Regierung · Warschau
Polnische Polizei rückt am Verfassungsgericht an, während Nawrocki zurückkehrt und das Gebäude betritt
Polizisten erreichten am Freitag, 30. Oktober, zwischen 17:00 und 18:00 Uhr das polnische Verfassungsgericht. Gegen 18:00 Uhr teilte das Gericht in einer Mitteilung mit, sein Präsident und sein Vizepräsident würden ihre Aufgaben einen Monat lang nicht wahrnehmen. Nawrocki betrat das Gebäude am frühen Samstagmorgen, nachdem er von seiner Reise in den Senegal umgekehrt war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, in.gr, BBC und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Beamte erreichten das Verfassungsgericht am 30. Oktober zwischen 17:00 und 18:00 Uhr, nach Angaben der Warschauer Polizei (KSP) aufgrund von Informationen der Richterin Anna Korwin-Piotrowska.
Eine Mitteilung gegen 18:00 Uhr besagte, Bogdan Święczkowski und Bartłomiej Sochański würden ihre Aufgaben einen Monat lang nicht wahrnehmen. Justizminister Waldemar Żurek beantragte die Aufhebung ihrer Immunität.
Nawrocki ließ sein Flugzeug auf dem Weg in den Senegal umkehren und betrat in den frühen Morgenstunden des Samstags, 31. Oktober, in Begleitung von Zbigniew Kapinski das Gebäude des Verfassungsgerichts.
Die Polizei nahm drei Personen fest, die über den Zaun auf das Gelände gesprungen waren; Berichte nennen zudem Gegenstände, die während des Protests auf Beamte geworfen wurden.
Von den sechs Richtern, die der Sejm am 13. März 2026 wählte, vereidigte Nawrocki nur Magdalena Bentkowska und Dariusz Szostek.
- 30.10.Polizei erreicht das Gerichtsgelände aufgrund von Informationen einer Richterin über mögliche Gefahren
- 30.10.Mitteilung auf der Website des Gerichts: Präsident und Vizepräsident nehmen ihre Aufgaben einen Monat lang nicht wahr
- 30.10.Drei Personen, die über den Zaun auf das Gelände gesprungen sind, werden festgenommen
- 31.10.Nawrocki betritt das Gebäude des Verfassungsgerichts, nachdem sein Flugzeug nach Warschau zurückbeordert wurde
Polizei erreicht das Gerichtsgelände
Am Freitag, 30. Oktober, trafen Polizeibeamte zwischen 17:00 und 18:00 Uhr auf dem Gelände des Verfassungsgerichts in Warschau ein. Die Warschauer Polizei (KSP) erklärte in einer Stellungnahme auf X, sie habe auf Informationen der Richterin Anna Korwin-Piotrowska über mögliche Gefahren für Leben oder Gesundheit der Richter und Mitarbeiter des Gerichts sowie über die Gefahr einer Störung der öffentlichen Ordnung gehandelt; die Erklärung sei nach 17:30 Uhr veröffentlicht worden. Blick berichtet, ein Schlüsseldienst habe am späten Freitagabend die Kette am Tor durchtrennt, doch die Polizei habe eine Gruppe von Oppositionsabgeordneten und den Gerichtspräsidenten Bogdan Święczkowski gestoppt, die hineingelangen wollten. Vor dem Gebäude versammelten sich Anhänger der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), und die Polizei meldete, drei Personen, die über den Zaun auf das Gelände gesprungen seien, seien festgenommen worden. Berichte schildern zudem, dass während des Protests Gegenstände auf Beamte geworfen wurden.
Eine Mitteilung, ein Immunitätsantrag und ein Staatsstreichvorwurf
Gegen 18:00 Uhr erschien auf der Website des Gerichts eine Mitteilung, wonach sein Präsident Bogdan Święczkowski und sein Vizepräsident Bartłomiej Sochański ihre Aufgaben einen Monat lang nicht wahrnehmen würden. Richterin Anna Korwin-Piotrowska sollte das Gericht übergangsweise leiten. Justizminister Waldemar Żurek erklärte, er habe die Aufhebung der Immunität beider Männer beantragt, damit strafrechtliche Vorwürfe gegen sie erhoben werden könnten. Das Gericht entgegnete auf seinem X-Account, die beiden Richter blieben rechtmäßig ernannte ranghohe Richter, und wer an diesen Maßnahmen mitwirke, begehe das Verbrechen eines Staatsstreichs. PiS-Chef Jarosław Kaczyński bezeichnete den Schritt als Putsch, während einige Teilnehmer mit Rosenkränzen und religiösen Bildern beteten und Demonstranten vor dem Gebäude „Tusk, Verräter“ skandierten.
Nawrocki lässt sein Flugzeug umkehren
Präsident Karol Nawrocki war auf dem Weg in den Senegal zu den Olympischen Jugendspielen in Dakar, als er sein Flugzeug umkehren ließ und in Warschau landete. Sein Stabschef erklärte, er habe in den frühen Morgenstunden des Samstags, 31. Oktober, in Begleitung von Zbigniew Kapinski, dem Präsidenten des Obersten Gerichts, das Gebäude des Verfassungsgerichts betreten. Von Fernsehsendern ausgestrahlte Aufnahmen zeigen die Spannungen, als der Präsident versuchte, das Gebäude zu betreten. Der Präsidentensprecher Rafal Lekiewicz veröffentlichte ein Video des Einzugs und erklärte, es sei eine Straftat dokumentiert worden, als Menschen versuchten, den Präsidenten zu blockieren; Maciej Berek, Tusks oberster Rechtsberater und Kandidat für das Verfassungsgericht, dessen Ernennung der Präsident blockiert hatte, veröffentlichte seinerseits ein Video und behauptete, Nawrocki habe Korwin-Piotrowska und andere Richter körperlich angegriffen. Beide Videos zeigen, wie der Präsident sich am Eingang gewaltsam an Menschen vorbeidrängt.
Der Streit um die Richter und Reaktionen im Ausland
Die seit 2023 amtierende Regierung Tusk will aus ihrer Sicht rechtswidrige Eingriffe der PiS-Ära in die Justiz rückgängig machen, während Nawrocki, im Amt seit August 2025, diese Bemühungen blockiert hat. Der Sejm wählte am 13. März 2026 sechs Richter, doch Nawrocki vereidigte nur Magdalena Bentkowska und Dariusz Szostek, während die übrigen, darunter Korwin-Piotrowska, ihren Eid bei einer Zeremonie im Sejm ablegten. Die Berichte gehen auseinander, wie vielen Richtern er die Vereidigung verweigerte; eine Angabe nennt drei, eine andere fünf. Der US-Botschafter Tom Rose rief zur Ruhe auf und sagte, beide Seiten verträten radikal unterschiedliche Darstellungen der Ereignisse, und die Tausenden, die sich am Gericht versammelt hätten, erhöhten die Spannung in einer ohnehin gefährlichen Lage. Polens Botschafter in Rumänien, Pawel Soloch, trat zurück, nachdem zuvor bereits der Leiter der diplomatischen Mission in China zurückgetreten war, und Tusk schrieb auf X, die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit sei ein schwieriger, manchmal schmerzhafter Prozess.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ΣΚΑΪPolen: Präsident Nawrocki ist am Verfassungsgericht eingetroffenΠολωνία: Ο πρόεδρος Ναβρότσκι έφθασε στο Συνταγματικό Δικαστήριο · Original auf Griechisch
- in.grPolitische Krise in Polen: Präsident eilt zum VerfassungsgerichtΠολιτική κρίση στην Πολωνία: Ο πρόεδρος σπεύδει στο Συνταγματικό Δικαστήριο · Original auf Griechisch
- BBCPolizei in Polen im Einsatz angesichts eines Machtkampfes zwischen Premierminister und Opposition um die Kontrolle des VerfassungsgerichtsDespliegan a la policía en Polonia ante un enfrentamiento entre el primer ministro y la oposición por el control del Tribunal Constitucional · Original auf Spanisch
- HandelsblattUmstrittener Justizumbau: Turbulenzen in Polen - Präsident besucht Verfassungsgericht
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, der sein Flugzeug aus dem Senegal zurückbeorderte und das Gebäude des Verfassungsgerichts betrat
- Donald Tusk
- Ministerpräsident Polens, dessen Regierung die richterlichen Ernennungen aus der PiS-Ära rückgängig machen will
- Jarosław Kaczyński
- Vorsitzender der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit, der den Schritt als Putsch bezeichnete
- Maciej Berek
- Tusks oberster Rechtsberater und Kandidat für das Verfassungsgericht
- Tom Rose
- US-Botschafter in Polen, der in dem Streit zur Ruhe aufrief
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