Verkehr · Warschau
Polens 610-Mrd.-Złoty-Bahnplan: 4.700 km neue Strecken, Hochgeschwindigkeitszüge und Verbindungen quer durchs Land in 3 Stunden
Die polnische Regierung hat das Integrierte Schienennetz (ZSK) vorgestellt, ein langfristiges Infrastrukturprogramm im Wert von 610 Milliarden Złoty. Bis 2050 sollen 4.700 km neue Bahnstrecken gebaut und weitere 5.600 km modernisiert werden, um die Reisezeiten zwischen den Großstädten deutlich zu verkürzen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, TVN24, Głos Wielkopolski und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Integrierte Schienennetz (ZSK) wird 610 Milliarden Złoty kosten, aufgeteilt in 410 Mrd. für neue Strecken und 200 Mrd. für die Modernisierung, was es zum ehrgeizigsten Eisenbahn-Investitionsprogramm Polens macht.
Bis 2050 will Polen 4.700 km neue Bahnstrecken bauen und 5.600 km bestehende Gleise sanieren, wodurch ein Netz aus 19 Hauptkorridoren im ganzen Land entsteht.
Von den neuen Gleisen werden 2.700 km den Standards für Hochgeschwindigkeitsverkehr (KDP) entsprechen und für Geschwindigkeiten von mindestens 250 km/h ausgelegt sein, einschließlich der Flaggschiff-„Y“-Linie und grenzüberschreitender Verbindungen.
Die Programme „Polska 100 minut“ und „Polska 3 godziny“ versprechen, dass Fahrten zwischen Großstädten 1 Stunde und 40 Minuten nicht überschreiten und Verbindungen quer durchs Land etwa 3 Stunden dauern werden.
Bis 2035 sollen 1.000 Kilometer neue Strecken fertiggestellt sein, darunter die 480 km lange „Y“-Verbindung, die Rail Baltica zur litauischen Grenze, der Ausbau der Strecke Podłęże-Piekiełko und die Route Katowice-Ostrava.
Die Finanzierung stützt sich auf einen im Herbst eingerichteten Eisenbahnfonds, ergänzt durch Kredite und die Umschichtung von Mitteln, die zuvor für das Straßenbauprogramm vorgesehen waren.
Ein umfassender Masterplan für die Schiene
Am Montag stellten das polnische Infrastrukturministerium sowie die Unternehmen Port Polska (ehemals Centralny Port Komunikacyjny) und PKP PLK das Integrierte Schienennetz (Zintegrowana Sieć Kolejowa, ZSK) vor – eine Entwicklungsstrategie, die die Regierung als die erste ihrer Art seit 1989 bezeichnet. Der Plan, der über 18 Monate von rund 800 Experten ausgearbeitet wurde, sieht den Bau von 4.700 km neuen Strecken und die Modernisierung von 5.600 km bestehender Gleise bis 2050 vor.
„Dies ist der erste derart umfassende und langfristige Plan zur Entwicklung des Schienenverkehrs in Polen.“
Erste Investitionen bis 2035
Die Regierung strebt an, die ersten 1.000 km neuer Gleise bis 2035 fertigzustellen. Zu diesem Paket gehört die 480 km lange „Y“-Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Warschau mit dem neuen Flughafen Port Polska, Łódź, Posen und Breslau verbindet und sich bereits in der Planungsphase befindet. Ebenfalls vor 2035 sollen der Abschnitt der Rail Baltica von Ełk nach Trakiszki, der Ausbau der Strecke Podłęże–Piekiełko sowie die grenzüberschreitende Verbindung Katowice–Ostrava in die Tschechische Republik realisiert werden.
Hochgeschwindigkeitskorridore und Netzumfang
Von den 4.700 km neuen Strecken sollen etwa 2.700 km als Hochgeschwindigkeitsstrecken (Kolej Dużych Prędkości, KDP) mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von mindestens 250 km/h gebaut werden. Das Netz wird aus 19 Hauptkorridoren bestehen und das bisherige Konzept der zehn Speichen ersetzen. Der Plan sieht zudem die Verlängerung der Centralna Magistrala Kolejowa (CMK) in Richtung Norden in die Dreistadt-Region (Danzig–Gdingen–Zoppot) sowie neue Verbindungen wie Posen–Stettin über Międzychód vor, die später Teil einer Schnellverbindung nach Berlin werden könnten.
Reisezeiten verkürzen: Die Ziele „100 Minuten“ und „3 Stunden“
Zwei zentrale Versprechen bilden den Rahmen des ZSK: „Polska 100 minut“ und „Polska 3 godziny“. Ersteres verspricht, dass Fahrten zwischen den größten polnischen Städten nicht länger als 1 Stunde und 40 Minuten dauern werden. Dem Plan zufolge sollen Reisen von Breslau, Posen, Danzig oder Bromberg nach Warschau, von Breslau nach Krakau sowie von Posen nach Danzig innerhalb von 100 Minuten möglich sein. Für Verbindungen quer durchs Land – etwa Warschau–Stettin, Krakau–Danzig oder Lublin–Breslau – werden etwa drei Stunden angestrebt.
- Warschau–Danzig
- 100 Minuten
- Posen–Stettin
- 65 Minuten
- Warschau–Stettin
- 175 Minuten
- Breslau–Danzig
- 160 Minuten
- Breslau–Warschau
- 100 Minuten
Daten aus dem Artikeltext
Finanzierung des 610-Milliarden-Złoty-Projekts
Die Gesamtkosten werden auf 610 Milliarden Złoty geschätzt, aufgeteilt in 410 Mrd. für den Neubau und 200 Mrd. für die Modernisierung bestehender Strecken. Die Regierung beabsichtigt, im Herbst einen Eisenbahnfonds (Fundusz Kolejowy) einzurichten, der Kredite aufnehmen kann, und Gelder umzuleiten, die zuvor für den Straßenbau vorgesehen waren.
- Neue Strecken
- 410 Mrd. zł
- Modernisierung bestehender Strecken
- 200 Mrd. zł
Daten aus dem Artikeltext
„Wir haben bereits eine recht ordentliche Eisenbahn, aber wir liegen immer noch hinter den besten europäischen Ländern zurück. Das ZSK soll eines der größten Probleme der polnischen Eisenbahn lösen – die sinkende Kapazität.“
Malepszak betonte, dass der Plan bis 2050 auf 720 Millionen Passagiere abzielt, gegenüber rund 439 Millionen im Jahr 2025, und sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr ausgelegt ist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- rmf24.plPonad pół biliona złotych na kolej. Rząd planuje rewolucję
- TVN24Z Warszawy do Gdańska w 100 minut. Rząd zapowiada pakiet inwestycji
- Głos WielkopolskiWielkie plany dla kolei w Wielkopolsce. Ma być szybciej w każdym kierunku
- www.gazetaprawna.pl610 miliardów złotych na kolejowe autostrady. Znamy rządowe plany do 2050 roku
- Maciej Lasek
- Regierungsbevollmächtigter für CPK und stellvertretender Infrastrukturminister
- Piotr Malepszak
- Stellvertretender Infrastrukturminister zuständig für Eisenbahnen
- Orte
- Warschau
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