Regierung · Madrid und Barcelona

Spaniens Oberstes Gericht gewährt Clara Ponsatí Amnestie und archiviert ihr Procés-Verfahren

Der Oberste Gerichtshof erklärte am Donnerstag, dem 5. November, die strafrechtliche Verantwortlichkeit der ehemaligen katalanischen Regionalrätin Clara Ponsatí für erloschen und stellte das Verfahren wegen Ungehorsams gegen sie ein. Ihr wurde nie der Prozess gemacht, weil sie Spanien verlassen hatte, bevor das Verfahren zur Verhandlung kam.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Periódico, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona · Spanien
Wie es dazu kam
  1. Juni 2024Bittet den Obersten Gerichtshof um Anwendung des Amnestiegesetzes
  2. Oktober 2025Verfassungsgericht klärt die Frage der Verfassungswidrigkeit
  3. 5.11.Oberster Gerichtshof wendet die Amnestie an und archiviert das Verfahren

Das Urteil

Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat das Amnestiegesetz auf Clara Ponsatí, eine ehemalige katalanische Regionalrätin, in einer am Donnerstag, dem 5. November, ergangenen Entscheidung angewendet. Die Strafkammer erklärt in einer Anordnung, die El Periódico dem Berichterstatter Richter Manuel Marchena zuschreibt, ihre strafrechtliche Verantwortlichkeit für erloschen und stellt das Verfahren gegen sie durch eine endgültige Einstellung ein, im Spanischen sobreseimiento libre genannt. Der Vorwurf lautete auf Ungehorsam im Zusammenhang mit dem Referendum vom 1. Oktober 2017 im Procés-Verfahren, und es war das einzige Delikt, das nach der Abschaffung des Aufruhrs im Dezember 2022 noch gegen sie anhängig war. Ponsatí wurde nie der Prozess gemacht, weil sie Spanien vor der Verhandlung verließ. Das Gericht befand, dass die dem Verfahren zugrunde liegenden Handlungen unter die Amnestie fallen, sodass die Angelegenheit für sie nun abgeschlossen ist.

Warum das Verfahren so lange dauerte

Ponsatí beantragte im Juni 2024 beim Obersten Gerichtshof die Anwendung der Amnestie, nachdem das Gesetz verabschiedet worden war. Die Kammer wartete mit einer Entscheidung, bis das Verfassungsgericht seine Frage der Verfassungswidrigkeit geklärt hatte, was im Oktober 2025 geschah. Danach brauchte der Oberste Gerichtshof nach Angaben von El Periódico zwei Jahre und fünf Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes, um es förmlich auf sie anzuwenden. Ponsatí lebte seit ihrer Rückkehr nach Spanien im Jahr 2023 in Freiheit, als eine Reform des Strafgesetzbuchs den Aufruhr abschaffte und den Ungehorsam als ihre Anklage übrig ließ. Nach ihrer Festnahme in Barcelona erschien sie vor Richter Pablo Llarena und wurde freigelassen, blieb aber bis jetzt formell beschuldigt.

Ponsatís Reaktion

Ponsatí reagierte auf X, wo sie die Vorstellung zurückwies, das Urteil komme einem Sieg gleich. Sie schrieb, ihr Fall sei aus einer Ecke der Gerichtsakten aufgetaucht, und das Gericht habe offenbar beschlossen, ihn zu archivieren und ihr die Amnestie zu gewähren.

„Ich werde mich nicht zum Narren machen, indem ich sage, das sei ein Sieg, denn das ist es nicht.“

Clara Ponsatí, Ehemalige katalanische Regionalrätin

Weitere Amnestiefälle und was offen bleibt

In den Wochen zuvor hatte der Oberste Gerichtshof die Amnestie auf mehrere Mitglieder der katalanischen Regierung angewendet, die den Unabhängigkeitsprozess 2017 vorangetrieben hatten, darunter der ehemalige Vizepräsident Oriol Junqueras und die ehemaligen Regionalräte Jordi Turull, Raül Romeva und Dolors Bassa. Diesen Entscheidungen waren die Billigung der Begnadigung wegen Unterschlagung durch das Verfassungsgericht und die Unterstützung der Maßnahme durch den Gerichtshof der Europäischen Union vorausgegangen. LaVanguardia setzt Ponsatís Amnestie drei Wochen nach der Entscheidung zu Junqueras an. Vorerst hat Pablo Llarena die Haftbefehle gegen den ehemaligen Präsidenten Carles Puigdemont und die ehemaligen Regionalräte Toni Comín und Lluís Puig aufgehoben, die er nach einer Anordnung des Verfassungsgerichts für amnestierbar hält. Auch diese drei entzogen sich nach dem Referendum der spanischen Justiz, und die Kammer, die den Procés unter dem Vorsitz von Manuel Marchena verhandelte, hat ihre Verfahren nun in der Hand.

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