Wirtschaft · Hannover, Berlin und Frankfurt
IG Metall startet bundesweite Warnstreiks – Tarifverhandlungen für die Metallbranche 2026 gescheitert
Am Montag, 2. November 2026, begannen nach Ablauf der Friedenspflicht die Warnstreiks; mehr als 2.000 Unternehmen sind betroffen, weitere Aktionen sind für die Woche ab dem 2. November geplant.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, stern.de, Bayerischer Rundfunk und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Nach Angaben der IG Metall streikten mehr als 2.000 Menschen in Niedersachsen, in Nordrhein-Westfalen waren am Montag, 2. November 2026, bis zum frühen Nachmittag fast 4.000 Beschäftigte im Ausstand.
Das Angebot der Arbeitgeber sieht eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten plus eine Einmalzahlung vor; die Gewerkschaft lehnte es ab.
Die IG Metall will fünf Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit sowie Beschäftigungs- und Standortsicherung und eine Erfolgsbeteiligung für erfolgreiche Unternehmen.
In keiner Tarifregion ist eine dritte Verhandlungsrunde vereinbart, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt.
- Ende Oktober 2026Zweite Verhandlungsrunde endet ohne Einigung
- Nacht von Samstag auf Sonntag, 1. November 2026Friedenspflicht endet
- 2.11.Erste Warnstreikwelle in ganz Deutschland
- 3.11.Proteste sollen ausgeweitet werden, Schwerpunkte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Mitte
Warnstreiks beginnen nach Ende der Friedenspflicht
Beschäftigte der deutschen Metall- und Elektroindustrie legten am Montag, 2. November 2026, die Arbeit nieder, nachdem die Friedenspflicht in der Nacht von Samstag auf Sonntag ausgelaufen war. Die IG Metall erklärte, allein in Niedersachsen hätten mehr als 2.000 Menschen teilgenommen, bundesweit seien Warnstreiks bei mehr als 2.000 Unternehmen angekündigt worden. Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte, die erste Aktionswelle sei nur der Anfang.
In Baden-Württemberg hätten zeitweise fast 10.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, darunter Mitarbeiter von Siemens und Daimler Buses. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt seien mehr als 2.000 Beschäftigte im Streik gewesen, in Nordrhein-Westfalen habe die Zahl bis zum frühen Nachmittag fast 4.000 erreicht. Eine bundesweite Gesamtzahl veröffentlichte die Gewerkschaft nicht.
- Baden-Württemberg (kumuliert, zeitweise)
- 10000 Beschäftigte
- Nordrhein-Westfalen (bis zum frühen Nachmittag)
- 4000 Beschäftigte
- Niedersachsen
- 2000 Beschäftigte
- Sachsen-Anhalt
- 2000 Beschäftigte
Daten aus dem Artikeltext
Bayern und Berlin
In Bayern beteiligten sich nach Angaben des Bayerischen Rundfunks am Montag etwa 3.800 Beschäftigte aus 34 Unternehmen am Streik, die größten Kundgebungen gab es in Schwaben und Unterfranken. In Berlin begann die Aktion in der Nacht bei Siemens Energy mit einem einstündigen Ausstand, im Tagesverlauf folgten Arbeitsniederlegungen bei Mercedes-Benz, Rheinmetall und Siemens Mobility.
Das Angebot der Arbeitgeber und die Forderung der Gewerkschaft
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie Beschäftigungs- und Standortsicherung. In der zweiten Verhandlungsrunde in der Vorwoche, die ohne Einigung endete, legten die Arbeitgeber in fünf Tarifregionen ein abgestimmtes Angebot vor. Es sieht eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 bei einer Laufzeit von 26 Monaten sowie eine für das Folgejahr vorgeschlagene Einmalzahlung vor.
Die Gewerkschaft lehnte das Angebot ab.
„Das ist ein Angebot, das einen Reallohnverlust bedeutet.“
Arbeitgeber und Gewerkschaft streiten über die Aussichten
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall nannte die Aktionen unverantwortlich und erklärte, sie verbesserten die wirtschaftlichen Aussichten nicht. Der Maschinenbauverband VDMA warnte, weitere Unternehmen könnten einen Ausstieg aus der Tarifbindung erwägen. Die Gewerkschaft hielt dagegen, Wirtschaftsinstitute hätten ihre Prognosen zuletzt deutlich nach oben korrigiert und 62 Prozent der Unternehmen meldeten eine gute bis sehr gute Kapazitätsauslastung, während sich die Lage je nach Branche stark unterscheide.
Wie es weitergeht
Die IG Metall hat weitere Warnstreiks für die kommenden Tage angekündigt, mit Schwerpunkten in Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Salzgitter. Am Dienstag, 3. November, sollten die Proteste ausgeweitet werden, mit Schwerpunkt in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und dem Bezirk Mitte. Eine dritte Verhandlungsrunde sei noch in keiner Tarifregion terminiert, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft in Frankfurt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Süddeutsche ZeitungWarnstreiks in Niedersachsen: Mehr als 2000 Metall-Beschäftigte legen Arbeit nieder
- Süddeutsche ZeitungMehr als 2.000 Metall-Beschäftigte legen Arbeit nieder
- stern.deMehr als 2.000 Metall-Beschäftigte legen Arbeit nieder
- Bayerischer Rundfunk"Schlag ins Gesicht": IG Metall startet Warnstreikwelle
- Knut Giesler
- NRW-Bezirksleiter der IG Metall, der bei Warnstreik-Kundgebungen zur Inflationslücke zitiert wurde
- Thomas Höhn
- Bevollmächtigter der IG Metall in Schweinfurt, den BR24 in Königsberg zitierte
- Orte
- Hannover, Berlin, Stuttgart, Frankfurt am Main
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen