Regierung · Berlin
Merz: Gesetz gegen Enteignung ist fertig – und verteidigt Bauen auf dem Tempelhofer Feld
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Berlin gesagt, der Gesetzentwurf gegen die Enteignung von Wohnungsunternehmen sei fertig. Zudem verteidigte er das Bauen auf dem Tempelhofer Feld, auf dem eine mögliche neue Berliner Regierung unter Führung der Linken nicht bauen will.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, stern.de, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Merz sagte bei der IHK-Veranstaltung in Berlin, der Gesetzentwurf gegen die Enteignung von Wohnungsunternehmen sei fertig; offen sei nur noch die Frage der Entschädigung von 100 oder 80 Prozent.
Merz sagte, ein Volksentscheid, der eine Fläche wie das Tempelhofer Feld der Entwicklung entziehe, schaffe ein Problem, das über die rechtliche Regelung durch den Gesetzgeber hinausgehe – gegen die Pläne einer möglichen von der Linken geführten Berliner Regierung, dort nicht zu bauen.
Elif Eralp, die mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Berlins, sagte, das Gesetz habe nichts mit Investitionsschutz zu tun; Linken-Co-Vorsitzender Pantisano erklärte, es werde vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben.
Gesetzentwurf nahezu fertig
Bundeskanzler Friedrich Merz sagte bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Berlin, der Gesetzentwurf der Bundesregierung gegen die Enteignung von Wohnungsunternehmen sei fertig. Offen sei nur noch die Frage, ob die Entschädigung bei einer Enteignung 100 oder 80 Prozent des Verkehrswerts betragen solle. Merz sagte, er befürworte den vollen Verkehrswert, und das müsse man ihm nicht erklären. Der Gesetzentwurf reagiert auf Pläne einer möglichen künftigen Berliner Koalition aus Linken, Grünen und SPD, Wohnungsunternehmen zu vergesellschaften. Merz sagte, Vergesellschaftung schaffe weder Arbeitsplätze noch Wohnungen und schade dem Wirtschaftsstandort massiv. Er warnte, offene Enteignungsdebatten in der Hauptstadt würden bis an die Kapitalmärkte in London, Paris und New York dringen.
Zum Gesetzentwurf selbst äußerte sich Merz knapp:
„Der Gesetzentwurf ist fertig.“
Tempelhofer Feld und Wohnungsangebot
Merz verteidigte zudem das Bauen auf dem Tempelhofer Feld, einer Fläche, auf der eine mögliche neue Regierung unter Führung der Linken nicht bauen will. Er argumentierte, innerstädtische Flächen dieser Qualität müssten für Bebauung offen sein, und der Gesetzgeber allein könne die Wohnungsnot nicht lösen. Er verwies auf den Bauturbo und die Regeln zum Gebäudetyp E als erste Entscheidungen für mehr Bau. Er nannte eine Eigenheimquote von 50 Prozent in Deutschland, die niedriger sei als in jedem anderen EU-Land, und sagte, junge Menschen müssten wieder bauen können. Zur Volksentscheid-Frage sagte er:
„Wenn eine Fläche wie das Tempelhofer Feld durch einen Volksentscheid der Entwicklung entzogen wird, dann haben wir natürlich ein Problem, das mehr ist als nur eine rechtliche Regelung durch den Gesetzgeber.“
Gegenwind von Berlins Linker
Elif Eralp, in der Berichterstattung als mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Berlins bezeichnet, kritisierte den Gesetzentwurf etwa eine Woche vor Merz' Auftritt. Sie sagte, das Bundesgesetz mache unmöglich, was das Grundgesetz vorsehe und wofür die Berlinerinnen und Berliner gestimmt hätten, und nannte es ein Gesetz gegen Berlins Mieterinnen und Mieter. Ihr Kernargument formulierte sie so:
„Dieses Gesetz hat aus meiner Sicht nichts mit Investitionsschutz zu tun.“
Sie fügte hinzu, Berlins Mieterinnen und Mieter würden es nicht akzeptieren. Pantisano, Co-Vorsitzender der Linken, sagte, der Bundesregierung seien die Aktionäre von Vonovia wichtiger als die Mieterinnen und Mieter in Berlin, und argumentierte, ein solches Gesetz werde vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben.
Expo-Bewerbung und offene Fragen
Merz sagte zudem, er würde eine Bewerbung der Hauptstadtregion Berlin für eine Weltausstellung im Jahr 2035 unter bestimmten Bedingungen unterstützen. Die Entschädigungsfrage – 100 oder 80 Prozent des Verkehrswerts – ist im Gesetzentwurf weiterhin offen. Merz rahmte die Debatte als Frage des Eigentumsschutzes und des Vertrauens von Investoren, während Eralp und Pantisano den Entwurf als Bedrohung für Mieterinnen und Mieter darstellten. Die Regierungskoalition in Berlin ist noch nicht gebildet, daher sind die Positionen zum Tempelhofer Feld und zur Enteignung noch keine Regierungspolitik.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelNeben Ausführungen zu Vergesellschaftung und Expo: Merz spricht sich erneut für Bebauung des Tempelhofer Feldes aus
- stern.deMerz für Bebauung des Tempelhofer Feldes
- N-tvDer Tag: Merz: Anti-Enteignungsgesetz ist fast fertig - ein Streitpunkt existiert noch
- DIE WELTMerz: Anti-Enteignungs-Gesetz ist fast fertig
- Friedrich Merz
- Deutscher Bundeskanzler und CDU-Politiker, der bei der Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer in Berlin sprach
- Elif Eralp
- In der Berichterstattung als mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Berlins bezeichnet, kritisch gegenüber dem Gesetz gegen Enteignung
- Pantisano
- Co-Vorsitzender der Linken, der den Gesetzentwurf der Bundesregierung kritisierte
- Orte
- Berlin
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