Wirtschaft · Madrid

Mapfre-Gewinn steigt um 11,5 % auf 924,3 Millionen Euro – Erdbeben in Kolumbien kostet 83 Millionen

Mapfre und Línea Directa haben für die ersten neun Monate höhere Gewinne gemeldet. Mapfre legte zudem eine Zwischendividende von 0,08 Euro je Aktie fest, die am 26. November ausgezahlt wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, europa press, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 23. NovemberLetzter Handelstag mit Dividendenanspruch
  2. 24. NovemberBeginn des Ex-Dividende-Handels
  3. 25. NovemberStichtag
  4. 26. NovemberTag der Dividendenzahlung

Gewinn steigt trotz Erdbeben in Kolumbien

Mapfre hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 924,3 Millionen Euro erzielt, 11,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Versicherer am Mittwoch, 28. Oktober, bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mitteilte. Die Umsätze stiegen um 3 % auf 27.239,7 Millionen Euro, die gebuchten und übernommenen Prämien wuchsen um 2 % auf 22.826,7 Millionen. Das bedeutendste Ereignis im Schaden- und Unfallgeschäft sei das Erdbeben in Kolumbien im August gewesen, das für den Konzern geschätzte Nettokosten von 83 Millionen Euro verursachte, davon 75 Millionen aus dem Rückversicherungsgeschäft, teilte das Unternehmen mit. Auch die Stürme in Portugal und Spanien im Februar sowie ein Erdbeben in Venezuela im Juni zählten zu den bemerkenswerten Ereignissen des Jahres.

Verwaltungsratschef Antonio Huertas brachte das Ergebnis mit dem strategischen Plan des Konzerns und einer Übernahme in den Vereinigten Staaten in Verbindung.

„Die Ergebnisse spiegeln die Stärke von Mapfre auf der Zielgeraden unseres Strategischen Plans wider.“

Antonio Huertas, Verwaltungsratschef von Mapfre

Huertas sagte, der Kauf von Safety Insurance laufe wie geplant und werde die Präsenz des Konzerns in den Vereinigten Staaten stärken. Vize-Verwaltungsratschef José Manuel Inchausti bezeichnete das operative Umfeld wirtschaftlich wie geopolitisch als anspruchsvoll und verwies auf das Geschäftsmodell, die Diversifizierung und das Risikomanagement als Grundlagen des Ergebnisses. Das Unternehmen will seinen nächsten Strategieplan Anfang nächsten Jahres vorstellen.

Regionale Ergebnisse und Prämien

Iberien war die stärkste Region mit einem Nettogewinn von 413 Millionen Euro, ein Plus von 19,0 %, und einer verbesserten Combined Ratio von 94,2 %. Lateinamerika sank um 10,7 % auf 303 Millionen Euro, was das Unternehmen vor allem auf Naturereignisse zurückführte, insbesondere das Erdbeben in Kolumbien. Brasilien steuerte mehr als 200 Millionen Euro bei, ein Plus von 2,0 %, bei einer Combined Ratio von 75,7 %. Nordamerika meldete 112 Millionen Euro, ein Plus von 12,4 %, bei einer Combined Ratio von 94,9 %.

Nettogewinn von Mapfre in den ersten neun Monaten nach RegionMillionen Euro
Iberien
413 Millionen Euro
Lateinamerika
303 Millionen Euro
Nordamerika
112 Millionen Euro

Daten aus dem Artikeltext

Die Prämien im Schaden- und Unfallgeschäft stiegen um 1,1 % auf 17.493,3 Millionen Euro, davon Kraftfahrt plus 2,1 % auf 5.045,1 Millionen, allgemeine Versicherungen minus 1,7 % auf 6.467,8 Millionen und Kranken- und Unfallversicherung plus 9,8 % auf 2.080,1 Millionen. Die Lebensprämien wuchsen um 5 % auf 5.333,4 Millionen Euro, angeführt von Risikoprodukten mit plus 6,6 % auf 2.167,8 Millionen und Sparprodukten mit plus 3,7 % auf 2.716,5 Millionen. Die Combined Ratio im Schaden- und Unfallgeschäft stieg um 0,9 Punkte auf 93,5 %, die Eigenkapitalrendite erreichte 12,8 %.

Zinsen und Dividende

José Luis Jiménez, Finanzvorstand von Mapfre, sagte, die erwarteten Zinssteigerungen könnten dem Konzern zugutekommen, insbesondere im Asset Management und bei Sparprodukten. Fonds und Pensionspläne würden profitieren, und Sparprodukte mit einer Rendite von rund 3 % seien innerhalb weniger Tage ausverkauft gewesen.

„Wir glauben, dass die erwarteten Zinssteigerungen einen erheblichen Schub für das Spargeschäft bedeuten könnten.“

José Luis Jiménez, Finanzvorstand von Mapfre

Jiménez sagte, ein Anstieg auf ein außergewöhnlich hohes Niveau könnte Konsum und Investitionen in der gesamten Wirtschaft belasten, doch Mapfre erwarte dies nicht und rechne kurz- und mittelfristig mit Anhebungen um 25, 50 oder 75 Basispunkte. Der Vorstand genehmigte eine Zwischendividende von 0,08 Euro je Aktie auf das Ergebnis 2026, 14,3 % mehr als die Zwischenzahlung des Vorjahres. Die gesamte im Jahr 2026 gezahlte Dividende wird 0,19 Euro je Aktie erreichen, ein Plus von 15,2 % gegenüber 2025. Letzter Handelstag mit Anspruch ist der 23. November, ab dem 24. November werden die Aktien ex Dividende gehandelt, Stichtag ist der 25. November.

Línea Directa mit Neunmonatsergebnis

Línea Directa meldete für die ersten neun Monate einen Nettogewinn von 80,4 Millionen Euro, ein Plus von 34,8 %, und führte den Zuwachs auf Umsatzwachstum in den Sparten Kraftfahrt, Wohngebäude, Kranken und weitere sowie auf eine bessere Combined Ratio zurück. Die gebuchten Prämien stiegen um 8,9 % auf 919 Millionen Euro, die verdienten Prämieneinnahmen erreichten 879,8 Millionen, ein Plus von 10,8 %. Der Kundenstamm des Versicherers wuchs um 6,9 % auf 3,9 Millionen, mehr als 253.000 Versicherte kamen im Berichtszeitraum hinzu. Die Kraftfahrtprämien stiegen um 9,5 % auf 749,98 Millionen Euro, und die Sparte gewann 211.788 neue Policen hinzu, ein Plus von 7,9 %. Die Krankenprämien kletterten um 17 % auf 35,69 Millionen Euro, die Wohngebäudeprämien stiegen um 2,6 % auf 128,86 Millionen. Die Combined Ratio verbesserte sich zum Ende des Septembers auf 91,3 %.

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