Makroökonomie · Madrid

Spaniens Arbeitslosigkeit steigt im dritten Quartal um 95.900 – Beschäftigung erreicht Rekord von 22,85 Millionen

In Spanien ist die Zahl der Arbeitslosen zwischen Juli und September 2026 um 95.900 gestiegen, während die Gesamtbeschäftigung mit 22.852.600 Personen einen Rekordstand erreichte. Das geht aus der am Dienstag, 27. Oktober, veröffentlichten Erwerbsbevölkerungserhebung des Statistikamts INE hervor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien

Nationale Zahlen

Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist im dritten Quartal 2026 um 95.900 Personen gestiegen – ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal und der stärkste Anstieg in einem dritten Quartal seit 2020. Das geht aus der Encuesta de Población Activa (EPA) hervor, die das Nationale Statistikinstitut (INE) veröffentlichte. Die Beschäftigung wuchs um 73.600 Stellen (+0,3 Prozent), der schwächste Zuwachs in einem dritten Quartal seit 2019. Die Gesamtbeschäftigung erreichte mit 22.852.600 einen neuen Rekord, während 2.591.200 Menschen arbeitslos waren und die Arbeitslosenquote auf 10,18 Prozent stieg – drei Zehntelpunkte mehr als im zweiten Quartal. Auch die Erwerbsbevölkerung erreichte mit 25.443.800 einen Rekord, die Erwerbsquote legte um zwei Zehntelpunkte auf 59,5 Prozent zu. Der gesamte Beschäftigungszuwachs entfiel auf ausländische Staatsangehörige: 75.400 ausländische Arbeitskräfte mehr standen 1.800 Spanierinnen und Spanier weniger in Arbeit gegenüber.

Das Bild in den Regionen

Die Valencianische Gemeinschaft führte den Anstieg der Arbeitslosigkeit mit 31.000 zusätzlichen Arbeitslosen an (+10,19 Prozent), gefolgt von Madrid. Die Angaben für Madrid unterscheiden sich je nach Bericht: Einmal wird ein Anstieg um 21.200 (+7,11 Prozent) genannt, einmal 21.100 auf 319.000 Arbeitslose. Madrid verlor zudem 49.200 Stellen im Quartal (-1,36 Prozent), der stärkste Rückgang aller Regionen. Galicien verzeichnete 19.400 Arbeitslose mehr und kam auf 120.500 (+19,24 Prozent), während auf den Balearen 9.900 Menschen weniger ohne Arbeit waren (-22,37 Prozent). Die Balearen haben mit 4,63 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote Spaniens, Andalusien mit 14,91 Prozent die höchste.

Arbeitslosenquote nach Region, drittes Quartal 2026%
Balearen
4.63 %
Baskenland
7.17 %
Kantabrien
7.56 %
Kastilien und León
7.75 %
Kastilien-La Mancha
11.36 %
Valencianische Gemeinschaft
11.82 %
Extremadura
13.01 %
Andalusien
14.91 %

Daten aus dem Artikeltext

Reaktion der Regierung

Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo begrüßte die Zahlen: Noch nie hätten in Spanien so viele Menschen gearbeitet, saisonbereinigt liege die Beschäftigung bei über 22.700.000 Personen. Er verwies auf 25 Quartale in Folge mit Beschäftigungswachstum und rund 465.000 Beschäftigte mehr als ein Jahr zuvor, darunter 120.000 junge Menschen. Das Ministerium erklärte, die Quote von 10,18 Prozent sei der niedrigste Wert für ein drittes Quartal seit 2007. Cuerpo nannte zudem eine Quote befristeter Beschäftigung von 12,6 Prozent, die er teilweise auf die Arbeitsmarktreform zurückführte.

„Das ist das Tempo, das wir auch künftig halten wollen, damit unser Wirtschaftswachstum weiter im Alltag aller Familien in unserem Land ankommt.“

Carlos Cuerpo, Spaniens erster Vizepräsident und Minister für Wirtschaft

Bei der Jugendarbeitslosigkeit stieg die Zahl der unter 25-Jährigen ohne Job um 27.100 auf 487.100, doch die Jugendarbeitslosenquote sank von 23,77 auf 23,33 Prozent. Die Zahl der 16- bis 29-Jährigen, die weder lernen noch arbeiten, erreichte 1.222.400 – 113.200 mehr als im gleichen Quartal 2025.

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