Regierung · Madrid, Lissabon und Dublin
Guardia Civil beantragt Einfrieren von 78,3 Millionen Euro in Portugal im Zusammenhang mit Kraftstoffsteuerbetrug
Spaniens Guardia Civil hat den Richter des Nationalgerichts Santiago Pedraz gebeten, portugiesische Konten mit über 78,3 Millionen Euro einzufrieren und europäische Ermittlungsanordnungen an Irland und Portugal zu erlassen, im Rahmen einer laufenden Untersuchung zu einem Kraftstoff-Mehrwertsteuerbetrug in Höhe von 182,5 Millionen Euro.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, RTVE.es, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Guardia Civil bat Richter Santiago Pedraz, rund 70 portugiesische Bankkonten mit einem Guthaben von mehr als 78,3 Millionen Euro einzufrieren.
Die Steuerbehörden schätzten den gesamten Steuerschaden durch Villafuel und die damit verbundenen Netzwerke zwischen 2022 und 2024 auf 182.513.923,15 Euro.
Die Ermittler verfolgten 213.663 Euro, die zwischen Juni und August 2022 in 13 Transaktionen von Letras e Contrastes an die Kraken-Muttergesellschaft Payward Europe gesendet wurden.
Die Polizei bat die portugiesischen Behörden, physische Büros, Personal und Nebenkostenzahlungen für Ef Iber Combustiveis, Atmosferaudaz und verwandte Unternehmen zu überprüfen.
- 2020Villafuel wird als Kraftstoffgroßhändler in Spanien gegründet
- Juni–August 2022Dreizehn Überweisungen in Höhe von insgesamt 213.663 Euro werden an Payward Europe in Irland gesendet
- 2024Richter Santiago Pedraz erlässt eine erste Europäische Ermittlungsanordnung an Portugal
- September 2026Guardia Civil beantragt dringende Einfrierungen portugiesischer Konten und irischer Krypto-Aufzeichnungen
Grenzüberschreitendes Geldwäsche-Netzwerk
Die Zentrale Operative Einheit der spanischen Guardia Civil beantragte beim Richter des Nationalgerichts Santiago Pedraz die Einfrierung von rund 70 Bankkonten in Portugal mit einem Guthaben von mehr als 78,3 Millionen Euro, die mit einem Kraftstoffsteuerbetrugsschema in Verbindung stehen. Das Netzwerk wurde zwischen 2022 und 2024 vom Geschäftsvermittler Víctor de Aldama und dem Villafuel-Eigentümer Claudio Rivas Ruiz-Capillas geleitet. Die Ermittler berichten, dass die Operation durch das Schleusen von Großhandelskraftstoff über Zwischenfirmen vor dem Erreichen des Einzelhandelsmarktes geschätzte 182,5 Millionen Euro an nicht gezahlter Mehrwertsteuer generierte. Die Polizei identifizierte zwei parallele Netzwerke, die von den Verdächtigen zur Durchführung des Schemas eingerichtet wurden.
„Das erste, das speziell dafür konzipiert ist, auf dem Kohlenwasserstoffmarkt zu operieren und den Betrug zu perfektionieren, der zur Begehung der Straftat gegen die Staatskasse führt. Und das zweite, das dazu dient, die Geldwäsche illegal erlangter Kapitalien zu ermöglichen.“
Verfolgung spanischer Geldabflüsse nach Portugal
Die Polizei verfolgte 78.318.349 Euro, die von spanischen Handelsunternehmen auf portugiesische Bankkonten überwiesen wurden, um die illegale Herkunft der Gelder zu verschleiern. Der größte Abfluss stammte direkt von Villafuel, das 36,4 Millionen Euro auf portugiesische Konten überwies. Weitere bedeutende Überweisungen kamen von OBAOIL 3000 in Höhe von 14,4 Millionen Euro, Salamanca Fuel Center in Höhe von 10,7 Millionen Euro und Casmar Hidrocarburos in Höhe von 6,7 Millionen Euro. Zusätzliche Beträge wurden von Still Growing (3,7 Millionen Euro), Espaeventos (3,7 Millionen Euro) und Canary Islands Fuel Company (2,6 Millionen Euro) gesendet. Ein Teil der Gelder kehrte ohne Deklaration nach Spanien zurück, während andere Summen in internationale Jurisdiktionen weitergeleitet wurden.
- Villafuel
- 36.4 Mio. EUR
- OBAOIL 3000
- 14.4 Mio. EUR
- Salamanca Fuel Center
- 10.7 Mio. EUR
- Casmar Hidrocarburos
- 6.7 Mio. EUR
- Still Growing
- 3.7 Mio. EUR
- Espaeventos
- 3.7 Mio. EUR
- Canary Islands Fuel Company
- 2.6 Mio. EUR
Daten aus dem Artikeltext
Prüfung portugiesischer Briefkastenfirmen
Die Ermittler baten Richter Pedraz, Europäische Ermittlungsanordnungen an die portugiesischen Behörden zu erlassen, um zu überprüfen, ob die Empfängerunternehmen tatsächliche Geschäftstätigkeiten ausübten. Besonderes Augenmerk gilt Ef Iber Combustiveis, Atmosferaudaz Unipessoal, Proezencontrada und Cuboflamejante. Die UCO forderte die Behörden auf, Körperschaftssteuerunterlagen, physische Büroadressen, Nebenkostenabrechnungen, Gehaltsabrechnungen der Mitarbeiter und Telekommunikationsverträge zu prüfen. Die Polizei vermutet, dass es sich bei diesen portugiesischen Unternehmen um Briefkastenfirmen ohne Geschäftsräume oder Personal handelt. Bei der Prüfung der Konten von Villafuel stellten die Ermittler fest, dass die spanischen Aufzeichnungen 36.321.675 Euro nach Portugal auswiesen, während die portugiesischen Aufzeichnungen 50.316.663 Euro als eingegangen registrierten, was eine ungeklärte Differenz von 14 Millionen Euro ergibt.
„Bei der Analyse der von den portugiesischen Behörden bereitgestellten Bankprodukte wurde ein Mangel an ausreichenden Informationen in der Beschreibung bestimmter Bankbewegungen festgestellt, um die Identifizierung der Herkunft oder des Ziels der Gelder zu ermöglichen, wodurch die Untersuchung ihrer Rückverfolgbarkeit verhindert wird.“
Irische Krypto-Spuren und internationale Reichweite
Die Guardia Civil beantragte zudem gerichtliche Anordnungen an die irischen Behörden, nachdem sie Geldtransfers von Portugal auf Kryptowährungsplattformen identifiziert hatte. Finanzunterlagen der Banco BPI zeigten, dass die portugiesische Firma Letras e Contrastes zwischen Juni und August 2022 213.663 Euro in 13 Transaktionen an Payward Europe, die in Dublin ansässige Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, gesendet hatte. Kraken weigerte sich, ohne formellen gerichtlichen Beschluss Benutzeridentitäten und Transaktionsaufzeichnungen herauszugeben. Die von den Ermittlern identifizierte breitere Geldspur erstreckt sich auf Konten und Operationen in China, Deutschland und Italien. Die Kohlenwasserstoffuntersuchung stellt den vierten Zweig eines größeren Korruptionsfalls dar, der zuvor den ehemaligen Verkehrsminister José Luis Ábalos und den Berater Koldo García betraf.
„Ein Teil der nach Portugal überwiesenen Gelder wurde für Investitionen in Krypto-Assets verwendet, wobei Gelder direkt von portugiesischen Unternehmen an Austauschplattformen überwiesen wurden, die für die Vermittlung von Krypto-Asset-Operationen verantwortlich sind.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónLa UCO rastrea la operadora lusa de hidrocarburos que Aldama quiso trasladar a España
- RTVE.esLa UCO pide rastrear y bloquear unas 70 cuentas en Portugal con más de 78,3 millones ligadas a Aldama
- El PeriódicoLa UCO pide investigar si fondos transferidos a Portugal por la trama de hidrocarburos de Aldama acabaron en criptomonedas en Irlanda
- EL MUNDOLa trama de hidrocarburos vinculada al 'Caso Koldo' habría desviado a Portugal 78 millones de euros, apunta la UCO a Pedraz
- José Luis Ábalos
- Ehemaliger spanischer Verkehrsminister, der in verwandten Korruptionsermittlungen verurteilt wurde
- Koldo García
- Ehemaliger Ministerialberater, der in verbundenen Korruptionsermittlungen involviert ist
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