGTP, Portugals größter Gewerkschaftsbund, rief zu den Protesten am Wochenende auf, zu denen landesweit Zehntausende Menschen kamen. Führende Vertreter der Sozialistischen Partei und des Linksblocks schlossen sich ihnen an, und die Kundgebungen verliefen überwiegend friedlich.
Einige Aktivisten lassen sich von Lagern in Spanien inspirieren, etwa dem an der Puerta del Sol in Madrid, und wollen ihre Bemühungen auf der gesamten Iberischen Halbinsel koordinieren. Ein Social-Media-Beitrag des Mediums Sprinter Press vom 20. Oktober erklärte, die Demonstranten forderten einen Generalstreik am 11. November 2026 gegen eine Reform, die Räumungen bei Mietrückständen beschleunigen soll.
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Pollar unterstützenWohnen · Lissabon und Porto
Die Polizei hat am Dienstag, 20. Oktober, vor Tagesanbruch 228 Zelte aus Aktivistenlagern in Lissabon und Porto entfernt. Am Abend demonstrierten Tausende, und die Aktivisten stimmten dafür, erneut auf dem Rossio-Platz zu campieren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, NEWS 24/7, H Kαθημερινή und weiteren Medien. Veröffentlicht .