Verkehr · London

Oxford Street wird in erster Phase der Londoner Fußgängerzone autofrei

Fast ein Kilometer der Londoner Einkaufsstraße zwischen Orchard Street und Great Portland Street ist seit Montag, dem 26. Oktober 2026, für den allgemeinen Verkehr gesperrt; Fahrzeuge werden auf nahe gelegene Straßen umgeleitet.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Evening Standard, Spiegel Online, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 26.02.Der Bürgermeister genehmigt die Verkehrs- und Straßenänderungen für den ersten Abschnitt offiziell
  2. 26.10.Fast ein Kilometer der Oxford Street wird verkehrsfrei
  3. Frühjahr 2027Vorläufige Verbesserungen sollen abgeschlossen sein

Ein Kilometer für den Verkehr gesperrt

Am Montag, dem 26. Oktober 2026, wurde fast ein Kilometer der Oxford Street im Zentrum Londons für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Der gesperrte Abschnitt reicht von der Orchard Street bis zur Great Portland Street, Fahrzeuge werden nun auf nahe gelegene Straßen umgeleitet. Busse, Taxis, Mietwagen mit Fahrer, Privatwagen, Fahrräder, Roller und Rikschas können den Abschnitt nicht mehr befahren. Lieferungen sind von Mitternacht bis 7 Uhr erlaubt, Rettungsdienste können die Straße jederzeit erreichen. Vor der Änderung galt laut Spiegel Online montags bis samstags bereits ein Tagesverbot von 7 bis 19 Uhr, mit Ausnahmen für Busse und Taxis.

Bürgermeister Sadiq Khan begrüßte die Eröffnung mit deutlichen Worten:

„Ich bin enorm gespannt, meine kühne Vision für die Oxford Street ab heute Wirklichkeit werden zu sehen. Es ist ein wahrhaft bedeutsamer Tag für die Hauptstadt.“

Sadiq Khan, Bürgermeister von London

Khan beschrieb die Straße als neues lebendiges Ziel und sagte, das Vorhaben werde den Ort wiederbeleben, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Besucher anziehen. Der Evening Standard merkt an, dass das Gebiet dank der Elizabeth Line als Bürostandort immer beliebter geworden ist.

Ein Plan, der Jahre reifte

Pläne für eine Fußgängerzone reichen bis 2016 zurück, als Sadiq Khan die Idee in sein Programm als Bürgermeister aufnahm. Detaillierte Vorschläge wurden 2017 konsultiert, aber aufgegeben, nachdem der Westminster City Council seine Unterstützung zurückzog. Westminster blockierte 2018 auch einen früheren Versuch. Die Idee kehrte im September 2024 zurück, als Khan eine deutlich umfassendere Umgestaltung rund um ein Mayoral Development Area und die Oxford Street Development Corporation ankündigte. Eine öffentliche Konsultation Anfang 2025 ergab, dass 66 % der Befragten, die auf die Frage zur Fußgängerzone antworteten, die Verkehrsfreiheit der Straße befürworteten. Der Bürgermeister genehmigte die Verkehrs- und Straßenänderungen für den ersten Abschnitt am 26. Februar 2026 offiziell.

Zweifel wegen der Verkehrsbelastung

Kritiker sagen, das Vorhaben sei überstürzt worden, und die Sorge über umgeleiteten Verkehr und Staus bleibt bestehen. Anwohner von Fitzrovia, Mayfair und Marylebone lehnten den Plan wegen der Gefahr von verlagerter Lärm- und Schadstoffbelastung ab. Tim Barnes, stellvertretender Vorsitzender des Westminster City Council, sagte im September 2026, er sei besorgt über die Richtung des Projekts:

„Ich mache mir Sorgen, dass wir auf ein unkontrolliertes Chaos zusteuern.“

Tim Barnes, Stellvertretender Vorsitzender des Westminster City Council und Kritiker

Barnes hat zudem gesagt, Khan überstürze die Vorbereitungen. Neue Bushaltestellen in der Wigmore Street, der Henrietta Place und der Cavendish Place liegen etwa 200 Meter vom verkehrsfreien Bereich entfernt, und Busse werden nun durch die Wigmore Street in Marylebone geführt.

Was sich zuerst ändert

Der Straßenverlauf bleibt zunächst unverändert, und die erste Phase wird als „Test and Review“-Stufe beschrieben, die die endgültigen Entwürfe prägen soll. Die Oxford Street Development Corporation, die mit Transport for London zusammenarbeitet, rechnet damit, dass die vorläufigen Verbesserungen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen sind. Dazu gehört, die Fahrbahn zwischen Orchard Street und Duke Street sowie zwischen Old Cavendish Street und Holles Street auf das Niveau des Bürgersteigs anzuheben. Bis zum Frühjahr sollen mehr als 50 neue Bäume und mehr als 100 Sitzgelegenheiten, darunter Stühle und Bänke, in der Fußgängerzone hinzukommen. Poller werden installiert, Bushaltestellen entfernt und Bänke ersetzt. Nabeel Khan, Geschäftsführer der Corporation, räumt ein, dass das Ergebnis schwer vorherzusagen ist, und rechnet mit einem holprigen Start:

„Es wird eine Phase des Schocks geben, aber die Menschen werden sich anpassen.“

Nabeel Khan

Was für das West End auf dem Spiel steht

Der Evening Standard beziffert die jährlichen Ausgaben in der Oxford Street auf rund 3,1 Milliarden Pfund, bei etwa einer halben Million Besucher pro Tag. Spiegel Online nennt mit rund einer Million Passanten pro Tag eine höhere Zahl und schreibt, die Straße habe etwas von ihrem Glanz verloren, leerstehende Ladenlokale sowie billige Geschäfte und Souvenirstände hätten hochwertige Einzelhändler verdrängt. Spiegel Online beziffert die Umgestaltung auf etwa 178 Millionen Euro, während newsORF 150 Millionen Pfund nennt und diese in etwa 178 Millionen Euro umrechnet. Khan hofft, dass die Änderungen der Straße rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft neue Erlebnisse bringen – von Sport über Mode bis zu Kulturveranstaltungen.

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