Entdeckungen

Mars zeigt Chlorwasserstoff-Spitzen, die auf vulkanische Aktivität unter der Oberfläche hindeuten

Gasspitzen über Spalten an den Flanken des Alba Mons legen nahe, dass der Mars noch Magma unter seiner Oberfläche beherbergen könnte – darauf deutet eine Studie in Science Advances hin.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, EL MUNDO, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ein Gas, das dort nicht sein sollte

Der ExoMars Trace Gas Orbiter, eine von der Europäischen Weltraumorganisation betriebene Sonde, wies 2021 erstmals Chlorwasserstoff in der Marsatmosphäre nach. Auf der Erde wird dieses Gas mit vulkanischen Emissionen in Verbindung gebracht, was sofort Interesse weckte; die damals führende Erklärung führte es jedoch auf Reaktionen zwischen vom Wind aufgewirbeltem salzhaltigem Staub und Wasserdampf zurück. Ein Team unter der Leitung von Alexander Trokhimovskiy berichtet nun über Spitzenwerte des Gases im frühen Nordsommer – einer Jahreszeit, in der es nahezu fehlen sollte. Die Arbeit ist ein Gemeinschaftsprojekt von ESA und Russlands Roskosmos, der Artikel erschien am Mittwoch, 4. November 2026, in Science Advances. Die Spitzen traten über Spalten an den Flanken des Alba Mons auf, was den Forschern zufolge von heißem Magma unter der Oberfläche stammen könnte.

Das saisonale Rätsel

Chlorwasserstoff erreicht auf dem Mars normalerweise im Nordwinter seinen Höhepunkt und verschwindet im Sommer fast vollständig – ein Muster, das weitgehend mit Staub- und Wasserkreisläufen zusammenhängt. Die Ausnahme am Alba Mons trat Jahr für Jahr in derselben Jahreszeit und am selben Ort auf. Eine mögliche Erklärung ist, dass sich im Winter bildendes Eis die Spalten versiegelte, bis es im Sommer schmolz und das Gas entweichen konnte. Um visuelle Belege zu suchen, nutzten die Forscher die CaSSIS-Kamera und beobachteten Farbveränderungen in den Spalten des Alba Mons. Die Quellen bezeichnen die Eis-Erklärung als plausibel, nicht als bewiesen.

Belege und offene Fragen

Der Mars hat die größten Vulkane des Sonnensystems, doch wie aktiv sie sind, ist unbekannt. Orbitalaufnahmen legen nahe, dass einige von ihnen in den letzten paar Millionen Jahren aktiv waren, und Seismometer, darunter jene der NASA-Mission InSight, haben Marsbeben registriert. Beides belegt keinen heutigen Vulkanismus, denn neue Lavaströme oder Ausbrüche wurden nicht beobachtet. Juan Alday, Forscher am Instituto de Astrofísica de Andalucía und Mitautor, sagte El Mundo, es gebe Belege für intensive vulkanische Aktivität in der Vergangenheit. Daniel Mège, einer der Hauptautoren, betonte die Grenzen der neuen Daten.

„Wir haben nur Hinweise auf Gas, das aus der Oberfläche entweicht, nicht auf Lava.“

Daniel Mège

Bedeutung für Leben und bemannte Missionen

Mège sagte, die Spalten am Alba Mons könnten ein sinnvolles Ziel für die Suche nach marsianischem Leben sein.

„In den austretenden Spalten der Region Alba Mons nach marsianischem Leben zu suchen, wäre sehr sinnvoll.“

Daniel Mège

Seiner Ansicht nach könnten die Spalten die Zutaten und die Energie liefern, die Mikroorganismen zur Entwicklung bräuchten. Die Ergebnisse dürften für eine künftige menschliche Präsenz auf dem Mars nur begrenzte Probleme darstellen – ein Ziel, das einige Raumfahrtagenturen und Milliardäre verfolgen, darunter Elon Musk. Mège verglich die möglichen Gefahren mit Ausbrüchen in Island, wo Touristen aus nicht allzu großer Entfernung zusehen können, und sagte, Risiken wären lokal begrenzt. Unabhängig davon deuten Belege des NASA-Rovers Perseverance auf mögliche frühere mikrobielle Aktivität auf dem Mars hin, und die neuen Beobachtungen ergänzen diesen Datenbestand.

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