Wahlen · Minneapolis

Konservative Aktivisten O'Keefe und Higby wegen Wahltricks in Minnesota beschuldigt

Die Staatsanwaltschaft von Hennepin County wirft den beiden Männern vor, bei der Vorwahl am 11. August an Wahllokalen in Minneapolis die Namen anderer Menschen verwendet zu haben. In keinem der Dokumente der Staatsanwaltschaft heißt es, dass tatsächlich eine Stimme abgegeben wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, The Telegraph, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Minneapolis · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 11.08.Das Duo soll Wahlhelfern während der Vorwahl in Minnesota die Namen registrierter Wähler genannt haben
  2. 13.08.Video der Aktion auf YouTube veröffentlicht
  3. 28.10.Staatsanwaltschaft beschuldigt O'Keefe und Higby des schweren Identitätsdiebstahls und der unzulässigen Stimmabgabe
  4. 16.11.Erste Gerichtstermine angesetzt, laut Gerichtsunterlagen

Vorwürfe wegen schwerer Straftaten erhoben

Die Staatsanwaltschaft von Hennepin County hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, James O'Keefe und Cam Higby wegen schweren Identitätsdiebstahls und unzulässiger Stimmabgabe beschuldigt. Beiden Männern wird vorgeworfen, bei der Beantragung von Stimmzetteln während der Vorwahl in Minnesota am 11. August ihre Identität falsch angegeben zu haben. Keines der Dokumente der Staatsanwaltschaft behauptet, dass tatsächlich ein Stimmzettel abgegeben wurde; auf jeden Mann entfällt pro Tatbestand ein Vorwurf. Die Staatsanwältin von Hennepin County, Mary Moriarty, kündigte die Verfahren auf einer Pressekonferenz an und betonte, der Kern des Problems sei nicht die provokative Natur der Aktion. Sie sagte:

„Es ist nicht illegal, performativ zu sein. Es ist nicht illegal, beleidigend zu sein.“

Mary Moriarty, Staatsanwältin von Hennepin County

Moriarty fügte hinzu, es sei illegal, ein Wahllokal zu betreten und die Identität anderer Menschen zu nutzen, um einen Stimmzettel zu beantragen – unabhängig davon, ob die Person wählen wolle. Die Höchststrafe für jeden Vorwurf beträgt fünf Jahre Haft, 10.000 Dollar Geldstrafe oder beides.

Was das Video zeigt

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, Wahlhelfern in Minneapolis die Namen und Adressen von vier registrierten Wählern genannt zu haben, ohne dass diese Wähler dem zugestimmt hätten. Versteckte Kameras zeichneten die Gespräche auf, und das Duo veröffentlichte später Videos, die sie in Kleidung zeigen, die der von manchen Muslimen getragenen ähnelt, während sie mit falschem Akzent sprachen. In einer Bildunterschrift zu dem Clip schrieb Higby, die Wahlhelfer in Minneapolis seien bereit gewesen, ihn und andere Außenstehende betrügerisch wählen zu lassen. Das Video wurde am 13. August auf YouTube veröffentlicht. Den Wahlhelfern kam das Verhalten verdächtig vor, sie meldeten es den Wahlbehörden, die die Polizei um Ermittlungen baten.

Die Vouching-Regel im Zentrum des Streits

Die Aktion zielte auf Minnesotas Vouching-Regel, die es einem registrierten Wähler in einem Stimmbezirk erlaubt, für die Identität und Adresse eines anderen Wählers zu bürgen, indem er einen Eid unterschreibt. Auch die Person, für die gebürgt wird, muss einen Eid unterschreiben und eine Führerschein- oder Ausweisnummer des Bundesstaates oder die letzten vier Ziffern einer Sozialversicherungsnummer angeben. Das Gesetz soll Menschen helfen, die erst kürzlich in den Bundesstaat gezogen sind, wählen zu können – nicht dazu dienen, dass registrierte Wähler nachgeahmt werden. Das Verfahren wird selten genutzt: Bei der Wahl im November 2024 wurden weniger als 0,6 % der abgegebenen Stimmen auf diese Weise abgegeben, wie aus der Website des Secretary of State von Minnesota hervorgeht. Das Büro der Staatsanwaltschaft von Hennepin County bestätigte, dass keiner der Männer den erforderlichen Eid unterschrieben hat; die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, beide Männer hätten bei der Beantragung von Stimmzetteln vorsätzlich ihre Identität falsch angegeben.

Reaktionen und nächste Schritte

Higby hat erklärt, er habe Schwachstellen in der Organisation der Wahlen in Minnesota aufdecken wollen, und in einer späteren Erklärung schrieb er:

„Ich habe nie gewählt, ich habe nie eine eidesstattliche Erklärung unterschrieben und ich habe nie gegen ein Gesetz verstoßen.“

Cam Higby, Politischer Kommentator und konservativer Content-Ersteller

Higby bezeichnete die Vorwürfe in sozialen Medien zudem als Lawfare und behauptete, sie zielten darauf ab, unabhängige Journalisten einzuschüchtern, die Wahlsysteme hinterfragen. Minnesotas Secretary of State Steve Simon erklärte am Mittwoch in einer Stellungnahme, jeder Versuch, Wahlhelfer zu täuschen, werde nicht toleriert. O'Keefe reagierte zunächst nicht auf Anfragen um Stellungnahme, und keiner der Männer hat sich bislang schuldig oder nicht schuldig bekannt. Laut Gerichtsunterlagen sind die ersten Gerichtstermine für beide am 16. November 2026 um 14 Uhr angesetzt.

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