Regierung · Lissabon und Évora
Castro Almeida: Portugal bleibt Nettoempfänger der EU – 3.100 Millionen Euro im Jahr 2027
Der Wirtschaftsminister erklärte am 29. Oktober im Parlament, dass rund 210 Gemeinden durch den Haushaltsentwurf für 2027 Kürzungen drohen, und dass die Regierung erwartet, dass diese in der Ausschussdebatte korrigiert werden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Observador und SAPO. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida sagte, die Lage von rund 210 Gemeinden sollte im Ausschuss korrigiert werden, während Anafre-Präsident Francisco Branco de Brito eine Kürzung von 9 Prozent und eine von 21 Prozent nannte.
Die Regierung verhandelt mit der Europäischen Investitionsbank über eine Kreditlinie, damit Kommunen Bauland erschließen können; zudem sollen 133.000 Wohnungen bis 2030 unterstützt werden.
Portugal erwartet 6.600 Millionen Euro von der EU und überweist 3.500 Millionen – ein Nettovorteil von 3.100 Millionen, davon 75 Prozent aus Portugal 2030.
Alle Meilensteine und Ziele des PRR wurden bis zum 31. August erfüllt; fast 5.000 Millionen Euro aus dem letzten Zahlungsantrag sollen 2027 ausgezahlt werden.
- 22.07.Anafre schickt mehreren Ministern einen Brief mit vier Forderungen
- 31.08.Regierung meldet 100 Prozent der PRR-Meilensteine und -Ziele als erfüllt
- 12.10.Außerordentliche Vorstandssitzung von Anafre erklärt, die wichtigsten Forderungen seien nicht erfüllt
- 24.11.Abschließende Gesamtabstimmung über OE2027 angesetzt
Überprüfung der Gemeindefinanzierung
Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida sagte in einer parlamentarischen Anhörung, dass rund 210 Gemeinden (Freguesias) durch den Staatshaushalt 2027 (OE2027) eine Kürzung ihrer Mittel drohe und dass diese Situation in der Ausschussdebatte korrigiert werden sollte. Änderungen bei den Verteilungskriterien führen dazu, dass einige Gemeinden 2027 weniger erhalten als 2026. Er sagte, die Fraktion der Sozialdemokratischen Partei (PSD) habe bereits vorgeschlagen, zu garantieren, dass keine Gemeinde im kommenden Jahr ein kleineres Budget bekommt. Der Nationale Gemeindeverband (Anafre) erklärte nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 12. Oktober, seine wichtigsten Forderungen seien nicht erfüllt worden. Sein Präsident Francisco Branco de Brito sagte, eine Gemeinde stehe vor einer Kürzung von 9 Prozent, eine andere von 21 Prozent. Staatssekretär für lokale Verwaltung Silvério Regalado sagte in derselben Anhörung, die Verteilung folge dem, was mit Anafre ausgehandelt worden sei, und der direkten Anwendung des Gesetzes. Der Entwurf erhöht die Mittel für die Gemeinden im Durchschnitt um rund 8,2 Prozent auf 440 Millionen Euro, wobei der Betrag, den jede Gemeinde erhält, unterschiedlich ausfällt.
Wohnungsbau und kommunaler Kredit
Castro Almeida sagte, die Regierung habe noch Spielraum für zusätzliche Maßnahmen im Wohnungsbau, und kündigte eine Kreditlinie an, die es Kommunen ermöglichen soll, Bauland zu erschließen. Die Linie wird mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) verhandelt. Die Kommunen würden Kredite aufnehmen, um die städtische Infrastruktur auf den Flächen zu errichten, und den Kredit dann aus dem Verkauf der Grundstücke zurückzahlen, zu Bedingungen, die er über die EIB als vorteilhafter bezeichnete.
„Das Wohnungsproblem ist ein sehr ernstes Problem. Es ist klar, dass seine Lösung lange dauert, denn es hat sich über Jahre aufgebaut.“
Er sagte, die Regierung habe die Finanzierung für 26.000 Wohnungen aufgestockt, die die vorherige sozialistische Regierung im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans (PRR) übernommen hatte, obwohl die Haushaltsmittel nur 16.000 abdeckten. Die PRR-Ziele umfassen nun 32.000 Wohnungen, und die Regierung erwartet, dass bis Ende dieses Jahres 40.000 Wohnungen fertiggestellt sind. Zudem habe sie sich verpflichtet, den Bau von rund 133.000 Wohnungen bis 2030 zu unterstützen, die die Kommunen in ihren lokalen Wohnungsstrategien aufgeführt haben.
- Von der EU erhalten
- 6600 Mio. Euro
- An die EU überwiesen
- 3500 Mio. Euro
- Nettovorteil
- 3100 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Einkommenslücke und Wachstum
Castro Almeida sagte, das BIP pro Kopf sei einer der schwächsten Indikatoren im Vergleich zu Europa und liege bei etwa 80 Prozent des europäischen Durchschnitts – ein Niveau, das Portugal vor 30 Jahren hatte. Wenn die Wirtschaft so schnell wachse wie in der ersten Jahreshälfte, könne Portugal 2043 den europäischen Durchschnitt von 100 Prozent erreichen, sagte er. Das Land könne in zehn Jahren zwölf Prozentpunkte aufholen. Er bestritt, dass Portugal zu viel Tourismus habe, räumte aber ein, dass einige Gegenden und Wochen überfüllt sein könnten. Die Übernachtungszahlen seien um 1,5 Prozent und die Tourismuseinnahmen um 5 Prozent gestiegen, sagte er, und bezeichnete die Löhne in dem Sektor global als schlecht; das Wachstum müsse aus dem Wert kommen, nicht aus der Menge. Er fügte hinzu, die Löhne stiegen laut INE-Daten weiterhin stärker als die Inflation, allerdings weniger, als er sich wünsche, wegen des Golfkriegs und der Kraftstoffkosten.
EU-Mittel und Aufbauplan
Castro Almeida sagte, Portugal werde im kommenden Jahr 6.600 Millionen Euro von der EU erhalten und 3.500 Millionen überweisen, sodass ein Nettovorteil von 3.100 Millionen Euro bleibe. Rund 75 Prozent dieses Vorteils stammten aus Portugal 2030, der Rest vor allem aus dem Strategieplan der Gemeinsamen Agrarpolitik (PEPAC).
„Portugal ist nach wie vor Nettoempfänger der Europäischen Union.“
Staatssekretär für Planung und regionale Entwicklung Hélder Reis sagte den Abgeordneten, die Mittelausführung sei eine anspruchsvolle Aufgabe, wobei es vor allem in den Regionen Centro und Algarve Schwierigkeiten mit der n+3-Regel gebe. Die Regierung habe Maßnahmen ergriffen, um die Ausführung zu beschleunigen. Castro Almeida sagte, der PRR habe bis zum 31. August 100 Prozent seiner Meilensteine und Ziele erreicht, doch Dokumentenprüfungen und Zertifizierung stünden noch aus. Noch nicht abgeschlossene Verträge würden geändert, um die Klausel zur Rückzahlung bei verspäteten Arbeiten zu streichen, mit einer neuen Fertigstellungsfrist bis 31. Dezember 2027. Fast 5.000 Millionen Euro aus Portugals letztem PRR-Zahlungsantrag werden 2027 ausgezahlt. Der Wiederaufbau nach dem Sturm hat 3.030 Millionen Euro absorbiert, und für das kommende Jahr sind im Programm PTRR 970 Millionen Euro vorgesehen. Die Transfers an die Kommunen sollen um 6 Prozent steigen, von 4.410 Millionen auf 4.676 Millionen Euro.
- Laufendes Jahr
- 4410 Mio. Euro
- Vorschlag OE2027
- 4676 Mio. Euro
Daten aus dem Artikeltext
Nächste Schritte
Die abschließende Gesamtabstimmung über den Haushalt 2027 ist für den 24. November angesetzt, nach der Ausschussdebatte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoSituation der Gemeinden mit Finanzierungskürzungen soll korrigiert werdenSituação das freguesias com corte no financiamento deve ficar "corrigida" · Original auf Portugiesisch
- Notícias ao MinutoRegierung spricht von einem extrem anspruchsvollen Jahr für die FondsausführungGoverno fala em ano "extremamente exigente" na execução de fundos · Original auf Portugiesisch
- ObservadorGemeinden erhalten Kreditlinie zur Erschließung von BaulandMunicípios vão ter linha de crédito para urbanizarem solos para construção · Original auf Portugiesisch
- ObservadorWirtschaftsminister erkennt enormen Rückstand beim Einkommen der Portugiesen anMinistro da Economia reconhece "enorme atraso" no rendimento dos portugueses · Original auf Portugiesisch
- Manuel Castro Almeida
- Minister für Wirtschaft und territorialen Zusammenhalt, der die Position der Regierung in den parlamentarischen Anhörungen vortrug
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