Sicherheit · New York

Erzbistum New York zahlt über 800 Millionen Dollar an rund 1.300 Missbrauchsbetroffene

Das Erzbistum New York hat am Samstag, 24. Oktober, eine Einigung mit rund 1.300 Menschen bestätigt, die angeben, von Geistlichen sexuell missbraucht worden zu sein. Jeder Betroffene soll mindestens 250.000 Dollar erhalten, die formelle Unterzeichnung ist für Anfang November vorgesehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Deutsche Welle, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 2025Das Erzbistum begann, 300 Millionen Dollar für rund 1.300 Betroffene aufzubringen
  2. 24.10.Das Erzbistum bestätigte eine Einigung über mehr als 800 Millionen Dollar
  3. November 2026Formelle Unterzeichnung der Einigung Anfang November geplant

Die Einigung

Das Erzbistum New York hat am Samstag, 24. Oktober bestätigt, dass es eine Einigung mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch Geistliche erzielt hat. Die Gesamtsumme liegt bei mehr als 800 Millionen Dollar (rund 714 Millionen Euro, nach Angaben der Deutschen Welle). Die New York Times, die zuerst über den Vergleich berichtete, schrieb, die Einigung umfasse rund 1.300 Betroffene und jeder erhalte mindestens 250.000 Dollar, wobei je nach Schwere des Missbrauchs höhere Summen möglich seien. Der Vergleich soll Anfang November formell unterzeichnet werden und würde jahrelange Rechtsstreitigkeiten beenden.

Missbrauchsvergleiche im VergleichMio. USD
Erzbistum Los Angeles (2024)
880 Mio. USD
Erzbistum New York (2026, mindestens)
800 Mio. USD

Daten aus dem Artikeltext

Was offen bleibt

Der Anwalt Paul Mones, der einige der Kläger vertritt, sagte am Samstag in einem Telefoninterview, die Parteien hätten noch keine endgültige Einigung erzielt, es stünden nur noch wenige Details aus. Für die Betroffenen gibt es zwei Wege. Sie können den Vergleich annehmen und 250.000 Dollar erhalten, oder sie füllen ein Formular aus, in dem sie das Geschehene schildern, und nehmen an einem Verteilungsverfahren teil, das die individuelle Summe festlegt, erklärte Mones gegenüber dem Guardian. Der Vergleich werde vielen Klägern einen Abschluss bringen, die in ihren 60ern, 70ern und sogar 80ern seien, sagte er. Berichte besagen zudem, der Vergleich verringere das Risiko einer Insolvenz des Bistums – ein Schicksal, das das Erzbistum von New Orleans im Zuge ähnlicher Skandale ereilte.

Wie es zu den Ansprüchen kam

Der juristische Streit reicht bis ins Jahr 2006 zurück, als das Berufungsgericht des Staates New York sich weigerte, die Verjährungsfrist für Missbrauchsvorwürfe aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren auszusetzen. 2019 verabschiedete der Staat den Child Victims Act, der Betroffenen Zivilklagen bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres ermöglicht. Tausende Menschen reichten daraufhin Klagen ein, unter anderem gegen das Erzbistum, die Boy Scouts und Jeffrey Epstein. Vor seinem Rücktritt hatte Kardinal Timothy Dolan einen Fonds von 300 Millionen Dollar für die Opfer angekündigt. Ronald Hicks, im Dezember 2025 von Papst Leo XIV. ernannt, folgte Dolan als Erzbischof nach. Der Vergleich von New York ist die zweithöchste derartige Zahlung in den USA – übertroffen nur von der 880-Millionen-Dollar-Einigung im Erzbistum Los Angeles aus dem Jahr 2024.

Reaktionen von Erzbistum und Anwälten

Hicks schrieb in einer E-Mail an seine Priester, die der New York Times vorlag und an AFP weitergegeben wurde, das Erzbistum stehe kurz davor, den Betroffenen etwas Heilung anzubieten.

„Wir stehen kurz davor, so Gott will, allen Betroffenen ein gewisses Maß an Heilung und Versöhnung zu ermöglichen.“

Ronald Hicks, Erzbischof von New York

Jeff Anderson, ein Anwalt, der Betroffene vertritt und dessen Kanzlei 300 der Opfer repräsentiert, nannte das Ergebnis in einer Erklärung einen bedeutenden Schritt.

„Die einstimmige Zustimmung der Betroffenen, die Ansprüche gegen das Erzbistum New York geltend gemacht haben, ist ein starkes Zeichen im Ringen um Gerechtigkeit.“

Jeff Anderson, Anwalt

Der größere Skandal

Seit den frühen 2000er Jahren wird die katholische Kirche in den USA von einem breiten Missbrauchsskandal erschüttert. Medienberichte aus jener Zeit legten offen, dass Priester über Jahrzehnte Tausende Kinder sexuell missbraucht hatten und Kirchenvertreter Fälle häufig vertuschten oder die beschuldigten Priester versetzten, statt sie den Behörden zu melden. Bistümer im ganzen Land haben bereits Hunderte Millionen Dollar Schadenersatz gezahlt, einige haben Programme aufgelegt, die Opfer ohne langwierige Gerichtsverfahren entschädigen. Der Vergleich von New York regelt die Ansprüche in diesem Bundesstaat, doch der Kirche stehen weiterhin Klagen wegen mutmaßlichen Missbrauchs in anderen Bundesstaaten bevor.

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