Wirtschaft · Paris und Amsterdam

Air France-KLM: Gewinn sinkt wegen Treibstoffkosten – KLM streicht rund 1.000 Stellen

Der Betriebsgewinn von Air France-KLM im dritten Quartal übertraf die Analystenschätzungen, während die Treibstoffkosten das Neunmonatsergebnis belasteten und KLM rund 1.000 Stellen weniger ankündigte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Diário de Notícias, Notícias ao Minuto, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Amsterdam · Frankreich, Niederlande

Ergebnisse des dritten Quartals übertreffen Prognosen

Air France-KLM erzielte im dritten Quartal einen Betriebsgewinn von 1,34 Milliarden Euro und lag damit über den 1,1 Milliarden Euro, die Analysten in einem vom Unternehmen zusammengestellten Konsens prognostiziert hatten, wie RTE und newsORF berichten. Vorstandschef Ben Smith sagte, die Nachfrage in wichtigen strategischen Märkten habe den Umsatz je Fluggast gesteigert, während Kostendisziplin und eine gut gemanagte Treibstoffrechnung die Stückkosten weitgehend stabil hielten. Die Berichte weichen beim Neunmonats-Nettogewinn voneinander ab: 877 Millionen Euro in einem spanischen Bericht (Europa Press) gegenüber 775 Millionen Euro in portugiesischen Berichten (Diario de Noticias und Noticias ao Minuto). Der Rückgang wird im ersten Fall mit 25% angegeben, im zweiten mit 26%. Allein der Treibstoff kostete den Konzern im dritten Quartal 436 Millionen Euro. Der Umsatz der neun Monate erreichte 26.672 Millionen Euro, und der Konzern beförderte 80,3 Millionen Passagiere – ein Plus von 2,7% bei einer Auslastung von 87,5%.

Betriebsgewinn von Air France-KLM im dritten Quartal im Vergleich zum AnalystenkonsensMrd. Euro
Analystenkonsens
1.1 Mrd. Euro
Gemeldeter Betriebsgewinn
1.34 Mrd. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Treibstoffrechnung und Kapazität

Der Treibstoff blieb der wichtigste Belastungsfaktor für die Prognosen des Konzerns. Air France-KLM erwartet für 2026 nun eine Treibstoffrechnung von 9,2 Milliarden US-Dollar, nach zuvor prognostizierten 8,9 Milliarden Dollar. Diario de Noticias bezifferte die revidierte Schätzung zum aktuellen Wechselkurs auf rund 8,2 Milliarden Euro. Der Konzern senkte zudem seine Prognose für das Kapazitätswachstum 2026 auf 2% und ersetzte damit die frühere Spanne von 2% bis 3%. Im Laufe des Jahres hatte er Kapazitäten nach Asien und Ostafrika ausgebaut und sie im dritten Quartal dann in die Amerikas verlagert, nachdem Golf-Carrier ihre eigenen Kapazitäten auf diesen Strecken nahezu auf das Normalniveau zurückgeführt hatten. Die Spotpreise für Kerosin in Nordwesteuropa fielen in der Woche der Ergebnisvorlage um 12% auf den niedrigsten Stand seit August und folgten damit dem breiteren Ölpreisrückgang. Ende September bestand 39% der Flotte aus Flugzeugen der neuen Generation – sieben Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor; bis 2030 will der Konzern bis zu 80% erreichen.

Prognose für die Treibstoffrechnung von Air France-KLM 2026Mrd. US-Dollar
Frühere Prognose
8.9 Mrd. US-Dollar
Aktuelle Prognose
9.2 Mrd. US-Dollar

Daten aus dem Artikeltext

KLM-Umbau wird vertieft

Bloomberg berichtete, Air France-KLM werde den Umbau der niederländischen Tochter vertiefen, da höhere Treibstoffkosten und eine Lebenshaltungskostenkrise manche Passagiere vom Fliegen abhalten. KLM erklärte in einer separaten Mitteilung, die Zahl der Stellen bei der Airline werde um fast weitere 15% sinken, was rund 1.000 Stellen weniger von insgesamt 5.000 bedeute, die von der jüngsten Reorganisation betroffen seien. Zu den Maßnahmen gehören die Modernisierung der Flotte und eine Neuorganisation von Bodenabfertigung, Fracht sowie Technik und Wartung. KLM-Chef Bas Brouns nannte die Maßnahmen „weitreichend“ und „mitunter schmerzhaft“. Er verknüpfte das Programm mit den Finanzzielen des Konzerns.

„Unser Jahresergebnis um 1 Milliarde Euro zu verbessern, ist entscheidend für die Umsetzung unserer Strategie.“

Bas Brouns

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