Verkehr · Adamuz, Urda und Madrid

Opfer von Adamuz reichen Bahnsicherheitspakt im spanischen Kongress ein und fordern Unterschriften der Parteien bis zum 11. November

Der Verband will, dass alle Parteien bis zum 11. November um 14 Uhr eine öffentliche Selbstverpflichtung unterzeichnen. Die Ermittler stellten unterdessen fest, dass ein Schienenbruch in Adamuz 22 Stunden lang unbemerkt blieb, während 47 Züge über die Stelle fuhren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, La Razón, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Adamuz, Urda, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 5.11.AITAT veröffentlicht ihre Sicherheitsempfehlung; die Opfer reichen den Paktvorschlag im Kongress ein
  2. 6.11.Vize-Regierungschef Carlos Cuerpo trifft die Opfer
  3. 11.11.Frist für die Parteien zur Rücksendung der unterzeichneten Selbstverpflichtung

Paktvorschlag im Kongress eingereicht

Der Verband der Opfer von Adamuz hat einen Vorschlag für einen Pacto de Estado por la Seguridad Ferroviaria, la Atención a las Víctimas y la Justicia (Staatspakt für Bahnsicherheit, Opferhilfe und Justiz) bei der Ständigen Deputation des Kongresses eingereicht. Antonio Benítez Ostos, geschäftsführender Partner von Administrativando Abogados, der Kanzlei, die den Verband vertritt, übergab das Dokument; zudem verschickte der Verband es elektronisch an die Führung und die Generalsekretariate aller Parteien mit Sitzen im Parlament. Die Einreichung erfolgte am 5. November. Der Verband bat den Mesa des Kongresses, den Text unverzüglich an alle derzeit vertretenen Fraktionen weiterzuleiten, mit dem Argument, die Parteien müssten während der Vorwahlzeit dringend Stellung beziehen.

Mario Samper, Präsident des Verbands, sagte, die Gruppe verfolge keine parteipolitischen Ziele.

„Wir haben uns immer als unpolitische Vereinigung verstanden und haben kein Interesse daran, Wahlergebnisse in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen.“

Mario Samper

Die Parteien haben bis Mittwoch, 11. November, 14 Uhr Zeit, das unterzeichnete Compromiso Público de Adhesión zurückzusenden; der Verband kündigte an, am selben Tag zu veröffentlichen, wie stark sich jede Partei verpflichtet hat.

Drei Prioritäten für die nächste Legislaturperiode

Der Vorschlag nennt drei Prioritäten, die der Verband in den ersten 100 Tagen der nächsten Legislaturperiode umgesetzt sehen will. Die erste betrifft die Sicherheit im Bahnverkehr, einschließlich Investitionen, Prävention, Instandhaltung des Netzes und einer vollständig unabhängigen technischen Aufsichtsbehörde. Die zweite fordert einen koordinierten Rechtsrahmen, der nach Unfällen mit vielen Opfern medizinische, psychologische, soziale und juristische Hilfe garantiert. Die dritte zielt auf eine zügige und wirksame Justiz mit ausreichenden Mitteln für die Gerichte, Informationszugang für die Opfer und spezialisierten Gerichten für große Unglücke.

Was die Ermittler in Adamuz feststellten

Die technische Untersuchungsbehörde AITAT veröffentlichte am 5. November eine Sicherheitsempfehlung. Sie kam zu dem Schluss, dass ein vollständiger Schienenbruch auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla bei Adamuz (Córdoba) 22 Stunden lang unbemerkt blieb. Ein Spannungsabfall im Gleisstromkreis wurde am 17. Januar um 21:47 Uhr registriert, kurz nachdem der Renfe-Zug 2211 die Stelle passiert hatte, und der Messwert blieb bis zum Unfall am 18. Januar stabil. In diesem Zeitfenster passierten 47 Züge mehrerer Betreiber die Stelle, und bei mehreren zeigten sich Radspuren, die zum Bruch passen. Die Ursache des Bruchs ist noch nicht geklärt, da die Schienenproben noch im Labor analysiert werden. Die AITAT schrieb, die Behörde verlange von der Agencia Estatal de Seguridad Ferroviaria (AESF) und von Adif neue Erkennungsmaßnahmen, und stellte fest, dass

„die bestehenden Anlagen die Erkennung dieser Art von Bruch nicht gewährleisten.“

AITAT

Opferzahlen und der Unfall von Urda

Bei der Kollision von Adamuz zwischen Iryo 6189 und Alvia 2384 starben nach Angaben von La Razón und El País 46 Menschen. Am 28. Oktober stießen auf derselben Strecke Madrid–Sevilla bei Urda (Toledo) zwei Züge derselben Betreiber zusammen, wobei 69 Menschen starben. Die Untersuchung zu Adamuz überschneidet sich mit der gesonderten Untersuchung zu Urda.

Tote bei den Unglücken von Adamuz und UrdaTote
Adamuz (18. Januar)
46 Tote
Urda (28. Oktober)
69 Tote

Daten aus dem Artikeltext

Rücktritte und Unterstützung für die Opfer

El Mundo berichtet, dass Spaniens Verkehrsminister und der Präsident von Adif in den Tagen vor der Einreichung zurücktraten, beide nach dem Unfall von Urda. Samper sagte gegenüber El Mundo, die Rücktritte lösten nichts, und forderte die Präsidenten von AITAT und AESF sowie die ihnen unterstellten Führungskräfte zum Rücktritt auf. Er sagte zudem, eine 2013 nach dem Unglück von Angrois geschaffene Opferstelle habe sich nicht bei den Opfern von Adamuz gemeldet. Mehr als eine Woche nach Urda hätten die Opfer von Urda keinen Anruf aus dieser Stelle erhalten, so Samper. Vize-Regierungschef Carlos Cuerpo trifft die Opfer nach Angaben von El País am Freitag, 6. November.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen