Regierung · Den Haag

BBB, JA21 und SGP stellen weitreichende Forderungen für Unterstützung des Steuerplans

BBB hat sich mit JA21 und SGP zu einem Bündnis zusammengeschlossen, das dem niederländischen Minderheitskabinett Unterstützung für seinen Steuerplan anbietet – im Gegenzug für Änderungen in der Stickstoff-, Asyl- und Abtreibungspolitik.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von gelderlander.nl, de Volkskrant, Het Parool und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Den Haag · Niederlande

Ein gemeinsames Angebot von rechts

Am Donnerstag, 29. Oktober, stellten BBB, JA21 und SGP ihr Bündnis vor und schickten dem Kabinett einen Brief, in dem sie Unterstützung für den Steuerplan und die übrigen Haushalte anbieten. Im Gegenzug verlangen sie große Änderungen an den Plänen von D66, VVD und CDA. Die drei Parteien verhandeln nun gemeinsam mit dem Minderheitskabinett, und JA21-Chef Joost Eerdmans sagte, sie würden gemeinsam stehen oder fallen.

„Gemeinsam raus oder gemeinsam nach Hause.“

Joost Eerdmans, JA21-Chef

BBB bringt elf Sitze im Senat ein, womit dem Trio noch immer ein Sitz zur Mehrheit in der Eerste Kamer fehlt. Der linke Weg über PRO und Volt würde dem Kabinett eine Mehrheit in beiden Kammern sichern.

Forderungen zu Steuern und Stickstoff

Am größten ist das Paket bei den Steuern. Die drei Parteien wollen die Bürger vom Freiheitsbeitrag verschonen, jener Abgabe, die die Verteidigungsausgaben finanzieren soll, und sie wollen eine deutliche Senkung der Steuerlast statt nur der Streichung dieser Abgabe. Das Kabinett hat bereits versprochen, die Belastungserhöhungen für die Verteidigung fallen zu lassen, doch dem Trio geht das weit darüber hinaus.

Beim Stickstoff verlangt BBB nicht mehr den vollständigen Rückzug des Stickstoffplans, wohl aber große Änderungen. Das Kabinett will in Gebieten mit hoher Stickstoffbelastung einen Abstand von 1.000 Metern zu landwirtschaftlichen Betrieben, und die drei Parteien wollen diesen auf 250 Meter senken. Zudem sollen die Obergrenze für Kühe pro Hektar, der erzwungene Rückgang der Tierbestände und der Entzug von Genehmigungen entfallen. Dass die Stickstoffziele mit diesen Forderungen erreicht werden, gilt laut Volkskrant als unwahrscheinlich.

Forderungen zu Asyl und Abtreibung

JA21 will eine schriftliche Garantie, dass Gemeinden niemals gezwungen werden können, Asylsuchende aufzunehmen – ein Punkt, der den Positionen von D66 und CDA widerspricht. Die drei Parteien wollen außerdem das Verteilungsgesetz abschaffen, den vorübergehenden Asylstatus aller Syrer neu bewerten und die Asylaufnahme außerhalb Europas aufbauen. Asylminister Bart van den Brink (CDA) sagte am Donnerstagmorgen erneut, die Befugnis werde gebraucht, um das Verteilungsgesetz umzusetzen.

Die SGP will einen Stopp bei medizinethischen Fragen, was Pläne zur Ausweitung von Rechten bei Abtreibung und Leihmutterschaft einfrieren würde. Die Volkskrant berichtet, die SGP habe sich zuletzt von Gesprächen mit dem Kabinett ferngehalten, nachdem sie gegen Gesundheitsministerin Sophie Hermans wegen der Abtreibungspolitik einen Misstrauensantrag eingebracht hatte.

Reaktion in der Koalition

Insider der Koalition sehen in dem Paket eine Liste unrealistischer Forderungen statt eines echten Angebots. Ein Minister fragte laut Gelderlander, ob diese Parteien überhaupt einen Deal wollten, und sagte, JA21 seien bereits fast alle ihre früheren Asylforderungen erfüllt worden. Auf die Bitte um eine Reaktion am Donnerstagmorgen sagte Bart van den Brink, er werde nicht antworten:

„Das Kabinett spricht weiter mit allen Parteien, deshalb werde ich mich vorerst nicht äußern.“

Bart van den Brink, CDA-Vize-Ministerpräsident und Asylminister im Kabinett

D66, VVD und CDA hatten diese drei Forderungen in früheren Runden abgelehnt, und die VVD lehnt einen Deal allein mit PRO und Volt ab. Der linke Weg könnte attraktiver geworden sein, da PRO und Volt in dieser Woche eine konstruktive Haltung zeigten. Ihre Positionen unterscheiden sich jedoch weiterhin deutlich von denen der VVD, denn PRO und Volt wollen Vermögende stärker besteuern, was die VVD nicht akzeptiert. NOS berichtet, auch die linken Parteien würden Teile des rechten Pakets nicht unterstützen.

Wie es weitergeht

Am Montag, 26. Oktober, forderte Ministerpräsident Rob Jetten die Parteien auf, den Steuerplan nach seinem Inhalt zu beurteilen und keine weiteren Forderungen daran zu knüpfen. Das Kabinett will breite Unterstützung mit 100 Sitzen in der Zweiten Kammer, während die Opposition sagt, das sei nicht möglich, und das Kabinett müsse sich zwischen den beiden Wegen entscheiden. Die Spitze des Kabinetts kommt am Donnerstagnachmittag mit Jetten, den Vize-Ministerpräsidenten Bart van den Brink (CDA) und Dilan Yesilgöz (VVD) sowie Finanzminister Eelco Heinen (VVD) zusammen, um einen Ausweg zu suchen.

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