Energie & Handel · Brüssel

EU-Botschafter unterstützen einjährige Verschiebung der Methan-Importregeln auf 2028

Die Botschafter der Mitgliedstaaten einigten sich am Freitag, 6. November 2026, in Brüssel darauf, die Methanpflichten für Importeure auf 2028 zu verschieben, während das Europäische Parlament eine Verschiebung um drei Jahre fordert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Telegraaf, der Standard, Bayerischer Rundfunk und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Brüssel · Belgien
Wie es dazu kam
  1. 1.01.Nach dem ursprünglichen Zeitplan würde die Nachweispflicht bei Lieferverträgen gelten
  2. Mitte 2027Die Kommission prüft Datenverfügbarkeit und Zertifizierungsstellen und kann die Regeln verlängern
  3. 2028Die Importpflichten würden ein Jahr später als geplant gelten

Was die Botschafter beschlossen

Am Freitag, 6. November 2026, kamen die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel zusammen, und eine Mehrheit stimmte dafür, die Methanregeln für Importeure von Öl, Gas und Kohle um ein Jahr zu verschieben, sodass sie ab 2028 statt ab 2027 gelten. Die irische Ratspräsidentschaft gab das Ergebnis bekannt. Österreich gehörte zu den Ländern, die auf die Verschiebung drängten, und 26 der 27 Mitgliedstaaten stimmten dafür, nur Spanien war dagegen. Erklärtes Ziel ist es, die Versorgungssicherheit bei importierten fossilen Brennstoffen während der Energiekrise zu entlasten.

Mitgliedstaaten bei der Abstimmung über die Verschiebung um ein JahrMitgliedstaaten
Dafür
26 Mitgliedstaaten
Dagegen (Spanien)
1 Mitgliedstaaten

Daten aus dem Artikeltext

Bereits geltende Regeln und die umstrittene Frist

Die EU-Methanregeln gelten seit 2024 für den Energiesektor und verpflichten Betreiber von Öl- und Gasanlagen, regelmäßig nach größeren Leckagen zu suchen und diese zu reparieren. Abfackeln oder Ablassen, bei dem Methan in die Atmosphäre gelangt, ist an diesen Anlagen unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt. Der umstrittene Teil gilt ab dem 1. Januar 2027: Bei bestimmten Lieferverträgen müssten Unternehmen nachweisen, dass der Produzent im Exportland seine Methanemissionen mindestens so sorgfältig überwacht und dokumentiert, wie die EU es von ihren eigenen Unternehmen verlangt. Das geltende Recht gilt für Importeure als praktisch nicht umsetzbar, und ohne eine Verschiebung könnten ab dem 1. Januar Öl- und Gasexporte nach Europa gefährdet sein. Importeure, die die Vorgaben nicht erfüllen, müssten mit hohen Bußgeldern rechnen. Das Umweltbundesamt bezeichnet Methan als das zweitwichtigste Treibhausgas nach Kohlendioxid.

Parlament, Industrie und die Überprüfungsklausel

Das Europäische Parlament will eine Verschiebung der umstrittenen Teile des Gesetzes, das unter dem früheren Kommissar Frans Timmermans entworfen wurde, um drei Jahre und argumentiert, die Unternehmen bräuchten mehr Zeit, um alle Anforderungen zu erfüllen. Auch die Industrie und die Vereinigten Staaten, die Öl und Gas nach Europa exportieren, drängen auf drei Jahre. Die Mitgliedstaaten wollen einen Alarmmechanismus, damit eine weitere Verschiebung beschlossen werden kann, falls sich die Regeln nach dem Sommer 2027 immer noch als nicht umsetzbar erweisen. Nach Angaben von n-tv soll die Europäische Kommission Mitte 2027 prüfen, ob die erforderlichen Daten vorliegen und ob es genügend unabhängige Zertifizierungsstellen gibt. Ist das nicht der Fall, würde die Kommission die Regeln erneut verlängern.

Deutschlands Koalitionsstreit und die Kehrtwende der Niederlande

Die Bundesregierung war zunächst über den Plan zerstritten, doch die schwarz-rote Koalition legte den Streit am Freitag bei. Ministerin Katherina Reiche (CDU) und Umweltminister Carsten Schneider (SPD) verständigten sich auf eine gemeinsame Linie, und die Regierung stimmte in Brüssel anschließend für eine Verschiebung der Anforderungen um mindestens ein Jahr. Schneider sagte, Deutschland wolle am Abbau der Methanemissionen festhalten. Die Niederlande hatten zunächst eine Verschiebung um drei Jahre befürwortet, doch die niederländische Klimaministerin Stientje van Veldhoven änderte ihren Kurs, weil sie befürchtete, eine längere Verschiebung würde den Druck auf die Europäische Kommission verringern, Maßnahmen vorzulegen, die die Regeln umsetzbar machen.

Wie es weitergeht

Laut n-tv muss die Verschiebung bis Ende 2026 beschlossen werden, sonst treten die Regeln wie ursprünglich geplant in Kraft. Die Verhandlungen in Brüssel dürften mehrere Wochen dauern. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament müssen sich noch auf die Dauer der Verschiebung einigen, und die Spanne zwischen einem und drei Jahren ist das Haupthindernis. Wird die Verschiebung gebilligt, entscheidet die Prüfung der Kommission Mitte 2027 darüber, ob die Regeln erneut verschoben werden.

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