Sicherheit · Cottbus, Linz und Neuburg an der Donau
Metall in Halloween-Süßigkeiten: Vier geklärte Fälle in Österreich deuten auf Kinder als Täter
Behörden in mehreren deutschen Bundesländern und in Österreich untersuchen Metallgegenstände, die in Halloween-Süßigkeiten gefunden wurden. In vier geklärten Fällen in Österreich haben offenbar Kinder selbst die Süßigkeiten manipuliert.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, ZEIT ONLINE, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bis zum 5. November waren in Österreich 21 Fälle gemeldet worden, sieben davon in der Steiermark und sechs in Niederösterreich. Eine bundesweite Ermittlungsgruppe namens „Treat“ wurde eingerichtet.
Vier Fälle sind geklärt, zwei in der Steiermark sowie je einer in Wien und Oberösterreich. In allen vier Fällen haben offenbar Kinder die Süßigkeiten manipuliert, drei um ihre Eltern zu erschrecken und einer, um die Polizei über eine Online-Challenge in die Irre zu führen.
In Cottbus fand ein neunjähriges Mädchen einen Nagel in einem Kaubonbon und wurde nicht verletzt. In Groß Pankow fand eine 32-jährige Frau Schrauben in mehreren Kaubonbons.
Das LKA untersucht Vorfälle in sechs Kommunen, darunter Filderstadt-Bonlanden, Rielasingen-Worblingen und Bad Rappenau. Am Dienstag, 3. November, erklärte es, ein Social-Media-Trend sei weder bestätigt noch ausgeschlossen.
Österreich: die meisten Fälle und die ersten Aufklärungen
Österreich verzeichnet die höchste Zahl gemeldeter Fälle in den Berichten über manipulierte Süßigkeiten. Bis zum 5. November waren 21 Fälle gemeldet worden: sieben in der Steiermark, sechs in Niederösterreich, vier in Oberösterreich, drei in Wien und einer in Salzburg. Die Behörden richteten eine bundesweite Ermittlungsgruppe namens „Treat“ ein.
- Steiermark
- 7 Fälle
- Niederösterreich
- 6 Fälle
- Oberösterreich
- 4 Fälle
- Wien
- 3 Fälle
- Salzburg
- 1 Fälle
Daten aus dem Artikeltext
Vier Fälle sind bislang geklärt, je einer in Wien und Oberösterreich sowie zwei in der Steiermark. In allen vier Fällen haben offenbar Kinder selbst die Süßigkeiten manipuliert. Frühere Berichte aus Linz, auf die sich die Nachrichtenagentur APA beruft, beschrieben einen Vater, der in Schokoladenriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, Nägel fand. Das Bundeskriminalamt warnte davor, solche Taten als Scherz zu behandeln oder Online-Challenges nachzuahmen, und erklärte, je nach Fall könnten sich die Täter strafbar machen.
Deutschland: Brandenburg und Baden-Württemberg
In Brandenburg meldete die Polizei zwei neue Fälle. In Cottbus biss ein neunjähriges Mädchen in ein Kaubonbon aus ihrer Halloween-Ausbeute und bemerkte einen kleinen Nagel darin, wie die Polizeidirektion Süd mitteilte. Sie wurde nicht verletzt. In Groß Pankow im Landkreis Prignitz fand eine 32-jährige Frau beim Kontrollieren der von Kindern gesammelten Süßigkeiten Schrauben in mehreren Kaubonbons. Die Polizei rief dazu auf, gesammelte Süßigkeiten sorgfältig auf Manipulationen zu prüfen.
In Baden-Württemberg prüft das Landeskriminalamt (LKA) Vorfälle in sechs Kommunen. Berichte aus Filderstadt-Bonlanden im Landkreis Esslingen und aus Rielasingen-Worblingen im Landkreis Konstanz beschreiben Gegenstände in Waffelscheiben, in Bad Rappenau steckten Nadeln in Schokoladenriegeln. Verletzt wurde bislang niemand gemeldet. Das LKA vergleicht die Tatausführung. Am Dienstag, 3. November, erklärte es, es könne noch nicht feststellen, ob die Taten Teil eines Social-Media-Trends seien, und es gebe keine belastbaren Hinweise auf Erpressungsversuche. Das zuständige Polizeipräsidium wertete die Fälle zunächst als versuchte gefährliche Körperverletzung.
Warum Kinder Süßigkeiten manipulieren
Die Soziologin Susanne Vogl von der Universität Stuttgart sagte dem SWR, solche Taten zielten in der Regel darauf, ein Zeichen gegen etwas zu setzen. Täter hätten es leichter, wenn sie keinen direkten Kontakt zu den Menschen hätten, denen sie schaden.
„Wenn man keinen direkten Kontakt zu den Menschen hat, denen man schadet, fallen solche Taten leichter.“
Vogl sagte zudem, die Medienberichterstattung könne solche Taten befeuern. Da über die Fälle so wenig bekannt sei, blieben Hintergrund und Motiv unklar. In Österreich erklärte die Polizei, drei der vier geklärten Fälle hätten Eltern erschrecken sollen, der vierte sei einer Online-Challenge gefolgt, die die Polizei in die Irre führen sollte. Die Ermittler sagten, das Internet habe in den geklärten Fällen eine Rolle gespielt – sowohl bei der Verbreitung solcher Inhalte als auch bei deren Nachahmung.
- Eltern erschrecken
- 3 Fälle
- Online-Challenge
- 1 Fälle
Daten aus dem Artikeltext
Einzelfälle in Neuburg und in der Schweiz
In Neuburg an der Donau meldete die Polizei zunächst einen Schokoladenriegel mit Nagel, den Eltern bei einer Kontrolle vor dem Essen gefunden hatten. Das achtjährige Mädchen gab später zu, den Fund erfunden zu haben, und sagte, sie sei einem Trend in sozialen Medien gefolgt. Ein Polizeisprecher wollte die Plattform und den Trend nicht nennen. Die Familie hatte im Stadtteil Ostend Süßigkeiten gesammelt.
In der Schweiz fand ein Mädchen in Schönenwerd im Kanton Solothurn eine Schraube in einem Schokoladenriegel und bemerkte sie vor dem Essen. Woher sie den Riegel hatte, konnte sie nicht mehr sagen. Weitere Fälle in der Schweiz sind nicht bekannt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvBerlin & Brandenburg: Erneut Metallteile in Halloween-Süßigkeiten entdeckt
- ZEIT ONLINEHalloween-Fund vorgetäuscht: Achtjährige erfindet Fund präparierter Halloween-Süßigkeit
- watson.ch/Nägel und Nadeln in Halloween-Snacks: Kinder manipulierten Süssigkeiten zum Teil selbst
- tagesschau.deBaden-Württemberg: Nadeln, Schrauben und Metall in Halloween-Süßigkeiten: Warum machen Menschen so etwas?
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