
Trump begrüßt Xi Jinping auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews vor dem Staatsbesuch im Weißen Haus
Der chinesische Präsident Xi Jinping landete am 23. September 2026 vor den Toren Washingtons zu seinem ersten Staatsbesuch seit elf Jahren und traf Donald Trump zu ihrem dritten Gipfeltreffen innerhalb von weniger als zwölf Monaten.
Begrüßung auf dem Rollfeld der Joint Base Andrews
Donald Trump empfing den chinesischen Präsidenten Xi Jinping persönlich auf der Landebahn der Joint Base Andrews vor den Toren Washingtons am 23. September 2026. Die Maschine mit der chinesischen Delegation landete kurz vor 18:00 Uhr Ortszeit. Die direkte Begrüßung auf dem Rollfeld war eine ungewöhnliche Geste eines amtierenden US-Präsidenten gegenüber einem ausländischen Staatsgast. Trump und Xi schüttelten sich auf dem Rollfeld die Hände in Anwesenheit von First Lady Melania Trump und Xis Frau Peng Liyuan, einer erfolgreichen Sopranistin.
Die formelle Ankunftszeremonie umfasste eine militärische Ehrengarde und eine statische Aufstellung von Kampfjets der US-Streitkräfte entlang des Flugfelds. Der Besuch ist Xis erster Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten seit elf Jahren. Es ist zugleich der dritte persönliche Gipfel zwischen Trump und Xi innerhalb von weniger als zwölf Monaten. Nach dem Empfang auf dem Flugfeld begaben sich die Führungspersönlichkeiten zu den geplanten bilateralen Gesprächen und Veranstaltungen des Staatsbesuchs im Weißen Haus.
- Xi Jinping sagt zu, chinesische Käufe von US-Agrarprodukten zu erhöhen
- Xi Jinping trifft auf der Joint Base Andrews zu einem Staatsbesuch mit Donald Trump ein
Unterschiedliche politische Zwänge in Washington und Peking
Die beiden Führungspersönlichkeiten gehen ihre bilateralen Gespräche von unterschiedlichen politischen Positionen aus an. Trump geht in den Gipfel mit innenpolitischem Druck vor den anstehenden US-Zwischenwahlen. Umfragen zeigen seine Partei im Rückstand, während die Regierung mit Unmut der Wähler aufgrund eines anhaltenden Auslandskriegs umgehen muss. Diese Wahlrealitäten haben das Weiße Haus bestrebt gemacht, eine erneute Handelskonfrontation mit Peking in den Monaten vor der Wahl zu vermeiden.
Xi steht zu Hause vor keinen Wahlbeschränkungen, auch wenn China mit eigenen wirtschaftlichen Gegenwinden zu kämpfen hat. Xi bereitet sich darauf vor, eine vierte Amtszeit als Führer der Kommunistischen Partei Chinas zu sichern, was seine Amtszeit an der Spitze der chinesischen Regierung für mindestens weitere fünf Jahre garantiert. Der China-Korrespondent David Pierson berichtet über Pekings diplomatischen Ansatz gegenüber der US-Führung.
Xi scheint zu dem Schluss gekommen zu sein, dass der beste Weg, mit den Vereinigten Staaten umzugehen, darin besteht, Trump in hochkarätige Gipfeltreffen zu verwickeln, die reich an Symbolik, aber arm an Substanz sind.
Handelswaffenstillstand und bilaterale Konfliktpunkte
Die politischen Erwartungen an konkrete Durchbrüche während der Gespräche im Weißen Haus bleiben in mehreren Bereichen bescheiden, darunter die Regulierung der Sicherheit künstlicher Intelligenz und strukturelle Handelsungleichgewichte. Ein bilateraler Handelswaffenstillstand zwischen den beiden Nationen bleibt nominell intakt. Obwohl Xi im Mai 2026 zugesagt hatte, die chinesischen Käufe von US-Agrarprodukten zu erhöhen, sind diese Käufe nicht erfolgt.
Die Spannungen in der Handelspolitik halten trotz des operativen Waffenstillstands an. US-Finanzminister Scott Bessent beschrieb die bilateralen Beziehungen als ein Wasserballspiel, bei dem beide Regierungen über der Wasseroberfläche die offiziellen Regeln einhalten, während sie unter Wasser aggressive Manöver austauschen.
Wenn es sein muss, treten wir zurück.
Die chinesischen Staatsmedien reagierten in einem Leitartikel auf Bessents Äußerungen, befürworteten die Wasserball-Analogie und behaupteten, dass Washington die Seite sei, die die aggressiven Unterwasser-Manöver initiiere. Handelsberichte von Ana Swanson identifizieren spezifische regulatorische Konfliktpunkte zwischen den beiden Volkswirtschaften, darunter chinesische Beschwerden über US-Importverbote für chinesische Autos und humanoide Roboter.
