Gesundheit & Bildung · Guildford, Belfast und Cork

Studie: Wechsel von Milchprodukten zu pflanzlicher Milch könnte die Jodzufuhr senken

Eine Studie in Lancet Planetary Health ergab, dass ein teilweiser Wechsel von Milchprodukten zu pflanzlicher Milch, Joghurt und Käse bei britischen Teenager-Mädchen und jungen Frauen zu einer zu geringen Jodzufuhr führen könnte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von inews.co.uk, LBC, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Guildford, Belfast, Cork · Vereinigtes Königreich, Irland

Was die Studie ergab

Ein Beitrag in Lancet Planetary Health argumentiert, dass der Wechsel von Milchprodukten zu pflanzlichen Lebensmitteln zu einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen führen kann und dass selbst ein teilweiser Wechsel dieses Risiko birgt. Die Analyse stammt von Forschenden der University of Surrey und der Queen's University Belfast, Erstautorin ist Dr. Sarah Bath. Das Team untersuchte 146 pflanzliche Milchsorten, 76 Joghurts und 67 Käseprodukte und erfasste Jod, Kalzium sowie die Vitamine B2 und B12. Jod zeigte den stärksten Rückgang der vier Nährstoffe. Die Anreicherung war lückenhaft: 12 % der Produkte enthielten zugesetztes Jod, 61 % zugesetztes Kalzium, 46 % zugesetztes Vitamin B12 und 19 % zugesetztes Riboflavin (Vitamin B2).

Anteil pflanzlicher Produkte mit zugesetztem Nährstoff%
Kalzium
61 %
Vitamin B12
46 %
Riboflavin (B2)
19 %
Jod
12 %

Daten aus dem Artikeltext

Jod und die besonders betroffenen jungen Frauen

Die Schilddrüse benötigt Jod zur Hormonproduktion, und ein Mangel kann Müdigkeit, Gewichtszunahme und eine schlechtere Gehirnfunktion verursachen. In Großbritannien wird dem Speisesalz kein Jod zugesetzt, daher sind Milchprodukte seit Langem eine wichtige Quelle, da das Viehfutter mit dem Mineral ergänzt wird. Die Modellrechnung ergab, dass ein Austausch von 20 bis 35 % der Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen den Anteil der Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren mit unzureichender Jodzufuhr von 54 % auf 65 % erhöhte und den Anteil der Frauen im Alter von 19 bis 49 Jahren von 32 % auf 42 %. Bei einem vollständigen Austausch erreichte der Wert 80 % bei Teenager-Mädchen und 72 % bei Jungen gleichen Alters. Kinder beziehen etwa die Hälfte ihres Jods aus Milchprodukten, Erwachsene etwa ein Drittel, und mehr als die Hälfte der britischen Teenager-Mädchen liegt bereits unter dem Bedarf, so die Forschenden.

Unzureichende Jodzufuhr, Mädchen im Alter von 14–18 Jahren%
Übliche Ernährung
54 %
20–35 % der Milchprodukte ersetzt
65 %
Alle Milchprodukte ersetzt
80 %

Daten aus dem Artikeltext

Bath brachte das Risiko mit der fehlenden Salzjodierung in Großbritannien in Verbindung.

„Großbritannien ist besonders anfällig für eine Jodunterversorgung, weil es keine Politik zur Jodanreicherung gibt – etwa eine universelle Salzjodierung, wie sie viele andere Länder haben.“

Sarah Bath

Kalzium, Riboflavin und Vitamin B12

Kalzium unterstützt die Gesundheit von Knochen und Zähnen sowie die Muskelkontraktion, einschließlich des Herzschlags. Bei einem vollständigen Austausch stieg die unzureichende Kalziumzufuhr bei Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren von 30 % auf 47 % und bei Mädchen gleichen Alters von 54 % auf 70 %. Riboflavin folgte einem ähnlichen Muster: Die Unterversorgung bei Männern im Alter von 19 bis 49 Jahren stieg nach einem vollständigen Austausch von 14 % auf 26 %, bei Frauen von 29 % auf 50 %. Selbst ein halber Austausch erhöhte den Wert bei den Frauen auf 39 %. B12 unterstützt die Nervenfunktion und die Gesundheit der Blutzellen, und in Großbritannien gibt es keine formale Vorgabe, dass pflanzliche Alternativen mit Mikronährstoffen angereichert sein müssen.

Offizielle Empfehlungen und der Klimadruck

Der NHS bezeichnet Käse und Butter als reich an gesättigten Fettsäuren, die schlecht fürs Herz sind, und rät, fettarme Milch oder pflanzliche Alternativen zu wählen. Hafermilch ist in der Regel die beliebteste pflanzliche Wahl. Das UK Climate Change Committee, das die Regierung berät, verfolgt Netto-Null-Ziele, zu denen eine Verringerung des Fleisch- und Milchproduktkonsums um ein Fünftel bis 2030 und um ein Drittel bis 2050 gehört. Ty Beal, Lebensmittelforscher bei der Swiss Global Alliance for Improved Nutrition, der nicht an der Studie beteiligt war, äußerte sich klar zum vollständigen Verzicht auf Milchprodukte. Beal sagte:

„Der strikte Verzicht auf [Milchprodukte] ist extrem. Selbst eine Reduzierung ist ein Risiko.“

Ty Beal

Was die Forschenden als Nächstes fordern

Die Forschenden fordern, vegane Milchalternativen anzureichern, wobei Jod Priorität hat. Bath sagte, junge Frauen und Frauen im gebärfähigen Alter hätten die niedrigste Zufuhr, und diese Lebensphase sei wichtig, weil Jod darin eine besonders wichtige Rolle spiele. Katie Nicol, Forschungsstipendiatin an der University of Surrey, ist Mitautorin des Beitrags, auch das UCC Cork Centre for Vitamin D and Nutrition Research war beteiligt. Jodangereicherte Produkte machten nur 12 % der untersuchten Artikel aus. Kinder, Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen benötigen mehr Jod für die Gehirnentwicklung, weshalb das Risiko für sie als besonders hoch gilt.

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