Wahlen · Rio de Janeiro, Brüssel und Madrid

Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien mit 51,79 Prozent – Flávio Bolsonaro erkennt Ergebnis nicht an

Luiz Inácio Lula da Silva hat am 25. Oktober die Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien mit 51,79 Prozent der gültigen Stimmen gewonnen, während Flávio Bolsonaro erklärt, es sei unmöglich, das Ergebnis anzuerkennen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, The Irish Times, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Agência Senado from Brasilia, Brazil, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2022
Wie es dazu kam
  1. 4.10.Erster Wahlgang: Flávio Bolsonaro geht als Erster hervor
  2. 25.10.Tag der Stichwahl: Eine gerichtliche Anordnung hält einige Wahllokale zwei Stunden länger geöffnet
  3. Auszählung bei etwa 47 ProzentDie beiden Kandidaten liegen gleichauf, dann zieht Lula davon
  4. Stichwahlnacht, 25. OktoberLula feiert in Rio de Janeiro den Sieg mit 51,79 Prozent der gültigen Stimmen

Ein Comeback im Auszählungsverlauf

Luiz Inácio Lula da Silva hat am 25. Oktober die Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien mit 51,79 Prozent der gültigen Stimmen gewonnen, gegen 48,21 Prozent für Flávio Bolsonaro, den Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro. Flávio Bolsonaro war am 4. Oktober im ersten Wahlgang als Erster hervorgegangen, als Lula mit 2,2 Millionen Stimmen zurücklag. Der endgültige Vorsprung betrug 4.430.191 Stimmen, mit 64,2 Millionen für Lula und 59,8 Millionen für Flávio Bolsonaro. Frühere Zahlen bei 99,89 Prozent der Auszählung ergaben für Lula 51,77 Prozent und eine Wahlbeteiligung von etwa 80,8 Prozent; der spätere Gesamtwert liegt bei 51,79 Prozent. Es ist das erste Mal seit der Rückkehr zur Demokratie, dass ein Kandidat einen Rückstand aus dem ersten Wahlgang umdrehen und die Präsidentschaft gewinnen konnte.

Wie die Auszählung kippte

Lula lag zu Beginn der Auszählung vorn, doch Flávio Bolsonaro setzte sich an die Spitze, als etwa 20 Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Die beiden Kandidaten lagen bei rund 47 Prozent gleichauf, von dort zog Lula davon, bis er sich 52 Prozent näherte. Prognosen vor der Wahl und die Finanzmärkte hatten Flávio Bolsonaro favorisiert, zu dessen Programm Steuersenkungen für Reiche und Kürzungen der Sozialausgaben für Arme gehörten.

Stimmen in der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien 2026Mio. Stimmen
Lula da Silva
64.2 Mio. Stimmen
Flávio Bolsonaro
59.8 Mio. Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Ein umstrittenes Ergebnis und verlängerte Wahlzeit

Flávio Bolsonaro hat die offiziellen Ergebnisse bereits zurückgewiesen und erklärt, es sei „unmöglich“, sie anzuerkennen; eine Anfechtung soll folgen. Auch Donald Trump hat Zweifel am Verfahren geäußert. Eine gerichtliche Anordnung hielt einen Teil der Wahllokale zwei Stunden über die geplante Schließung hinaus geöffnet, weil Wähler Schwierigkeiten hatten, sie zu erreichen. Jair Bolsonaro, der Vater des unterlegenen Kandidaten, wurde wegen eines versuchten Staatsstreichs verurteilt, wie LaSexta berichtet.

Lulas Prioritäten und die Kundgebung

In der Nacht des 25. Oktober sprach Lula auf einer Siegeskundgebung in Rio de Janeiro, reichte das Mikrofon an Vizepräsident Geraldo Alckmin weiter, einen Zentristen mit engen Verbindungen zur Wirtschaft, und nahm es wieder an sich, um seinen Anhängern zu danken. Er dankte jungen Menschen, Frauen und älteren Wählern für ihre Mobilisierung und bezeichnete das Ergebnis als Niederlage für Leugnung und Lügen. Seine Prioritäten für die neue Amtszeit sind die Regulierung digitaler Plattformen, Technologiebildung, der Schutz der öffentlichen Gesundheitsversorgung und eine aktivere Rolle des Bundes bei der öffentlichen Sicherheit. André Janones, ein 42-jähriger Anwalt und Bundesabgeordneter, leitete die Social-Media-Kampagne, die Lulas Strategie zwischen den beiden Wahlgängen veränderte.

Europäische und spanische Reaktionen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Lula in einem Beitrag in den sozialen Medien und erklärte, in Brasilien hätten Demokratie und Multilateralismus gewonnen. EU-Ratspräsident António Costa sagte, das brasilianische Volk habe gesprochen, und bestätigte ein Telefonat mit Lula. In Madrid schrieb Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X:

„Großer Sieg für Lula! Was in Brasilien geschehen ist, wird in Spanien geschehen.“

Pedro Sánchez, Spanischer Ministerpräsident

Sánchez fügte hinzu, das progressive Comeback habe gerade erst begonnen. Außenminister José Manuel Albares nannte das Ergebnis einen glänzenden und demokratischen Sieg und sagte:

„Wir werden weiter mit diesem strategischen Partner zusammenarbeiten, der für Spanien so wichtig ist.“

José Manuel Albares, Spanischer Außenminister

Podemos-Generalsekretärin Ione Belarra gratulierte dem brasilianischen Volk, und Emilio Delgado, Spitzenkandidat von Frente Amplio für die Autonome Gemeinschaft Madrid bei der Wahl am 29. November, sagte voraus, Spanien werde folgen.

Ein größeres Muster in Lateinamerika und Europa

Am selben Tag besiegten von studentischen Protesten unterstützte Kandidaten den früheren Präsidenten Aleksandar Vucic bei der Parlamentswahl in Serbien. Vucic war als Präsident zurückgetreten, um das Amt des Ministerpräsidenten anzustreben, und räumte seine Niederlage ein. Die Irish Times verknüpft die Ergebnisse in Brasilien und Serbien und argumentiert, Lulas Sieg habe den Vormarsch der Rechten in Lateinamerika gestoppt. Spaniens progressive Parteien verweisen nun auf ihre eigene Wahl am 29. November als nächste Prüfung derselben Dynamik.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Rio de Janeiro, Brüssel, Madrid · Brasilien, Belgien, Spanien

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