Konflikte · Tel Aviv, Palmachim und Washington

Netanyahu drängte Trump zu einem Angriff auf den Iran vor der Wahl am 27. Oktober

Netanyahu hat Washington gedrängt, die Angriffe auf den Iran vor der Wahl am Dienstag wieder aufzunehmen, doch die USA sollen abgelehnt haben, und Israels Armeechef warnte, ein Krieg würde die Abstimmung stören. Israel hat seine Pläne vorerst verschoben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, NEWS 24/7, H Kαθημερινή und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tel Aviv, Palmachim, Washington · Israel, Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. Woche vom 19. Oktober 2026Israel bereitet die Wiederaufnahme der Angriffe auf den Iran vor; US-Beamte bitten um Aufschub
  2. 25.10.Channel 12 berichtet über Zamirs Forderung nach rechtlichen Garantien; Trump ruft die Israelis auf, Netanyahu zu wählen
  3. 26.10.Verteidigungsminister Israel Katz bestreitet Spannungen zwischen Regierung und Militär wegen des Iran
  4. 27.10.In Israel finden Parlamentswahlen statt

Washington lehnte einen Angriff vor der Wahl ab

Netanyahu drängte die Regierung Trump, vor der Wahl am Dienstag neue Angriffe auf den Iran zu starten, wie CNN unter Berufung auf US-Beamte und eine israelische Sicherheitsquelle berichtet. Washington lehnte es ab, den Krieg vor der Abstimmung wieder aufzunehmen. Eyal Zamir, Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, soll den Vorsitzenden der US-Generalstäbe, Dan Caine, gewarnt haben, ein Krieg würde die Wahlen stören. Trump soll es abgelehnt haben, die Angriffe zu wiederholen, und US-Beamte baten Israel, sich zurückzuhalten, bis Washington bereit sei, den Krieg wieder aufzunehmen.

Warum Israel sich zurückhält

Israel soll sich in der vergangenen Woche darauf vorbereitet haben, seine Angriffe wieder aufzunehmen, und drängte Washington, sich zu beteiligen. Vorerst sind diese Pläne ausgesetzt, weil Israels Bestände an Abfangraketen erschöpft sind und das Land US-Hilfe braucht, um die Raketen abzufangen, die der Iran als Vergeltung abfeuern würde. Die CNN-Quelle beschrieb den Streit so, dass Netanyahu einen gemeinsamen Angriff vor der Wahl wollte, während Trump das grüne Licht zurückhielt. Alle Berichte besagen, dass die Angriffe vorerst verschoben sind, doch Israel bereitet sich darauf vor, den Krieg gegen den Iran an der Seite der Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen, höchstwahrscheinlich nach den US-Zwischenwahlen.

Der Bericht von Channel 12 und die Dementis

Israels Sender Channel 12 berichtete am Sonntagabend, dem 25. Oktober, Zamir habe eine eingehende Erörterung mit Netanyahu über eine mögliche Operation verlangt, die zu einer Konfrontation mit dem Iran führen könnte. Dem Sender zufolge wollte Zamir zudem rechtliche Garantien und von politischen Führern unterzeichnete Dokumente, bevor irgendetwas unternommen werde. Channel 12 erklärte, der Bericht sei mit Genehmigung der Militärzensur veröffentlicht worden, und die Spannungen seien während einer am Sonntag auf dem Luftwaffenstützpunkt Palmachim abgehaltenen Erörterung sichtbar gewesen. Ungenannte politische Quellen wiesen den Bericht als absolute Lüge zurück, während Verteidigungsminister Israel Katz am Montag, dem 26. Oktober, bestritt, dass es zwischen Regierung und Militär Spannungen wegen des Iran gebe.

Trumps Wahlempfehlung und Netanyahus Atomkriegs-Bild

Am Sonntag, dem 25. Oktober, veröffentlichte Trump auf Truth Social einen Beitrag, in dem er die Israelis aufforderte, sich bei ihrer Stimme daran zu erinnern, dass Netanyahu ein herausragender Premierminister und Kämpfer gewesen sei. Der Beitrag erschien eine Woche nach Trumps erster öffentlicher Unterstützung für Netanyahu und wenige Stunden, nachdem Axios berichtet hatte, Netanyahu habe Trump gedrängt, sich erneut öffentlich zu äußern. Trump nannte eine Inflationsrate von 301 Prozent im Iran und eine Seeblockade, die dessen Ölexporte abgeschnitten habe; die Artikel geben diese Behauptungen als seine eigenen wieder. Am selben Tag teilte Netanyahu ein KI-generiertes Bild einer Pilzwolke über Tel Aviv und verbreitete damit einen Beitrag des rechten Kommentators Yuval Blumberg über eine existenzielle Bedrohung durch den Iran weiter. Zwei Tage vor der Wahl warnte Netanyahu, die Unterstützung eines anderen Kandidaten könne die Israelis einem zweiten Holocaust aussetzen, und er tat die Streitigkeiten in der Regierung, darunter Qatargate, als Nebelkerze ab.

Umfragen und die Schwelle von 61 Sitzen

Keiner der beiden großen Blöcke erreicht allein die 61 Sitze, die zur Regierungsbildung nötig sind. Die letzten vier Umfragen ergeben im Durchschnitt 49,5 Sitze für Netanyahus Koalition und 54 für den oppositionellen Block, während die arabischen Parteien, die außerhalb beider Blöcke stehen, rund 14,5 Sitze gewinnen.

Durchschnittliche Sitze in den letzten vier israelischen Umfragen nach BlockSitze
Netanyahus Koalition
49.5 Sitze
Oppositionsblock
54 Sitze
Arabische Parteien (außerhalb beider Blöcke)
14.5 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Die Regierungskoalition aus Likud, ultraorthodoxen und rechtsextremen Parteien kommt Prognosen zufolge auf 42,9 bis 47,2 Prozent der Stimmen. Der Politikwissenschaftler Ofer Kenig sagt, die Umfragen zeigten eine stabile Mehrheit für den Block gegen Netanyahu, doch diese Mehrheit schließe die arabischen Parteien ein.

Eisenkot und Netanyahus Bilanz

Gadi Eisenkot, ein ehemaliger Armeechef, dessen Sohn im Gazastreifen getötet wurde, führt die Mitte-Liste Yashar an. Bei einer Kundgebung am Sonntag in Tel Aviv warnte er, vier weitere Jahre der derzeitigen Regierung wären eine gefährliche Illusion. Eisenkot lehnt einen palästinensischen Staat ab und fordert die Zerstörung oder Auflösung des militärischen Flügels der Hamas. Netanyahu ist seit mehr als 18 Jahren an der Macht und damit Israels am längsten amtierender Premierminister; er war am 7. Oktober 2023 im Amt, als die Hamas im Süden Israels 1.200 Menschen tötete und 251 verschleppte. Seit 2019 sieht er sich in drei Fällen mit Strafverfahren wegen Korruption, Bestechung und Betrug konfrontiert, und eine unabhängige UN-Kommission hat ihm Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Reuters

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