Die Autohersteller würden die CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge ab 2035 um 90 Prozent senken, und die verbleibenden 10 Prozent müssten laut dem am 16. Oktober angekündigten gemeinsamen Text nicht mehr ausgeglichen werden.
Neue Modelle mit Verbrennungsmotor könnten weiterhin verkauft werden, solange die Flotten der Hersteller insgesamt die neuen Emissionsgrenzwerte einhalten, heißt es in dem am 16. Oktober gemeldeten Kompromiss.
Großbritannien würde nur im Rahmen einer separaten Vereinbarung über Gegenseitigkeit und Übereinstimmung mit den EU-Investitions- und Schutzmaßnahmen in die Made-in-Europe-Regeln einbezogen.
Kaufprämien für Autos würden vor allem an Fahrzeuge gehen, die in der EU, in Großbritannien und in den EWR-Ländern gebaut werden, während Berlin strengere Bedingungen für staatliche Beihilfen akzeptierte.
Bundeskanzler Friedrich Merz nannte den Deal einen guten Tag für Autofahrer und Arbeitsplätze, während die Grünen-Abgeordnete Swantje Michaelsen warnte, er schaffe neue Unsicherheit für die deutsche Autoindustrie.
Frankreich und Deutschland haben am Freitag, dem 16. Oktober, eine gemeinsame Position zu den EU-Abgasregeln für Autos vorgestellt. Ziel ist es, in der Europäischen Union eine neue Mehrheit für eine Überarbeitung des Plans zu gewinnen, den Verkauf neuer Autos mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu beenden. Nach dem Kompromiss würden die Autohersteller die CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge ab 2035 um 90 Prozent statt um die vollen 100 Prozent senken, und die verbleibenden 10 Prozent müssten nicht mehr über klimaneutrale Kraftstoffe oder andere Maßnahmen ausgeglichen werden. Die Hersteller könnten weiterhin neue Benzin- und Dieselmodelle verkaufen, solange ihre Flotten insgesamt die neuen Grenzwerte einhalten. AFP-Diplomatenkreise erklärten, die Einigung sei am Donnerstag erzielt worden, und der Text würde die sogenannten Super-Credits, die die Kommission für kleine und erschwingliche Elektroautos vorgeschlagen hatte, auf alle Fahrzeuge unabhängig von Größe oder Länge ausweiten.
Die Kommission hatte die 90-prozentige Senkung im Jahr 2025 vorgeschlagen, wobei die verbleibenden 10 Prozent durch kohlenstoffarmen Stahl und Investitionen in alternative Kraftstoffe abgedeckt werden sollten. Berlin akzeptierte strengere Bedingungen für staatliche Beihilfen an Autohersteller, und Kaufprämien für Autos würden vor allem an Fahrzeuge fließen, die in der EU, in Großbritannien und in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums gebaut werden. Grüner Stahl und Aluminium, die in der europäischen Produktion verwendet werden, würden in den Emissionsberechnungen der Unternehmen positiv berücksichtigt. Die Made-in-Europe-Regeln würden Länder erfassen, die am 1. Januar 2020 Mitglied des EU-Binnenmarkts waren, eine Gruppe, zu der auch Großbritannien gehört. Die Einbeziehung Großbritanniens würde eine separate Vereinbarung erfordern, die Gegenseitigkeit und die Übereinstimmung mit den EU-Regeln für Investitionen aus Drittstaaten sowie mit den EU-Schutzmaßnahmen sicherstellt. Ein Sprecher des britischen Premierministers in der Downing Street 10 sagte, die Einbeziehung Großbritanniens wäre eine positive Entwicklung für die heimische Autoindustrie, doch der französisch-deutsche Vorschlag müsse noch einen Konsens sichern.
Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb in einem Beitrag, die Einigung sei eine gute Nachricht für Autofahrer und Arbeitsplätze.
„Ein guter Tag für Autofahrer und Arbeitsplätze in Deutschland, Frankreich und Europa.“
Er sagte, er und Emmanuel Macron hätten sich auf Maßnahmen verständigt, die Wahlfreiheit, Technologieoffenheit und Klimaziele abdeckten, eine Botschaft zugunsten von Investitionen. Finanzminister Lars Klingbeil sagte, der Deal stärke die heimische Produktion, mit mehr Produkten, die als Made in Germany und Made in Europe gekennzeichnet seien, und Deutschland dürfe sich nicht darauf beschränken, asiatische Komponenten zu montieren. Er fügte hinzu, die Autohersteller müssten in deutsche Standorte investieren und Arbeitsplätze sichern. Macron betonte, Europa müsse weiter innovieren, investieren und produzieren und zugleich Klima und Arbeitsplätze schützen. Umweltminister Carsten Schneider argumentierte, Elektroautos würden sich wegen ihres technologischen Vorsprungs ohnehin durchsetzen, und der Deal gebe Zeit und Anreize, in die europäische Produktion zu investieren. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der dem Aufsichtsrat von Volkswagen angehört, nannte den Deal ein starkes Signal für die Arbeitsplätze bei Herstellern, Zulieferern und Werken im Land.
Swantje Michaelsen, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, vertrat die entgegengesetzte Auffassung.
„Wer die Ziele für 2035 jetzt aufweicht, schafft neue Unsicherheit und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie.“
Sie warf der Bundesregierung vor, die Autoindustrie auszubremsen statt zu unterstützen, und sagte, das Problem liege in den Annahmen des Kanzlers, nicht im Verbrennungsmotor. Umweltverbände zeigten sich tief enttäuscht, hatten sie doch einen vollständigen Umstieg auf batterieelektrische Autos bis 2035 gefordert.
Vor der Ankündigung hatten von Reuters zitierte Diplomatenkreise die Einigung als nahe bezeichnet, den französisch-deutschen Entwurf aber als noch nicht abgeschlossen beschrieben. Der Entwurf würde Made in Europe so definieren, dass er die 27 Mitgliedstaaten und andere europäische Partner im Binnenmarkt vom 1. Januar 2020 umfasst. Paris hat auf Regeln gedrängt, die nur innerhalb der EU hergestellte Produkte begünstigen, während Deutschland und andere Mitgliedstaaten argumentieren, dass eng mit den Auto-Lieferketten verbundene Drittstaaten oder Länder mit Freihandelsabkommen einbezogen werden sollten. Paris akzeptierte zudem mehr Flexibilität für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die Berlin zum Schutz seiner Autoindustrie gefordert hatte. Nicht-EU-Länder könnten der Regelung dem Entwurf zufolge freiwillig beitreten, und die Vorschläge müssen noch eine Mehrheit im gesamten Staatenbund gewinnen.
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Pollar unterstützenWirtschaft · Berlin, Paris und London
Der Kompromiss würde die CO2-Emissionen neuer Autos ab 2035 um 90 Prozent statt um 100 Prozent senken und könnte Großbritannien im Rahmen einer separaten Vereinbarung als Made in Europe gelten lassen. Der Entwurf muss noch eine Mehrheit in der EU gewinnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, Ειδήσεις, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht .