Makroökonomie · Lissabon und Setúbal

Arbeitslosigkeit in Portugal steigt im dritten Quartal auf 5,5 Prozent, Beschäftigungswachstum verlangsamt sich

Die Península de Setúbal verzeichnete mit 6,3 Prozent die höchste regionale Quote, die Jugendarbeitslosigkeit erreichte 19,9 Prozent, und die Beschäftigung sank gegenüber dem zweiten Quartal um 0,2 Prozent – das geht aus den am Mittwoch, 4. November, veröffentlichten Daten des Statistikamts INE hervor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von SAPO, PÚBLICO, Diário de Notícias und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Setúbal · Portugal

Arbeitslosenquote steigt gegenüber dem Vorquartal

Das Nationale Statistikinstitut (INE) teilte am Mittwoch, 4. November, mit, dass die Arbeitslosenquote Portugals im dritten Quartal 2026 bei 5,5 Prozent lag. Der Wert liegt 0,2 Prozentpunkte über dem zweiten Quartal, aber 0,3 Punkte unter dem gleichen Quartal des Jahres 2025, als er 5,8 Prozent betrug. Schätzungsweise 316.800 Menschen waren arbeitslos, 5,3 Prozent (16.000) mehr als im Vorquartal und 3,0 Prozent (9.800) weniger als ein Jahr zuvor. Das INE führte den Rückgang im Jahresvergleich vor allem auf die Entwicklung bei Männern (9.800, 6,4 Prozent), bei Menschen im Alter von 25 bis 34 Jahren (3.900, 4,9 Prozent) und bei den 35- bis 44-Jährigen (4.400, 7,9 Prozent) zurück. Weitere Rückgänge gab es bei Personen, die eine neue Stelle suchen (18.000, 6,5 Prozent), sowie bei Arbeitslosen, die weniger als zwölf Monate ohne Beschäftigung sind (6.500, 3,1 Prozent).

Nationale Arbeitslosenquote, Q3 2025 gegenüber Q3 2026%
Q3 2025
5.8 %
Q3 2026
5.5 %

Daten aus dem Artikeltext

Regionale Unterschiede

Drei NUTS-II-Regionen lagen über dem Landesdurchschnitt. Die Península de Setúbal verzeichnete 6,3 Prozent, der Norte 6,2 Prozent und Groß-Lissabon 6,0 Prozent. Alle anderen Regionen wiesen niedrigere Quoten auf, das Alentejo 4,8 Prozent und die Region Centro 4,6 Prozent. Unter den Regionen, in denen die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorquartal stieg, verzeichnete das Alentejo mit 0,8 Prozentpunkten den stärksten Anstieg. Die Spanne zwischen der höchsten und der niedrigsten regionalen Quote ist damit groß, wobei Setúbal an der Spitze der nationalen Rangliste steht.

Arbeitslosenquote nach NUTS-II-Regionen, Q3 2026%
Península de Setúbal
6.3 %
Norte
6.2 %
Grande Lisboa
6 %
Alentejo
4.8 %
Centro
4.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Jugend und ungenutztes Arbeitskräftepotenzial

Die Arbeitslosigkeit bei Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren wurde auf 19,9 Prozent geschätzt, 1,6 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal und 1,1 Punkte mehr als im Vorjahr. Die Unterauslastung des Arbeitskräftepotenzials, die Unterbeschäftigung in Teilzeit sowie Nichterwerbspersonen umfasst, die entweder arbeiten wollen, aber nicht verfügbar sind, oder verfügbar sind, aber keine Stelle suchen, betraf 549.100 Menschen. Das sind 4,4 Prozent (23.300) mehr als im Vorquartal und 4,3 Prozent (24.800) weniger als ein Jahr zuvor. Die Unterauslastungsquote lag bei 9,4 Prozent, 0,3 Punkte mehr als im Vorquartal und 0,5 Punkte weniger als im Vorjahr – der zweitniedrigste Wert seit der ersten Erhebung des Indikators im ersten Quartal 2011. Die Zahl der Nichterwerbspersonen im erwerbsfähigen Alter stieg auf 3.734.500, ein Plus von 0,6 Prozent (22.400) gegenüber dem Vorquartal.

Beschäftigungswachstum verlangsamt sich

Die Beschäftigung lag bei 5.391.000 Personen, 1,1 Prozent (58.900) mehr als im Vorjahr, aber 0,2 Prozent (8.800) weniger als im zweiten Quartal. PÚBLICO wies darauf hin, dass die Beschäftigung im Sommer wegen der Saisonarbeit in Tourismus und Landwirtschaft normalerweise wächst, sodass der Rückgang in diesem Quartal dem üblichen Muster widerspricht. Die Beschäftigungsquote sank auf 58,0 Prozent, 0,3 Punkte weniger als im zweiten Quartal und 0,2 Punkte mehr als ein Jahr zuvor. Den größten Teil des Zuwachses trugen die Dienstleistungen mit einem Plus von 1,7 Prozent bei, und im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen kamen 17.800 Menschen hinzu (15,7 Prozent). Auch Frauen (1,2 Prozent), Beschäftigte im Alter von 55 bis 64 Jahren (2,6 Prozent), Hochschulabsolventen (5,7 Prozent) und Menschen mit unbefristeten Verträgen (2 Prozent) trugen zum Jahresanstieg bei. Laut PÚBLICO überschritt die Erwerbsbevölkerung die Marke von 5,7 Millionen und erreichte damit den höchsten Stand seit 2011. DN bezeichnete den Jahresanstieg von 1,1 Prozent auf Basis eigener Berechnungen als den schwächsten binnen zweieinhalb Jahren und merkte an, dass dieses Quartal den zweiten Quartalsrückgang des Jahres 2026 und den vierten Quartalsrückgang seit der Pandemie markiert. DN wies zudem darauf hin, dass die neuen Zahlen noch auf älteren Bevölkerungsfortschreibungen beruhen, die die Zahl der Einwanderer überzeichneten.

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