Wohnen · Porto und Gondomar

Stadtrat von Porto will Beschluss rückgängig machen, der Bauträgern Zahlungen statt bezahlbarer Wohnungen erlaubt

Sieben Bauträger hatten sich bereit erklärt, rund 1,4 Millionen Euro zu zahlen, statt im Zentrum von Porto bezahlbare Wohnungen zu bauen. Der Stadtrat schlägt nun vor, diese Genehmigung rückgängig zu machen; die Abstimmung ist für Dienstag, 3. November, angesetzt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, SIC Notícias, Correio da Manha und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Porto, Gondomar · Portugal
Wie es dazu kam
  1. 20.10.Der Rat genehmigt Ausgleichszahlungen für sieben Projekte statt bezahlbarer Wohnungen; PS und Chega stimmen dagegen
  2. 26.10.Bürgermeister Pedro Duarte räumt ein, dass ein Widerruf möglich ist, betont aber, die Entscheidung sei rechtmäßig gewesen
  3. 29.10.Die Stadtregierung trifft Stadträte von PS und Chega und legt einen Vorschlag zur Rücknahme der Entscheidung vor
  4. 3.11.Angesetzte Abstimmung des Rates über den Revisionsvorschlag

Was der Stadtrat vorschlägt

Der Stadtrat von Porto stimmt am Dienstag, 3. November, über einen Vorschlag ab, mit dem sein eigener Beschluss vom 20. Oktober revidiert werden soll, der sieben Bauträgern erlaubte, Ausgleichszahlungen statt bezahlbarer Wohnungen zu leisten. Ausgearbeitet wurde der Vorschlag, nachdem die Stadtregierung am Donnerstag, 29. Oktober, mit Stadträten der Sozialistischen Partei (PS) und von Chega zusammengetroffen war. Er fordert den Rat auf, seine Zustimmung zu der Option der Bauträger zurückzunehmen, Ausgleichszahlungen im Verhältnis zu den Baurechten zu leisten, die eigentlich dem sozialen Wohnungsbau hätten zugutekommen sollen. Vizebürgermeisterin Catarina Araújo unterzeichnete den neuen Vorschlag, so wie sie zuvor den ursprünglichen unterzeichnet hatte. Am Rande einer Sitzung der Metropolregion Porto machte Bürgermeister Pedro Duarte das Ziel deutlich.

„Um es direkter zu sagen: Wir werden die getroffene Entscheidung rückgängig machen.“

Pedro Duarte, Bürgermeister von Porto und Präsident

Sieben Projekte und die Zahlung

Am 20. Oktober genehmigte der Rat den Tausch mit den Stimmen seiner Mehrheit aus PSD, CDS und IL, während PS und Chega dagegen stimmten. Nach der städtischen Bauordnung hätten die sieben Projekte (drei Hotels, drei touristische Entwicklungen und ein Handels- und Dienstleistungsprojekt) rund 3.300 Quadratmeter für bezahlbaren Wohnraum abtreten müssen. Die Bauträger erklärten, dazu nicht in der Lage zu sein, und boten stattdessen an, an die Stadt zu zahlen – insgesamt rund 1,4 Millionen Euro, nach Angaben von Expresso 1,39 Millionen Euro. Das entspricht etwas mehr als 400 Euro pro Quadratmeter.

Die sieben Projekte nach Art im AusgleichsgeschäftProjekte
Hotels
3 Projekte
Touristische Entwicklungen
3 Projekte
Handel und Dienstleistungen
1 Projekte

Daten aus dem Artikeltext

Der PS-Stadtrat Manuel Pizarro sagte, der Tausch gebe rund 40 bezahlbare Wohnungen im Stadtzentrum auf, im Gegenzug für eine Summe, mit der die Stadt bestenfalls vier oder fünf Wohnungen bauen könne. Bei der Genehmigung hatte er den Vorschlag als grobe Rechtswidrigkeit bezeichnet; nun sagte er, der Satz liege je nach Berechnung etwa vier- bis achtmal unter dem Marktpreis.

Rechtliche Anfechtung und Ermittlungen

Der Anwalt Joaquim Oliveira reichte bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen den Rat ein. Er wirft ihm Amtspflichtverletzung (prevaricação), Amtsmissbrauch und wirtschaftliche Beteiligung an Geschäften vor und nennt das Geschäft finanziell ruinös für die Gemeinde. Oliveira argumentiert, die Entschädigung sei nach Regeln berechnet worden, die in den betreffenden Zonen des kommunalen Flächennutzungsplans Werte ergaben, die mehr als achtmal unter dem tatsächlichen Marktpreis lagen. Expresso berichtete, die Staatsanwaltschaft habe bestätigt, nach Eingang der Anzeige ein Ermittlungsverfahren eröffnet zu haben.

Catarina Araújo weist den Vorwurf zurück, die Entscheidung sei rechtswidrig gewesen.

„Wir sind tatsächlich von der Rechtmäßigkeit der Verfahren und der sieben Vorgänge überzeugt, die wir in die Sitzung der Stadtregierung eingebracht haben.“

Catarina Araújo

Araújo räumte politische und sogar ideologische Meinungsverschiedenheiten ein, aber keinen Fehler des Rates. Sie sagte, die Entschädigung folge einer Formel, die gewissenhaft angewandt worden sei, und bezifferte den Kommunalen Fonds für ökologische und städtische Nachhaltigkeit, dem solche Zahlungen zufließen, auf 33 Millionen Euro. Der Vorschlag selbst sagt nicht, ob der Rat die Entscheidung widerrufen oder für nichtig erklären will. Ein Widerruf könnte die Gemeinde verpflichten, die Bauträger zu entschädigen, während eine Nichtigerklärung wegen eines Rechtsfehlers diese Last beseitigen könnte.

Verlauf des Streits

Am Montag, 26. Oktober, gab Duarte eine Erklärung ab, in der er einräumte, ein Widerruf sei möglich, zugleich aber betonte, die ursprüngliche Entscheidung sei rechtmäßig gewesen. Am Donnerstag, 29. Oktober, traf sich die Stadtregierung abends mit den Stadtplanungsdiensten – ein Treffen, an dem Journalisten trotz früherer Zusicherungen nicht teilnehmen durften. Duarte kritisierte zudem die Opposition, bei dem Treffen am Donnerstag keine Alternativen angeboten zu haben. Er sagte, die Stadt könne nicht mit dem Verdacht leben, der Rat tue nicht alles für den Wohnungsbau.

„Die Stadt kann nicht mit dem Verdacht leben, dass wir nicht alles tun, um Wohnraum zu schaffen, insbesondere in der Altstadt.“

Pedro Duarte, Bürgermeister von Porto und Präsident

SIC berichtete, der überarbeitete Vorschlag werde bei der Abstimmung voraussichtlich sowohl von der PS als auch von Chega unterstützt.

Die breitere Wohnungsdebatte

Am Freitag, 30. Oktober kamen die 17 Gemeinden der Metropolregion Porto in Gondomar zusammen, wo das Wohnungsthema nach mehreren einstimmigen Beschlüssen das am intensivsten debattierte Thema war. Die Region forderte mehr Zuständigkeiten und staatliche Mittel, um schneller handeln zu können, sagte Duarte, mit einer abgestimmten Strategie zwischen den Gemeinden. Die Bürgermeisterin von Matosinhos, Luísa Salgueiro, sagte, Wohnen sei für viele Gemeinden seit Langem Priorität, und nicht alle könnten sich so stark verschulden wie Matosinhos. Sie verwies auf Tausende Anträge auf Sozialwohnungen in der gesamten Region, viele davon infolge von Räumungen, und kritisierte ein neues Mietrecht für den städtischen Raum, das im Parlament debattiert wird und ihrer Ansicht nach Räumungen beschleunigen und die Gemeinden mit den Bedürfnissen der Betroffenen allein lassen würde. Póvoa de Varzim war nicht vertreten.

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Orte
Porto

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