Rund 100.000 Menschen haben sich in diesem Jahr für die Stimmabgabe im Ausland registriert, nach 39.000 im Jahr 2023. Das Wahllokal von Irina Djordjic in Vancouver wurde nach Toronto verlegt, rund 3.500 Kilometer entfernt.
Eine am 20. Oktober durchgeführte NSPM-Umfrage gab der Studentenliste 44,5 % gegenüber 42,7 % für die SNS, während die Wettquoten Vučić begünstigen.
Vučić legte im September das Präsidentenamt nieder, um den SNS-Wahlkampf zu führen, und will Ministerpräsident werden, falls die Partei am Sonntag, 25. Oktober, gewinnt.
Die Behörden nahmen am Mittwoch, 21. Oktober, sechs Menschen fest, wegen angeblicher Pläne für Unruhen am Wahltag, wie die AP berichtet.
Serbinnen und Serben im Ausland müssen bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag, 25. Oktober 2026, längere Wege zur Stimmabgabe auf sich nehmen, nachdem die Behörden einige Wahllokale verlegt haben. Irina Djordjic, die die kanadische und die serbische Staatsbürgerschaft besitzt, erfuhr, dass ihr Wahllokal in Vancouver nach Toronto verlegt wurde, rund 3.500 Kilometer entfernt, und um 2 Uhr morgens öffnen sollte, um der serbischen Zeit zu entsprechen. Rund 100.000 Menschen haben sich in diesem Jahr für die Stimmabgabe im Ausland registriert, verglichen mit 39.000 im Jahr 2023, und Tausende Auslandsseben in den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland stehen vor ähnlichen Problemen. Kritiker sagen, die Änderungen sollten Wähler im Ausland abschrecken, die Vučić möglicherweise weniger unterstützen. Außenminister Marko Djuric verteidigte die Entscheidungen und verwies auf die Zahl der registrierten Wähler sowie auf logistische, sicherheitsbezogene, räumliche und personelle Kriterien.
Daten aus dem Artikeltext
Djordjic, eine ehemalige Journalistin, die heute in Kanada als Fundraiserin arbeitet, beschrieb die praktische Belastung in einem Telefoninterview mit der Associated Press.
„Manche Leute haben kleine Kinder, manche können nicht so lange wegbleiben.“
Borko Stefanovic, Oppositionspolitiker und ehemaliger hochrangiger Beamter des Außenministeriums, sagte der AP, die Regierung habe alles getan, um Bürger im Ausland aus Angst vor Machtverlust an der Stimmabgabe zu hindern.
Am Mittwoch, 21. Oktober, säumten Tausende die Straßen von Belgrad, als Studenten, die mehrere Tage lang quer durch das Land marschiert waren, in der Hauptstadt ankamen. Am selben Tag sprach Vučić vor Tausenden Anhängern bei einer Kundgebung in der südlichen Stadt Niš, wo er sich zuversichtlich zeigte, dass seine Serbische Fortschrittspartei am Sonntag gewinnen werde. Er wiederholte auch Vorwürfe, Studenten und ihre Professoren handelten auf Anweisung aus dem Ausland, um das Land zu destabilisieren.
„Es wird keine Politik mehr in Schulen und an Fakultäten geben.“
Die Behörden nahmen am Mittwoch sechs Menschen fest, wegen angeblicher Pläne für Unruhen am Wahltag, und Regierungskritiker sagen, ähnliche Festnahmen vor früheren Protesten hätten Demonstranten einschüchtern sollen. Die abschließende Studentenkundgebung ist für Donnerstag, 22. Oktober, auf dem Slavija-Platz in Belgrad geplant, wo die Studenten während der Proteste ihre größten Versammlungen abhielten.
Das Rennen ist knapp. Eine am 20. Oktober durchgeführte NSPM-Umfrage gab der Studentenliste 44,5 % und der SNS 42,7 %, während die Wettquoten laut Reuters Vučić begünstigen. Andere Erhebungen weichen stark ab; eine zeigt die Liste fast 10 Prozentpunkte vorn. Die Studentenliste tritt mit 250 Kandidaten an, darunter Universitätsprofessoren, Schauspieler, Landwirte und ein populärer Rapper. Die Wahlbeteiligung dürfte hoch sein, was laut AP vermutlich den Studenten zugutekommt.
Daten aus dem Artikeltext
Die Medien von Vučićs Wahlkampf haben seinen Rivalen vorgeworfen, Ratko Mladic zu verunglimpfen, einen General, der wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Massaker von Srebrenica 1995 verurteilt wurde. Mladic starb im August in Haft in Den Haag und wurde im September in Belgrad mit militärischen Ehren beigesetzt. Ein Vučić nahestehender Soziologieprofessor an der Universität Belgrad, Vladimir Vuletic, sagte, die meisten Serben wüssten, dass Mladic Verbrechen begangen habe, doch ethnisch-nationalistische Loyalitäten überwögen oft die Vernunft.
„Das ist ein Identitätsproblem, kein rationales Problem.“
Internationale Wahlbeobachter und die Europäische Union haben laut HotNews Bedenken zur Sicherheit und Fairness der Wahl geäußert. Analysten befürchten, dass beide Seiten in der Wahlnacht den Sieg für sich beanspruchen könnten, falls das Ergebnis nach Schließung der Wahllokale am Sonntag knapp bleibt. Sollte die SNS erneut gewinnen, wird erwartet, dass Vučić als Ministerpräsident zurückkehrt, nachdem er im September das Präsidentenamt niedergelegt hatte, um den Wahlkampf zu führen.
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Pollar unterstützenWahlen · Belgrad, Niš und Novi Sad
Serbien hält am Sonntag, 25. Oktober 2026, eine vorgezogene Parlamentswahl ab, bei der die Studentenliste und Aleksandar Vučićs SNS in den Umfragen dicht beieinanderliegen. Die Behörden haben einige Wahllokale im Ausland verlegt, sodass Auslandsseben längere Wege zur Stimmabgabe auf sich nehmen müssen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von der Standard, Financial Times News, Neue Zürcher Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht .