Wahlen · São Paulo und Lissabon

Lula gewinnt Stichwahl in Brasilien mit 51,79 % zu 48,21 % – Flávio Bolsonaro erkennt Niederlage nicht an

Lula da Silva hat die Stichwahl am Sonntag, 25. Oktober, mit 64,2 Millionen Stimmen gewonnen – erstmals siegt damit in Brasilien ein Kandidat, der in der ersten Runde zurückgelegen hatte. Flávio Bolsonaro kündigt an, die Annullierung der Wahl zu beantragen, und verweist auf eine Entscheidung des Obersten Bundesgerichts, die die Wahlzeit um zwei Stunden verlängerte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, Deutsche Welle, RTP und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

São Paulo, Lissabon · Brasilien, Portugal

Ein Comeback in der Stichwahl

Luiz Inácio Lula da Silva wurde am Sonntag, 25. Oktober, erneut zum Präsidenten Brasiliens gewählt und besiegte Flávio Bolsonaro in der zweiten Runde. Im ausgezählten Ergebnis kam er auf 64,2 Millionen Stimmen gegen 59,8 Millionen für Bolsonaro, was 51,79 % der gültigen Stimmen gegenüber 48,21 % für Bolsonaro entspricht. Die offiziellen Ergebnisse lagen am Montag, 26. Oktober, gegen 1 Uhr vor. Lula war in der ersten Runde am 4. Oktober hinter Bolsonaro zurückgeblieben, und noch nie zuvor hatte ein Kandidat, der die erste Runde verloren hatte, eine brasilianische Stichwahl gewonnen. Die Enthaltungsquote sank von 21,08 % auf 19,21 %, 2,83 Millionen Wähler gaben mehr ihre Stimme ab. Lula wird am Dienstag 81 Jahre alt und ist der erste Präsident in der Geschichte Brasiliens, der viermal durch Volkswahl gewählt wurde.

Stimmen in Brasiliens PräsidentschaftsstichwahlMio. Stimmen
Luiz Inácio Lula da Silva
64.2 Mio. Stimmen
Flávio Bolsonaro
59.8 Mio. Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Anteil der gültigen Stimmen in Brasiliens Präsidentschaftsstichwahl%
Luiz Inácio Lula da Silva
51.79 %
Flávio Bolsonaro
48.21 %

Daten aus dem Artikeltext

Bolsonaro erkennt die Niederlage nicht an

Flávio Bolsonaro hat das Ergebnis nicht akzeptiert und erklärt, es sei ihm unmöglich, die Niederlage anzuerkennen. Im Zentrum des Streits steht eine Entscheidung des Obersten Bundesgerichts (STF), die die Schließzeit der Wahllokale um zwei Stunden verlängerte. Seine Kampagne hatte die Verlängerung am Sonntagnachmittag beantragt. Bolsonaro sagte zu Anhängern, die Entscheidung sei ein Bruch mit der üblichen Praxis gewesen.

„Was heute passiert ist, war nicht normal, es war schlicht inakzeptabel.“

Flávio Bolsonaro, Senator und Kandidat

Er warf einem Minister des Obersten Gerichts, Zanin, vor, die Regeln um 17:01 Uhr mitten im Spiel geändert und außerhalb des spezialisierten Wahlgerichts gehandelt zu haben. Er kündigte an, die Annullierung der Wahl zu beantragen.

Lulas Prioritäten

In seiner Siegesrede versprach Lula das beste Mandat in der Geschichte des Landes. Er dankte den älteren Wählern, die zur Wahl gingen, und den jungen Menschen, die Straßenbewegungen organisierten. Seine Kampagne habe sich gegen „Einmischung“ von außen durch digitale Plattformen behaupten müssen, sagte er. Die Regulierung großer Technologiekonzerne, die öffentliche Sicherheit – einschließlich der Schaffung eines Ministeriums – und die Bildung nannte er als Prioritäten. Lula wird zudem mit einem Kongress zusammenarbeiten müssen, in dem die Opposition größer ist.

„Ich muss für 215 Millionen Menschen regieren. Ich muss in jeder Stadt regieren.“

Luiz Inácio Lula da Silva, Wiedergewählter Präsident Brasiliens

Reaktionen in Portugal und in der Region

Portugals Präsident António José Seguro veröffentlichte eine Mitteilung aus dem Palácio de Belém, in der er Lula gratulierte und auf eine lange, enge bilaterale Beziehung verwies, die auf einer gemeinsamen Sprache und gemeinsamer Geschichte beruhe. Premierminister Luís Montenegro gratulierte Lula auf X und nannte Portugal und Brasilien wichtige Wirtschaftspartner. António Costa, Präsident des Europäischen Rates, veröffentlichte ein Foto mit Lula und schrieb über das brasilianische Volk. José Luís Carneiro, Generalsekretär der Sozialistischen Partei, nannte das Ergebnis einen wichtigen Sieg für die Demokratie. Die Partei Chega drückte Flávio Bolsonaro ihre Unterstützung aus.

„Das brasilianische Volk hat gesprochen.“

António Costa, Präsident des Europäischen Rates

In der Region gratulierten Kubas Miguel Díaz-Canel, Boliviens Rodrigo Paz, Mexikos Claudia Sheinbaum, Ecuadors Daniel Noboa und die frühere argentinische Präsidentin Cristina Kirchner Lula, ebenso das venezolanische Außenministerium. In den Vereinigten Staaten sagte Senator Bernie Sanders, Lula habe die brasilianischen Arbeitnehmer und die Demokratie verteidigt. In Israel lobte Außenminister Gideon Saar Flávio Bolsonaro als Freund Israels, erinnerte an Lulas Vorwurf, Israel begehe im Gazastreifen Völkermord, und sagte, Bolsonaro habe versprochen, die brasilianische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Oppositionsführer Yair Lapid erklärte, er sei über Lulas Sieg sehr unzufrieden; in Israel wird am Dienstag, 27. Oktober, gewählt.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

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