Makroökonomie · Lissabon und Paris

Eurozonen-BIP übertrifft Prognosen mit 1,3 % im Q3 – Portugal wächst 2,4 %, Frankreich schrumpft 0,1 %

Portugals Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 2,4 % im Jahresvergleich und damit langsamer als zuvor (2,6 %), während Frankreich im Quartalsvergleich um 0,1 % schrumpfte. Beide Zahlen stammen aus vorläufigen Schätzungen, die am Freitag, 30. Oktober 2026, veröffentlicht wurden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Diário de Notícias, Notícias ao Minuto, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Lissabon, Paris · Portugal, Frankreich

Eurozonen-Wachstum übertrifft die Erwartungen

Die vorläufige Schätzung von Eurostat ergab für das dritte Quartal 2026 ein BIP-Wachstum im Euroraum von 1,3 % im Jahresvergleich – mehr als die von den Märkten erwarteten 1,1 % und schneller als die 1,2 % im zweiten Quartal. Die Europäische Union insgesamt wuchs um 1,5 % im Jahresvergleich, nach 1,4 %. Im Quartalsvergleich legte der Euroraum um 0,4 % zu und die EU um 0,5 %, nach Zuwächsen von 0,6 % und 0,7 % zwischen April und Juni. Von den Mitgliedstaaten mit vorliegenden Daten verzeichneten 14 ein positives Jahreswachstum, ein Land einen Rückgang. Eurostat wies darauf hin, dass die Schätzungen auf unvollständigen Quellen beruhen und revidiert werden können.

BIP-Wachstum im Jahresvergleich, Q3 2026, ausgewählte Volkswirtschaften%
Euroraum
1.3 %
Portugal
2.4 %
Spanien
2.7 %
Irland
3.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Portugal bremst, bleibt aber an der Spitze

Das BIP Portugals stieg im dritten Quartal um 2,4 % im Jahresvergleich und lag damit unter den 2,6 % des Vorquartals, wie aus der Schnellschätzung des Statistikamts Statistics Portugal (INE) hervorgeht. Im Quartalsvergleich erhöhte sich die Produktion um 0,2 %, nach 0,9 % im zweiten Quartal. Das INE erklärte, die Verlangsamung gehe auf einen schwächeren privaten Konsum und einen stärkeren Rückgang der Exporte zurück, während die Investitionen angesichts des auslaufenden Aufbau- und Resilienzplans (PRR) erneut zulegten. Die Nettoaußennachfrage leistete einen leicht negativen Beitrag zum Quartalswachstum.

„Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete in Volumen im dritten Quartal 2026 eine Veränderung von 2,4 % im Jahresvergleich, nach einem Wachstum von 2,6 % im Vorquartal.“

Instituto Nacional de Estatística
Portugals BIP-Wachstum im Quartalsvergleich%
Q2 2026
0.9 %
Q3 2026
0.2 %

Daten aus dem Artikeltext

Prognosen und Regierungsausblick

Vor der Veröffentlichung hatte das Barometer von CIP und ISEG ein Quartalswachstum von 0,3 % und ein Jahreswachstum von 2,5 % prognostiziert. Das Fórum para a Competitividade hatte ein Quartalswachstum zwischen 0,3 % und 0,5 % und ein Jahreswachstum zwischen 2,2 % und 2,4 % geschätzt. Das Católica Lisbon Forecasting Lab (NECEP) hatte eine Stagnation im Quartal und ein Jahreswachstum von 2,2 % erwartet. Die Regierung rechnet laut dem Entwurf des Staatshaushalts für 2027 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 % im Jahr 2026 und 2,1 % im Jahr 2027. Die Banco de Portugal prognostiziert 2,3 % für 2026, der Rat für öffentliche Finanzen (CFP) 2,2 %. Die Regierung begründet ihre optimistischere Einschätzung mit erwarteten Zuwächsen beim privaten Konsum und bei den Exporten.

Frankreich und der Rest des Blocks

Frankreich war die einzige große Volkswirtschaft des Euroraums mit einem Rückgang: Das BIP sank im dritten Quartal laut INSEE um 0,1 % im Quartalsvergleich, nach einer Stagnation im zweiten Quartal und einem Rückgang von 0,2 % im ersten. Die Investitionen gingen erneut um 0,6 % zurück, auch die Verschlechterung des Außenhandels belastete die Zahl. Auch Litauen verzeichnete einen Rückgang von 1,0 % im Quartalsvergleich. Irland führte die Quartalsrangliste mit 5,5 % Wachstum an, gefolgt von Estland, Spanien und den Niederlanden mit jeweils 0,6 %. Irlands Jahreswert von 3,6 % wird anders berechnet als in anderen Ländern; Spanien meldete 2,7 %.

Die vorläufigen Daten von INSEE zeigen zudem, dass die französische Inflation im Oktober auf 3,4 % gestiegen ist – der höchste Wert seit Dezember 2023 –, wobei die Energiepreise im Jahresvergleich um 24,1 % zulegten, nach 21,3 % im September. Die Dienstleistungsinflation erreichte 2,7 %, die Lebensmittelinflation ging auf 1,2 % zurück. Die harmonisierte Inflation, die für europäische Vergleiche herangezogen wird, stieg auf 3,8 %.

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Quellen und Kontext

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