Wirtschaft · Singapur, Hongkong und Peking
Nvidia verpflichtet Cloud-Partner, mindestens 51 % der Leistungen an nicht-chinesische Kunden zu verkaufen
Nvidia hat seinen Cloud-Partnern mitgeteilt, dass mindestens 51 % ihrer Leistungen an nicht-chinesische Unternehmen gehen müssen, wie aus einem am 3. November 2026 veröffentlichten Bericht der Financial Times hervorgeht. Die mündliche Regel gilt für neue Verträge weltweit und lässt bestehende Leasingvereinbarungen unberührt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von De Standaard, La Libre.be, The Next Web und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Kunden müssen mindestens 51 % ihrer Leistungen an nicht-chinesische Unternehmen weitergeben, so fünf von der Financial Times zitierte Personen. Die Regel gilt nur für neue Verträge, weltweit, und lässt bestehende Vereinbarungen unberührt.
Nvidias Vertrieb und die Regionalteams gaben die Vorgabe Berichten zufolge mündlich weiter, ohne schriftliche Dokumente; vor dem 3. November 2026 hatte das Unternehmen keine solche Beschränkung erlassen.
Ein B300-Rack mit acht Blackwell-GPU-Chips wurde im Oktober 2026 in China für 18,5 Mio. Rmb (2,8 Mio. USD) verkauft, international kostet es etwa 600.000 USD.
Z.AI und Minimax fielen am 3. November 2026, dem Tag des FT-Berichts, im Hongkonger Handel um 8 %.
- Oktober 2026Ein B300-Rack wird in China auf dem Schwarzmarkt für 18,5 Mio. Rmb (2,8 Mio. USD) verkauft
- Ende Oktober 2026Die New York Times berichtet über eine chinesische Spionageoperation mit dem Ziel Jensen Huang
- 3.11.Die Financial Times berichtet über Nvidias 51-%-Regel für neue Cloud-Verträge
Eine mündliche Regel für neue Verträge
Die Financial Times berichtete am 3. November 2026, Nvidia habe seine Rechenzentrumspartner angewiesen, das China-Geschäft zu begrenzen; Cloud-Anbieter müssten mindestens 51 % ihrer Leistungen an nicht-chinesische Unternehmen weitergeben. Die Zeitung beruft sich auf fünf mit der Sache vertraute Personen, denen zufolge die Vorgabe nur für neue Verträge gilt und bestehende Leasingvereinbarungen unberührt lässt. Diesen Quellen zufolge gab Nvidia die Anweisung mündlich über seinen Vertrieb und seine Regionalteams weiter, nicht schriftlich, und zuvor habe es keine solche Beschränkung gegeben. Die Regel gilt für Kunden weltweit, nicht nur für Rechenzentren in Asien. Nvidia wollte den Bericht auf Anfrage von AFP weder bestätigen noch dementieren. In einer Erklärung warb das Unternehmen für Infrastruktur nach amerikanischer Bauart im Ausland:
„Rechenzentren und Clouds, die auf amerikanischen Chips aufbauen, sind das Fundament, das amerikanische Modell- und Anwendungsentwickler brauchen, um weltweit konkurrieren zu können.“
Warum die Beschränkungen chinesische KI-Firmen treffen
Viele chinesische Konzerne haben für fortgeschrittene KI-Arbeit, darunter das Training von Modellen, Rechenkapazität bei Cloud-Anbietern außerhalb Chinas gemietet, und genau diesen Weg ins Ausland versucht Washington seit Jahren zu schließen. Die USA beschränken seit 2022 den Verkauf der fortschrittlichsten Nvidia-Chips nach China, doch die Hardware gelangt weiterhin durch Schmuggel ins Land. Anfang 2026 wurden mehrere leitende Mitarbeiter des Serverherstellers Super Micro beschuldigt, Nvidia-KI-Server im Wert von rund 2,5 Mrd. USD nach China gebracht zu haben. Chinesische KI-Aktien gerieten am Tag des Berichts unter Druck: Z.AI und Minimax fielen in Hongkong um 8 %. Chinesische Technologieunternehmen sind zudem die größten Kunden südostasiatischer Rechenzentren, ein Nachfragerückgang würde diese Betreiber daher direkt treffen.
Schwarzmarktpreise und Engpässe
Ein B300-Rack mit acht Blackwell-GPU-Chips wurde im Oktober 2026 in China für 18,5 Mio. Rmb (2,8 Mio. USD) verkauft, so eine Person mit direkter Kenntnis des Geschäfts, die die FT zitiert. Dasselbe Rack kostet international etwa 600.000 USD – eine Lücke, die die FT auf die Knappheit in China zurückführt. Die FT berichtete zudem, Nvidias Vorgehen habe bei chinesischen Technologieunternehmen eine wachsende Knappheit an fortschrittlicher Rechenleistung erzeugt. Anfang 2026 hatte die Zeitung berichtet, Nvidia habe eine Liste von Unternehmen erstellt, die strengere Prüfungen zur Umleitung von Chips durchlaufen hätten. Ein in Singapur ansässiger Cloud-Konzern sagte, es sei „schwierig, außerhalb der USA genügend nicht-chinesische Kunden zu finden“, und fügte hinzu, bei strikter Durchsetzung der Regel „wird das dem Geschäft definitiv schaden“.
- Internationaler Preis (etwa)
- 600000 USD
- Schwarzmarktverkauf in China, Oktober 2026
- 2800000 USD
Daten aus dem Artikeltext
Spionagevorwürfe und Pekings Antwort
Die neue Regel folgt auf einen Bericht der New York Times von Ende Oktober 2026, wonach Jensen Huang Ziel einer chinesischen Spionageoperation gewesen sei. Die NYT nannte einen in Singapur ansässigen Rechenzentrums-Manager, der als Huang nahestehend beschrieben und verdächtigt wird, sensible Informationen an Peking weitergegeben zu haben. Demselben Bericht zufolge wurde Donald Trump etwa ein Jahr zuvor über die Erkenntnisse der US-Geheimdienste informiert, entschied sich aber nicht einzugreifen, aus Sorge vor Störungen von Nvidias Chipverkäufen und einer weiteren Belastung der amerikanisch-chinesischen Handelsbeziehungen. La Libre weist darauf hin, dass Huawei mit Unterstützung der chinesischen Behörden seine Position auf dem chinesischen Chipmarkt gestärkt hat. Auf Fragen zur Geschichte der Financial Times sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, sie habe keine Kenntnis davon, und äußerte die Hoffnung, alle Seiten möchten Unternehmen aus jedem Land ein „faires, transparentes und nicht diskriminierendes Geschäftsumfeld“ bieten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- De StandaardNvidia legt Rechenzentren Beschränkungen auf: Nur eine Minderheit der Kunden darf noch chinesisch seinNvidia legt datacenters beperkingen op: alleen minderheid van de klanten mag nog Chinees zijn · Original auf Niederländisch
- La Libre.beNach dem Verdacht chinesischer Spionage gegen seinen Chef trifft der Gigant Nvidia eine Entscheidung gegen PekingAprès les soupçons d'espionnage chinois visant son patron, le géant Nvidia prend une décision contre Pékin · Original auf Französisch
- The Next WebNvidia weist Cloud-Partner an, das Chinageschäft auf 49% zu begrenzen, berichtet FTNvidia tells cloud partners to cap Chinese business at 49%, FT reports · Original auf Englisch
- Il Sole 24 ORENvidia: weist seine Rechenzentrumspartner an, das Engagement in China zu reduzieren (FT)Nvidia: ordina a propri partner di data center di ridurre esposizione a Cina (FT) · Original auf Italienisch
- Jensen Huang
- Vorstandsvorsitzender von Nvidia, laut New York Times Ziel einer chinesischen Spionageoperation
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, laut NYT über die Spionageerkenntnisse informiert, entschied sich aber nicht einzugreifen
- Mao Ning
- Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, die auf Fragen zum FT-Bericht antwortete
- Organisationen
- Nvidia
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