Wirtschaft · London und Dublin

Lloyds-Gewinn fast verdoppelt sich auf 2,3 Mrd. £ – höhere Zinsen treiben Erträge vor der Bankenabgabe

Lloyds meldete für das dritte Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,3 Mrd. £ nach 1,2 Mrd. £ im Vorjahr, während der Haushalt ab Januar eine befristete Zusatzsteuer von 3 % auf Banken beschloss.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Scotsman, Bloomberg Business, RTE.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, Dublin · Vereinigtes Königreich, Irland
Wie es dazu kam
  1. 28. Oktober, HaushaltsredeDer Finanzminister kündigt ab Januar einen befristeten Zuschlag von 3 % auf die Körperschaftsteuer der Banken an
  2. 28. Oktober, fünf europäische Banken legen vorUBS, Santander, Deutsche Bank, BNP Paribas und Standard Chartered veröffentlichen ihre Ergebnisse für das dritte Quartal
  3. 29. Oktober, Lloyds-ErgebnisseLloyds meldet für das dritte Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,3 Mrd. £
  4. 29. Oktober, EZB-EntscheidungGeldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erwartet

Lloyds-Gewinn fast verdoppelt

Die Lloyds Banking Group, zu der die Bank of Scotland und Scottish Widows gehören, meldete für das dritte Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,3 Mrd. £ gegenüber 1,2 Mrd. £ im Vorjahreszeitraum. Der Vorjahreswert war durch eine zusätzliche Rückstellung von 800 Mio. £ für das Entschädigungssystem der britischen Finanzaufsicht im Autofinanzierungsgeschäft belastet, das Menschen abdeckt, denen Autokredite falsch verkauft wurden. Dieses Programm ist derzeit ausgesetzt, während rechtliche Anfechtungen vor Gericht laufen. Ohne diese Rückstellung stiegen die Erträge im Jahresvergleich dennoch, weil die Gruppe im Quartal mehr Erträge erzielte.

Lloyds-Vorsteuergewinn, drittes QuartalMrd. £
Drittes Quartal, Vorjahr
1.2 Mrd. £
Drittes Quartal, aktuell
2.3 Mrd. £

Daten aus dem Artikeltext

Der zugrunde liegende Nettozinsertrag – die Differenz zwischen dem, was Kreditgeber für Kredite einnehmen, und dem, was sie für Einlagen zahlen – stieg im Jahresvergleich um 10 %. Nick Sherrard, Geschäftsführer der in Edinburgh ansässigen Beratung Label Sessions, sagte, die Zahlen deuteten auf eine Bank hin, die effizient und im Rahmen der Prognosen wirtschafte.

„Die Erträge von Lloyds wachsen, die Kosten sind straff unter Kontrolle, die Kreditqualität bleibt stabil und die Kapitalbildung ist stark.“

Nick Sherrard, Geschäftsführer

Haushaltsabgabe und ihre Kosten für die Banken

Finanzminister John Healey kündigte die Maßnahme am Mittwoch, 28. Oktober, in seiner ersten Haushaltsrede an. Banken zahlen ab Januar befristet 3 % zusätzlich auf ihren Körperschaftsteuerzuschlag, was den aktuellen Satz verdoppelt. Das Office for Budget Responsibility erwartet, dass die Änderung dem Finanzministerium über die 15 Monate ihrer Geltung zusätzlich 1,5 Mrd. £ einbringt. Healey beschrieb die Abgabe als Bitte an die Banken, mehr beizutragen, um normale Haushalte zu unterstützen; das Geld soll zur Finanzierung von Hilfen für die Energierechnungen der Haushalte beitragen. Lloyds, NatWest und Barclays legten um 1 % bis 2 % zu, nachdem Healey den befristeten Zuschlag auf Bankgewinne auf 6 % festgesetzt hatte – niedriger, als manche befürchtet hatten.

Richard Hunter, Leiter Marktanalyse bei Interactive Investor, äußerte eine ähnliche Einschätzung der Ergebnisse.

„Lloyds hatte ein hervorragendes Quartal, das die Bank in eine ausgezeichnete Ausgangsposition bringt, um ihre Jahresziele zu erreichen.“

Richard Hunter, Leiter Marktanalyse bei Interactive Investor

Europas Banken und die breiteren Ergebnisse

Fünf große europäische Kreditinstitute – UBS, Santander, Deutsche Bank, BNP Paribas und Standard Chartered – legten am Mittwoch, 28. Oktober, ihre Ergebnisse für das dritte Quartal vor, mit gemischtem Ausgang. Santander-Aktien fielen um 5,6 %, obwohl das Geschäftsmodell von höheren Zinsen profitiert, unter anderem weil die Ergebnisse nach jüngsten Zukäufen unübersichtlicher als üblich ausfielen. Die Aktie der Deutschen Bank stieg, obwohl die Erträge aus festverzinslichen Papieren und Währungen im Jahresvergleich um 3 % sanken. BNP Paribas meldete einen Anstieg der Erträge aus dem Aktienhandel und der Kreditvergabe an Hedgefonds um 50 %. Die Vermögensverwaltung der UBS gewann 55 Mrd. $ an Netto-Neugeldern hinzu, und bei Standard Chartered brachten vermögende Kunden 20 Mrd. $ ein, woraufhin die Bank ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr anhob. Analysten erwarten für die im MSCI Europe vertretenen Unternehmen einen Anstieg der Gewinne im dritten Quartal um 23 % gegenüber dem Vorjahr, knapp unter den 24 % für die USA.

AB InBev und steigende Kosten

Anheuser-Busch InBev erreichte seine Gewinnprognosen für das dritte Quartal: Der organische Betriebsgewinn stieg um 3,9 %, die Umsätze lagen über den Erwartungen. Höhere Rohstoff-, Vertriebs- und Transportkosten, darunter Energie und Diesel, schmälerten die Zuwächse in den USA, Europa und Südafrika. Die operative Marge verengte sich um 34 Basispunkte auf 36,1 %, und die Umsatzkosten erreichten 7,21 Mrd. $ – der höchste Wert seit 2023. Der Absatz in China fiel um 16,8 %, obwohl das Unternehmen in 15 Märkten hohe Mengen verzeichnete. Die Dieselpreise erreichten wegen des Iran-Kriegs Rekordhöhen, während die Aluminiumkosten aufgrund der US-Zölle bereits erhöht waren. Auch P&G, Philip Morris International und Coca-Cola haben steigenden Kostendruck gemeldet.

Märkte am Mittwoch und vor der EZB

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch, 28. Oktober, gedämpft, da enttäuschende Ergebnisse und höhere Ölpreise die Stimmung vor der geldpolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag, 29. Oktober, belasteten. Die Bank of Ireland stieg um fast 4 %, nachdem sie ihre Prognose für den Nettozinsertrag angehoben hatte. Der FTSE 100 schloss 0,1 % höher, der Stoxx 600 legte um 0,07 % auf 644,14 Punkte zu. Entain und Evoke stiegen um 3,6 % bzw. 3,7 %, nachdem die Steuer auf Geldspielautomaten von 20 % auf 25 % erhöht worden war. GSK fiel um 4,8 %, Unilever um 2,1 %, nachdem ihre Ergebnisse die Anleger nicht überzeugt hatten.

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