Regierung · Warschau

Warschauer Südkrankenhaus ersetzt gesamten Aufsichtsrat nach Skandal um KO-verbundenen Arzt

Bürgermeister Rafał Trzaskowski hat neue Mitglieder für den Aufsichtsrat des Szpital Południowy genehmigt, während die Ärztekammer ein Ende des Parteieneinflusses im öffentlichen Gesundheitswesen fordert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Super Express, Warszawa Nasze Miasto, FAKT24.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. 19.06.Aufsichtsrat entlässt Krankenhausleitung auf Antrag des Bürgermeisters
  2. 20.06.Trzaskowski genehmigt neue Aufsichtsratsmitglieder, verspricht keine Politiker mehr
  3. 22.06.Neuer Aufsichtsrat soll formell ernannt werden

Der Skandal

Eine Recherche des Portals Zero.pl ergab, dass Dawid Kacprzyk, ein 29-jähriger Assistenzarzt für Anästhesiologie und Stadtratsmitglied der Bürgerplattform (KO), im Jahr 2025 rund 1,6 Millionen Złoty verdiente, während er die Notaufnahme des Krankenhauses koordinierte. Medien berichteten später über eine angebliche "VIP-Lounge" für KO-Politiker und ihre Familien, die angeblich ohne Wartezeit aufgenommen und mit Schnelltests versorgt wurden.

„Nie będzie w nich polityków.“

Rafał Trzaskowski, Bürgermeister von Warschau

Geschäftsführung abgesetzt

Am Donnerstag entließ der bestehende Aufsichtsrat – der seit September 2025 im Amt war und Warschaus Vizebürgermeisterin Aldona Machnowska-Góra sowie den Bürgermeister von Ursynów, Robert Kempa, umfasste – auf Antrag des Bürgermeisters die Geschäftsführung des Krankenhauses. Direktorin Anna Łukasik und ihre Stellvertreterin Agata Kusz-Rynkun wurden abberufen. Kacprzyk trat aus der KO aus, legte sein Stadtratsmandat nieder und zahlte rund eine halbe Million Złoty an das Krankenhaus zurück.

Reaktion der Ärzteschaft

Das Präsidium des Warschauer Bezirksärztekammer gab eine Erklärung heraus, in der es eine klare Trennung zwischen aktiver politischer Betätigung und der Leitung öffentlich finanzierter Gesundheitseinrichtungen forderte. Es forderte die Behörden auf, Situationen zu beseitigen, in denen die Parteimitgliedschaft Einstellungen, Beförderungen oder Vertragshöhen beeinflussen könnte. Der Rat warnte zudem vor einer Sprache, die den gesamten Arztberuf stigmatisiert, und argumentierte, dass ein öffentliches Gehaltsregister in Verbindung mit Personalausweisnummern keine Wartelisten verkürzen oder die Patientensicherheit verbessern würde.

„W przypadku stanowisk zarządczych wybór powinien być jasny: czynna działalność polityczna albo zarządzanie podmiotem leczniczym finansowanym ze środków publicznych.“

Präsidium der Warschauer Bezirksärztekammer

Entpolitisierungsversprechen

Rafał Trzaskowski sagte am Freitag gegenüber Reportern, dass die Aufsichtsräte aller städtischen medizinischen Gesellschaften von Politikern befreit würden. Neue Aufsichtsratsmitglieder für das Szpital Południowy – beschrieben als Gesundheitsexperten und kommunale Beamte – wurden noch am selben Tag genehmigt. Der einzige verbleibende Schritt ist die Einreichung von Führungszeugnissen, die das Rathaus bis Montag erwartet, sodass der Aufsichtsrat formell ernannt werden kann.

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