Wirtschaft · Coburg, Kornwestheim und Berlin

IG Metall weist erstes Arbeitgeberangebot zurück – bayerische Metallgespräche stocken

Die Gespräche für die bayerische Metall- und Elektroindustrie endeten am 27. Oktober ohne Einigung. Die Gewerkschaft IG Metall nannte das Angebot der Arbeitgeber zu niedrig und erklärte, Warnstreiks könnten ab dem 1. November beginnen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bayerischer Rundfunk, Handelsblatt, Wirtschafts Woche und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Coburg, Kornwestheim, Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 8.10.Erste Verhandlungsrunde in den laufenden Tarifgesprächen
  2. 27.10.Zweite Runde endet ohne Einigung; Arbeitgeber legen ihr erstes Angebot vor
  3. 31.10.Friedenspflicht endet mit Ablauf des Tages
  4. 1.11.Ab diesem Sonntag sind Warnstreiks möglich

Zweite Runde endet ohne Einigung

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die bayerische Metall- und Elektroindustrie endete am 27. Oktober 2026 ohne Einigung. Der Bayerische Rundfunk berichtete, rund 3.000 Beschäftigte hätten sich vor dem Coburger Schloss versammelt, um vor den Gesprächen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Die erste Runde hatte am 8. Oktober stattgefunden, diesmal legte der Arbeitgeberverband vbm ein eigenes Angebot vor. Beide Seiten liegen weiterhin weit auseinander, und die IG Metall hat Warnstreiks angekündigt.

Das Angebot der Arbeitgeber

Das Angebot sieht eine Einmalzahlung im Juli 2027 in Höhe von 1 Prozent des durchschnittlichen jährlichen Tarifbruttogehalts vor, das die IG Metall in Bayern mit 664 Euro beziffert. Wirtschaftlich schwache Unternehmen könnten diese Zahlung aussetzen. Die Entgelte würden erst ab Juli 2028 um 1,3 Prozent steigen, und der Vertrag würde bis Ende 2028 laufen, insgesamt 26 Monate. Die Arbeitgeberverbände legten zeitgleich ein abgestimmtes Angebot in fünf Tarifbezirken vor – ein Novum in der Tarifgeschichte. Das Paket schlägt zudem ein betriebliches Instrument vor, das die Zuständigkeit für Gespräche über Investitionen, Innovation, Standorte und Arbeitsplätze den Betriebsräten statt der Gewerkschaft übertragen würde. Die Arbeitgeber wollen über hohe Krankheitsquoten und deren Kosten sprechen und drängen auf eine schnellere Einführung künstlicher Intelligenz in den Werken.

Die Gewerkschaft weist das Angebot als zu niedrig zurück

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld für die rund 836.000 Beschäftigten in Bayern sowie 110 Euro mehr für Auszubildende bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Horst Ott, Bezirksleiter der Gewerkschaft in Bayern, wies das Angebot scharf zurück.

„Was uns heute vorgelegt wurde, hat mit einem respektvollen Angebot nichts zu tun.“

Horst Ott, IG-Metall-Bezirksleiter in Bayern

Ott fügte hinzu, angesichts der Preissteigerungen müssten die Beschäftigten 20 Monate auf eine dauerhafte Entgelterhöhung warten, was einen erheblichen Reallohnverlust bedeute. Knut Giesler, Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen, nannte das Angebot zu spät, zu niedrig und zu lang in der Laufzeit. Zudem erklärte er, das vorgeschlagene betriebliche Instrument würde die Personalkosten senken.

Warnstreiks und das Umfeld der Branche

Die Friedenspflicht endet mit Ablauf des 31. Oktober, Warnstreiks sind ab Sonntag, 1. November möglich. In Nordrhein-Westfalen soll die Tarifkommission der Gewerkschaft am Samstag, 31. Oktober, entscheiden. Barbara Resch, IG-Metall-Bezirksleiterin in Baden-Württemberg, kündigte Warnstreiks ab dem 1. November an und erklärte, die Entgelterhöhung sei zu niedrig.

„Die Entgelterhöhung ist zu niedrig und kommt zu spät.“

Barbara Resch, IG-Metall-Bezirksleiterin in Baden-Württemberg und dortige Verhandlungsführerin

Peter Sebastian Krause, Verhandlungsführer des baden-württembergischen Arbeitgeberverbands Südwestmetall, sagte, etwa 25 Prozent der 641 Mitgliedsunternehmen schrieben Verluste. Weitere rund 20 Prozent erzielten eine Nettorendite von über 2,3 Prozent, und etwa 45 Prozent der Firmen könnten die Ausnahme nutzen. Gesamtmetall-Präsident Udo Dinglreiter sagte, beide Seiten seien sich über das Ausmaß der Krise einig.

„Das Ausmaß der Bedrohung für Zehntausende weitere Arbeitsplätze ist offensichtlich in großen Teilen der Gewerkschaft noch nicht angekommen.“

Udo Dinglreiter

Gesamtmetall berichtet, dass seit 2019 fast 350.000 Arbeitsplätze in der Branche verschwunden sind. Autohersteller, ihre Zulieferer und Maschinenbauer stehen vor den größten Problemen, während Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie Schienenfahrzeugbauer boomen und in den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen.

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