Wirtschaft · Mailand

Leonardo: Bereinigter Gewinn steigt um 74 % auf 812 Millionen Euro, Auftragsprognose auf 29,5 Milliarden angehoben

Der Auftragsbestand überschritt nach dem Zukauf von Iveco Defence Vehicles erstmals 60 Milliarden Euro, doch der Konzern ließ seine Ergebnisprognose für 2026 unverändert. Die Aktie fiel in Mailand um bis zu 3 %.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, SWI swissinfo.ch, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Mailand · Italien

Neunmonatsergebnis

Leonardo hat die ersten neun Monate des Jahres 2026 mit einem bereinigten Nettogewinn von 812 Millionen Euro abgeschlossen, 74 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das teilte der Luft- und Raumfahrt- und Rüstungskonzern am Donnerstag, 5. November, mit. Der Umsatz stieg um 14 % auf 15,3 Milliarden Euro, das EBITA um 38 % auf 1,3 Milliarden Euro, mit Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen. La Stampa nannte die Wehrtechnik-Elektronik, die Hubschrauber und die Luftfahrt als wichtigste Treiber, wobei das Hubschraubergeschäft von einem Programm für das britische Verteidigungsministerium profitierte. Die Auftragseingänge legten um 28 % auf 23,3 Milliarden Euro zu, wodurch der Auftragsbestand auf 60,4 Milliarden Euro wuchs – erstmals überschritt er die Marke von 60 Milliarden. Ein Teil dieses Sprungs geht auf die Konsolidierung von Iveco Defence Vehicles (IDV) zurück, die Leonardo im März für rund 1,6 Milliarden Euro gekauft hatte. Ohne IDV und auf vergleichbarer Basis stiegen die Auftragseingänge um 22,4 %, der Auftragsbestand um 15,2 %, der Umsatz um 9 %, das EBITA um 29,2 % und der operative Cashflow um 105,2 %.

Prognose bestätigt, Aktie gibt nach

Leonardo hob seine Auftragsprognose für 2026 von 28,2 Milliarden auf 29,5 Milliarden Euro an, ließ die Gewinn- und Ergebnisprognosen jedoch unverändert. Analysten hatten eine aggressivere Anhebung erwartet, und die Aktie fiel am selben Tag in Mailand um bis zu 3 %. Equita Sim verwies auf eine Verlangsamung der Wachstumsraten im vierten Quartal, dem Zeitraum, in dem üblicherweise 45 bis 50 % des EBITA anfallen, und wies auf eine jüngste Prognoseanhebung bei der US-Tochter Drs hin. Akros erklärte, die Sparte Wehrtechnik-Elektronik habe dank IDV und Drs die Konsensschätzung übertroffen, während die Luftfahrt besser als erwartete operative Margen erzielte und die Hubschraubersparte im Rahmen der Prognosen lag.

Leonardo: Auftragsprognose 2026 vor und nach der AnhebungMrd. Euro
Bisherige Prognose
28.2 Mrd. Euro
Angehobene Prognose
29.5 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Drittes Quartal, Cashflow und Nettoverschuldung

Allein im dritten Quartal stieg der Nettogewinn von 193 Millionen auf 336 Millionen Euro, das EBITA wuchs von 364 Millionen auf 521 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz erhöhte sich von 4,5 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro. Der Analystenkonsens hatte für das dritte Quartal einen Umsatz von 5,22 Milliarden Euro, ein EBITA von 482 Millionen und einen Nettogewinn von 271 Millionen erwartet – das Quartal lag damit über diesen Prognosen. Der freie operative Cashflow blieb mit 68 Millionen Euro negativ, was dem üblichen zeitlichen Muster der Branche entspricht, verbesserte sich aber um 84 % gegenüber 2025. Die Nettoverschuldung stieg um 43,8 % auf 3,325 Milliarden Euro, was der Konzern auf rund 1,6 Milliarden Euro für die IDV-Übernahme zurückführte.

Leonardo: Nettogewinn im dritten QuartalMio. Euro
3. Quartal 2025
193 Mio. Euro
3. Quartal 2026
336 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Leonardo: EBITA im dritten QuartalMio. Euro
3. Quartal 2025
364 Mio. Euro
3. Quartal 2026
521 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Mariani zum Plan

CEO Lorenzo Mariani sagte, die Ergebnisse bestätigten die Tragfähigkeit des Entwicklungspfads des Konzerns. In der Unternehmensmitteilung beschrieb er diesen Pfad so:

„Dieser Pfad ist geprägt von finanzieller Stärke, einem überzeugenden kommerziellen Angebot, einem breiten Produkt- und Leistungsspektrum und dem Ausbau unserer Produktionskapazitäten.“

Lorenzo Mariani, Vorstandsvorsitzender von Leonardo

Bei einer Veranstaltung an der Universität Luiss sagte Mariani, Leonardo gehe seine Prognose „ernsthaft“ an. Die Stärke des Auftragsbestands werde sich in den kommenden Jahren in Umsatz und Ergebnis niederschlagen, und seine mittel- und langfristigen Verträge sowie die Fähigkeit, die Auslieferung zu beschleunigen, würden den Plan für 2027–2031 prägen. Der Konzern wolle seinen Auftragsbestand durch effizientere Prozesse und eine bessere Programmabwicklung in höhere Produktions- und Lieferkapazitäten umwandeln.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen