Wirtschaft · Maranello und Mailand

Ferrari hebt Umsatzprognose für 2026 an – Gewinn im dritten Quartal steigt um 13 Prozent, Luce für 2027 ausverkauft

Ferrari hat am Dienstag, 3. November, einen Nettogewinn von 431 Millionen Euro im dritten Quartal gemeldet, ein Plus von 13 Prozent. CEO Benedetto Vigna sagte, die für 2027 geplante Produktion des ersten Elektroautos Luce sei bereits vollständig vergeben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, TechCrunch, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Maranello, Mailand · Italien
Wie es dazu kam
  1. Mai, DebütDer Luce feiert Premiere und erntet wegen seines Designs breite Kritik
  2. Drittes Quartal 2026Ferrari legt Zahlen vor und erklärt, die Luce-Produktion für 2027 sei vollständig vergeben
  3. Viertes Quartal 2026Erste Luce-Auslieferungen erwartet
  4. Anfang 2027Internationale Testfahrten mit dem Luce geplant

Ergebnisse des dritten Quartals

Im dritten Quartal 2026 erzielte Ferrari Nettoumsatzerlöse von 1,896 Milliarden Euro, 7 Prozent mehr als im Vorjahr und 10 Prozent mehr zu konstanten Wechselkursen. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 563 Millionen Euro, eine operative Marge von 29,7 Prozent, und der Nettogewinn stieg um 13 Prozent auf 431 Millionen Euro. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 2,44 Euro. Das EBITDA erreichte 753 Millionen Euro bei einer Marge von 39,7 Prozent, und der industrielle Free Cashflow wuchs um 43 Prozent auf 567 Millionen Euro.

Angehobener Ausblick für 2026

Ferrari hob die Umsatzprognose für 2026 von zuvor 7,6 Milliarden Euro auf 7,65 Milliarden Euro an. Für das bereinigte EBITDA erwartet das Unternehmen nun mindestens 3 Milliarden Euro bei einer Marge von 39,2 Prozent, nach zuvor 2,97 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT wird mit mindestens 2,285 Milliarden Euro veranschlagt, der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie mit mindestens 9,85 Euro nach 9,68 Euro. Der industrielle Free Cashflow wird nun bei bis zu 1,65 Milliarden Euro gesehen, nach 1,55 Milliarden. Das Unternehmen verwies auf umfangreichere Individualisierungen, eine geringere Währungsbelastung als erwartet und den zweiten Platz in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Die Prognose spiegele die derzeitige Einschätzbarkeit der Auswirkungen der Nahost-Krise wider, hieß es weiter.

Ferrari – Umsatzprognose für 2026Mrd. Euro
Bisherige Prognose
7.6 Mrd. Euro
Angehobene Prognose
7.65 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Auftragsbestand des Luce

Der Luce, Ferraris erstes Elektroauto, wurde gemeinsam mit Jony Ive, dem früheren Designchef von Apple, gestaltet und hatte bei seiner Premiere im Mai heftige Kritik ausgelöst. In der Telefonkonferenz zu den Zahlen sagte Vigna, die Produktion für 2027 sei vollständig vergeben; der Einstiegspreis liege bei rund 615.000 Dollar (etwa 530.000 Euro). Wer jetzt bestelle, müsse ein Jahr warten, stellte er klar.

„Wenn jemand kommt, muss er ein Jahr warten, bis er die Autos bekommt.“

Benedetto Vigna, Vorstandsvorsitzender von Ferrari

Wie viele Luce-Einheiten Ferrari bauen will, hat das Unternehmen nie öffentlich mitgeteilt. Die Financial Times berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen in diesem Jahr, Ferrari plane für 2026 knapp 500 Einheiten und strebe bis 2030 2.500 an. Die ersten Auslieferungen werden im vierten Quartal 2026 erwartet, internationale Testfahrten sind für Anfang 2027 geplant. Vigna sagte, es gebe weder bei der Nachfrage noch in der Produktion Probleme, wenngleich die Komplexität des Fahrzeugs aus vielen neuen Bauteilen resultiere. Der Umsatz mit Individualisierungen machte laut den Managern mehr als 21 Prozent der Erlöse mit Autos und Ersatzteilen aus.

Reaktion an der Mailänder Börse

Am Dienstag, 3. November, schloss die Piazza Affari nahezu unverändert – am Tag der US-Zwischenwahlen und der diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran um ein Ende der Nahost-Krise. Ferrari legte 4,47 Prozent zu und führte die Gewinnerliste an, gefolgt von Amplifon mit plus 2,98 Prozent und Avio mit plus 2,53 Prozent. Stellantis verlor 3,88 Prozent, Cucinelli 3,55 Prozent. Tenaris (-2,42 Prozent), Eni (-1,81 Prozent) und Saipem (-1,43 Prozent) gaben nach, weil die Preise für Rohöl und Erdgas angesichts der Erwartung von Entwicklungen im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran fielen. Banco BPM büßte 0,78 Prozent ein, Unicredit verlor 0,19 Prozent.

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