Entdeckungen · Houston

Vier NASA-Freiwillige verlassen nach 378 Tagen das simulierte Mars-Habitat in Houston

Die Crew der zweiten CHAPEA-Mission der NASA ist am 31. Oktober 2026 aus einem simulierten Mars-Habitat in Houston ausgestiegen – nach einem Jahr Isolation, in dem Nachrichten um bis zu 44 Minuten verzögert ankamen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von vrtnws.be, N-tv, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Houston · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 19.10.Vier Crewmitglieder ziehen in das 3D-gedruckte Habitat in Houston ein
  2. 31.10.Die Crew verlässt das Habitat am Abend des Samstags, 31. Oktober, nach 378 Tagen
  3. 2027Laut N-tv wird eine dritte Crew erwartet

Verlassen des Habitats

Vier Freiwillige verließen am Abend des Samstags, 31. Oktober 2026, das Mars-Dune-Alpha-Habitat der NASA im Johnson Space Center in Houston, Texas, nach 378 Tagen im Inneren. Ross Elder, Matthew Montgomery, James Spicer und Ellen Ellis waren am 19. Oktober 2025 in das Habitat eingezogen. Der Auszug wurde live auf YouTube übertragen, wo die Crew durch eine gewöhnliche weiße Innentür unter Applaus und Jubel herauskam. Ellis sagte vor den Anwesenden, das Jahr sei schnell vergangen und das Team habe mehr gelacht, als sie erwartet habe. Spicer sagte, er freue sich darauf, nach mehr als einem Jahr zum ersten Mal wieder die Sonne zu spüren – oder vielleicht einen heftigen Regenguss.

Das Leben im Habitat

Die Crew lebte in einem 3D-gedruckten Habitat von 158 Quadratmetern, wie VRT und de Volkskrant berichteten, während N-tv, NOS und 20 Minuten die Grundfläche mit 160 Quadratmetern angaben. Jede Person hatte eine Schlafzelle von rund zwei mal drei Metern sowie einen Gemeinschaftsraum mit Fernseher, Computerarbeitsplätzen und einer kleinen Krankenstation. Zu ihren Aufgaben gehörten der Anbau von Nahrung, das Testen von Technik, die Instandhaltung der Wohnräume und Maschinen sowie die Sorge um die eigene Gesundheit. Sie lernten, sich selbst Blut abzunehmen und einem Teammitglied dabei zu helfen. Simulierte Marsausflüge fanden laut NOS in einem kleinen Außenbereich mit Virtual-Reality-Brillen statt. De Volkskrant berichtete, dass Geräteausfälle und Kommunikationsstörungen Teil des Experiments waren und sorgfältig inszeniert wurden.

Verzögerter Kontakt zur Erde

Kontakt zu Familie und Freunden war nur in „Marszeit“ möglich, sodass eine kurze Textnachricht etwa 22 Minuten brauchte. E-Mails an das Missionskontrollzentrum dauerten 44 Minuten, und Antworten benötigten dieselbe Zeit für den Rückweg. VRT bezifferte die im Experiment eingebauten Verzögerungen auf 26 bis 44 Minuten, was einer durchschnittlichen Entfernung zwischen Erde und Mars von 225 Millionen Kilometern entspricht, die sich im Laufe der Zeit ändert. Eine zweiwöchige Funkstille simulierte die Phase, in der die Sonne zwischen Erde und Mars steht und keine Kommunikation möglich ist. Spicer sagte, er habe mehr als 4.000 E-Mails von Verwandten und Freunden erhalten, die er als seinen Rettungsanker bezeichnete. Elder sagte, die Nachrichten von zu Hause hätten das Team durch die Isolation getragen.

Verzögerungen von Nachrichten in simulierter MarszeitMinuten
Textnachricht (SMS)
22 Minuten
E-Mail an die Missionskontrolle
44 Minuten

Daten aus dem Artikeltext

Auswahl und frühere Missionen

Die vier waren keine ausgebildeten NASA-Astronauten. Bewerber mussten laut NOS zwischen 30 und 55 Jahre alt, gesund und motiviert, Nichtraucher und Inhaber eines Hochschulabschlusses in einer Naturwissenschaft sein. N-tv und 20 Minuten nannten zudem die US-Staatsbürgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung sowie mindestens 1.000 Flugstunden als Voraussetzungen. 2023 nahmen laut NOS vier weitere Freiwillige auf Wunsch der NASA an einem früheren Isolationsexperiment teil. Der Name der Mission steht für Crew Health and Performance Exploration Analog.

Wie es weitergeht

Die Missionen zielen darauf ab, Menschen zunächst zum Mond und später zum Mars zu schicken, mit einem Schwerpunkt darauf, wie sich lange Isolation auf engem Raum auf Menschen auswirkt und wie Nutzpflanzen angebaut werden können. Die NASA erwartet, dass künftige Siedlungen im Weltraum mit 3D-Druck gebaut werden könnten, wodurch der Transport großer Mengen Baumaterial auf wiederholten Flügen entfiele. Das Habitat selbst bestand aus Lavabeton. Laut N-tv soll 2027 eine dritte Crew folgen, und de Volkskrant berichtete, dass die nächste Simulation kaum vor August 2027 beginnen dürfte. Elder hoffte, die Erkenntnisse würden die Risiken eines Aufenthalts auf dem Mars verringern, während Ellis sagte, die Vereinigten Staaten hätten eine schrumpfende Chance, ihre Führungsrolle im Weltraum zu behalten, und verwies vor allem auf die Konkurrenz aus Asien. Die mentalen und körperlichen Daten der Crew werden in den zwei Wochen nach dem Auszug erhoben.

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Quellen und Kontext

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