Energie & Handel · Brüssel
EU-Refinerie-Dialog beginnt – Brüssel warnt vor knapper Dieselversorgung bis 2027
Die Europäische Kommission hat am 28. Oktober in Brüssel die erste Sitzung ihres Dialogs mit den europäischen Raffinerien abgehalten. Die Kommissare verknüpften die Raffineriekapazitäten mit Kraftstoffpreisen, der Winterversorgung und Verteidigungsbedarf.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von adevarul.ro, Adnkronos und ANSA.it. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Jorgensen sagte, der globale Dieselmarkt werde voraussichtlich bis 2027 angespannt bleiben – eine Einschätzung, die er der Internationalen Energieagentur zuschrieb –, was die Preise hoch halten werde.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden nach Angaben von Kommissar Dan Jorgensen etwa 25 % der EU-Raffinerien geschlossen, wodurch die inländische Raffineriekapazität um rund 10 % sank.
Andrius Kubilius sagte, Verteidigung sei ohne Kraftstoff unmöglich, und verwies auf ein NATO-Modell, wonach die Allianz in den ersten zehn Tagen einer Krise 100.000 Soldaten verlegen und versorgen würde.
Kommissionssprecherin Paula Pinho sagte, EU-Regeln verhinderten die Wiederaufnahme russischer Importe fossiler Brennstoffe – trotz Presseberichten über Gespräche zwischen Moskau und Washington zur Wiedereröffnung von Nord Stream.
Raffinerien und Brüssel beginnen Gespräche
Die Europäische Kommission hat am 28. Oktober in Brüssel die erste Sitzung ihres Dialogs mit dem europäischen Raffineriesektor abgehalten. In der anschließenden Pressekonferenz legten die Kommissare dar, worum es geht. Energiekommissar Dan Jorgensen sagte, das Raffinieren sei strategisch, und Diesel sowie Kerosin seien unverzichtbar für Mobilität, Wirtschaft und Verteidigung. Die EU erwarte einen schwierigen Winter für ihre Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen, da die Kraftstoffkosten stark steigen. Die Kommission werde mit der Branche zusammenarbeiten, um die Produktion der europäischen Raffinerien zu erhöhen; der Dialog soll Anfang 2027 erneut zusammenkommen, um die Fortschritte zu prüfen.
Dieselmarkt bleibt angespannt
Jorgensen sagte, die Kommission erwarte, dass der globale Dieselmarkt bis 2027 angespannt bleibt – eine Einschätzung, die er der Internationalen Energieagentur zuschrieb – und dass dies die Preise hoch halten werde. Er verwies auf die Widerstandsfähigkeit des Marktes in den vergangenen Monaten und sagte, die Raffinerien hätten eine entscheidende Rolle gespielt, indem sie die vom Markt benötigten Kraftstoffe produzierten, darunter Kerosin. Die Kommission werde die Vorschläge der Branche prüfen, doch Brüssel garantiere nicht, dass höhere Produktionsmengen automatisch die Preise senken. Jorgensen sagte, das unmittelbare Ziel sei, den Druck auf Unternehmen und Haushalte kurzfristig zu lindern, während langfristig die Energiepreise strukturell gesenkt werden sollen.
Schließungen und verlorene Kapazitäten
Jorgensen sagte, in den vergangenen zwei Jahrzehnten seien etwa 25 % der EU-Raffinerien geschlossen worden, wodurch die inländische Raffineriekapazität um rund 10 % gesunken sei. Er bezeichnete die aktuelle Krise als Warnsignal und sagte, die Veräußerungen hätten sich in Europa beschleunigt. Aus seiner Sicht handelt es sich ebenso um ein Sicherheitsproblem wie um eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit, denn Abhängigkeiten seien gefährlich. Die EU müsse heute wie künftig ausreichende und flexible Raffineriekapazitäten erhalten.
- Anteil geschlossener EU-Raffinerien
- 25 %
- Rückgang der inländischen Raffineriekapazität
- 10 %
Daten aus dem Artikeltext
Verteidigung braucht Kraftstoff
Verteidigungskommissar Andrius Kubilius sagte in derselben Sitzung, Verteidigung sei ohne Kraftstoff unmöglich und traditionelle fossile Brennstoffe würden für die Verteidigung noch viele Jahre benötigt. Unter Berufung auf NATO-Experten sagte er, das Streitkräftemodell der Allianz sehe vor, in den ersten zehn Tagen einer militärischen Krise 100.000 Soldaten zu verlegen und zu versorgen. Er argumentierte, die EU müsse sowohl für den Friedensbedarf als auch für den Bedarf im Kriegsfall planen, ausreichende Produktions- und Raffineriekapazitäten erhalten und den Zugang zu Kraftstoff in einer Krise sichern. Kubilius sagte zudem, die EU müsse prüfen, wie das in der Zeit des Kalten Krieges errichtete mitteleuropäische Pipelinesystem erweitert werden könne, um die Ostflanke zu versorgen, und betonte die Notwendigkeit, kritische Kraftstoffinfrastruktur zu schützen.
Keine Rückkehr zu russischen fossilen Brennstoffen
Unabhängig davon sagte Kommissionssprecherin Paula Pinho, EU-Regeln verhinderten, dass der Block die Einfuhren russischer fossiler Brennstoffe wieder aufnehme. Sie reagierte damit auf Presseberichte, wonach Moskau und Washington über eine Wiedereröffnung der Nord-Stream-Pipeline und die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Europa nach dem Ende des Krieges in der Ukraine berieten. Pinho sagte, von der Leyen habe klar erklärt, dass die Energiesanktionen in Kraft blieben, bis Russland den Krieg beende. Sie fügte hinzu, die EU kenne die versteckten Kosten einer Abhängigkeit von Russland bei fossilen Brennstoffen sehr genau.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- adevarul.roDiesel könnte 2027 teuer bleiben. Die Europäische Kommission will die Produktion der EU-Raffinerien steigernMotorina ar putea rămâne scumpă în 2027. Comisia Europeană vrea să crească producția rafinăriilor din UE · Original auf Rumänisch
- AdnkronosJorgensen (EU): Diesel essenziell für europäische Wirtschaft und VerteidigungJorgensen (Ue): diesel essenziale per economia e difesa europea · Original auf Italienisch
- AdnkronosEU-Energiekrise: Jorgensen prognostiziert schwierigen Winter für KraftstoffpreiseCrisi energetica Ue: Jorgensen prevede inverno difficile per prezzi carburante · Original auf Italienisch
- ANSA.itEU, „wir haben ein Gesetz, das uns daran hindert, russische Gasimporte wieder aufzunehmen“Ue, 'abbiamo legge che ci impedisce di riprendere le importazioni di gas russo' - Altre news · Original auf Italienisch
- Dan Jorgensen
- EU-Kommissar für Energie, der die erste Sitzung des Raffinerie-Dialogs leitete
- Andrius Kubilius
- EU-Kommissar für Verteidigung, der über den Kraftstoffbedarf für militärische Logistik sprach
- Paula Pinho
- Sprecherin der Europäischen Kommission, die sich zu Berichten über russische Gasimporte äußerte
- von der Leyen
- Kommissionspräsidentin, die sagte, die Energiesanktionen gegen Russland blieben bis zum Kriegsende in Kraft
- Organisationen
- Europäische Union, NATO
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