Verkehr · Madrid, Barcelona und Saragossa

Puente: Noch keine Entscheidung über Schließung der AVE-Strecke Madrid–Barcelona nach dem Unglück von Urda

Verkehrsminister Óscar Puente sagte, die Regierung habe noch nicht über eine zweijährige Vollsperrung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Barcelona entschieden, während Aragonien die technischen Berichte hinter dieser Option verlangte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Xataka, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid, Barcelona, Saragossa · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 28.10.Zugunglück in Urda, Provinz Toledo, später mit 69 Toten gemeldet
  2. 30.10.Puente erklärt vor Journalisten, eine zweijährige Schließung der Strecke Madrid–Barcelona werde geprüft
  3. 3.11.Puente sagt, es sei keine Entscheidung getroffen worden, und die Regierung neige dazu, die Strecke während der Bauarbeiten in Betrieb zu halten
  4. Aragoniens Brief veröffentlichtAzcón bittet Puente um die technischen Berichte hinter einer möglichen Vollsperrung

Schließungsidee wieder auf dem Tisch

Am Freitag, 30. Oktober, sagte Óscar Puente vor Journalisten, eine Schließung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Barcelona für etwa zwei Jahre, um sie vollständig zu erneuern, werde geprüft. Der Vorschlag kam auf, als Kritiker infrage stellten, wie die Sanierung des andalusischen Korridors gehandhabt worden war – nach dem Unglück von Urda am 28. Oktober und einem früheren Zusammenstoß in Adamuz in der Provinz Córdoba im Januar. Am Dienstag, 3. November, sagte Puente nach dem Ministerrat, es sei keine Entscheidung getroffen worden, und die Regierung neige eher dazu, den Zugverkehr während der Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Er räumte ein, dass seine früheren Äußerungen unklar gewesen seien, und übernahm die Verantwortung für die Verwirrung.

„Ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Ich übernehme die Verantwortung.“

Óscar Puente, Spaniens Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität

Bauarbeiten, Zeitplan und das deutsche Beispiel

Die Erneuerung soll die Fahrzeit zwischen Madrid und Barcelona unter zwei Stunden drücken. Geplant sind unter anderem der Austausch der derzeitigen Schwellen durch Aerotraviesas, eine in Spanien entwickelte und von Adif patentierte Konstruktion, die Spitzengeschwindigkeiten von 350 km/h ermöglichen soll, sowie die Aufrüstung des ERTMS-Systems von Level 1 auf Level 2. Zudem sind neue Stationen geplant, um Verkehrsströme umzuleiten. Puente sagte, die Materialien würden noch beschafft, danach folge eine Ausschreibung für die Arbeiten, und dann müsse die Frage einer Schließung abgewogen werden. Er verwies auf die Schließung der Strecke Berlin–Hamburg, deren ersten Monat er als entsetzlich beschrieb, als abschreckendes Beispiel. Außerdem sagte er, die Regierung erwäge keinesfalls, die Strecke Madrid–Sevilla aus Sicherheitsgründen zu schließen.

Widerstand aus Aragonien und Katalonien

Aragoniens Regionalpräsident Jorge Azcón schrieb an Puente und verlangte die technischen Berichte, die einer möglichen Vollsperrung zugrunde liegen; der Brief wurde am Dienstag veröffentlicht. Er forderte, die Berichte müssten eindeutig belegen, dass die gewählte Variante die Sicherheit der Fahrgäste gewährleiste, und dass eine Vollsperrung erfolgen müsse, falls sich Anzeichen zeigten, dass die Sicherheit nicht garantiert werden könne. Azcón argumentierte, die Strecke befördere mehr als 14 Millionen Fahrgäste pro Jahr, und konventioneller Bahnverkehr, Busse und Flugzeuge hätten nicht die Kapazität, diese während einer zweijährigen Schließung aufzunehmen, sodass viele Fahrten auf das private Auto verlagert würden.

„Es geht um mehr als drei Millionen Fahrgäste pro Jahr in Aragonien, deren Recht auf schnelle und effiziente Mobilität nicht auf die zweite Ebene verbannt werden darf.“

Jorge Azcón, Regionalpräsident von Aragonien

Kataloniens Regionalpräsident Salvador Illa sagte, es sei wünschenswert, dass sich Investitionen möglichst wenig auf den Betrieb auswirkten, und er bezeichnete Puentes Äußerungen als Überlegung, nicht als Entscheidung. Sílvia Paneque, Sprecherin der katalanischen Regierung, sprach sich dafür aus, dass Puente im Amt bleibt, und sagte, die Generalitat wolle den Betrieb während der für Anfang 2027 geplanten Arbeiten aufrechterhalten, sofern diese bei voller Sicherheit durchgeführt werden könnten.

Rücktrittsforderungen und die Opferzahlen

Für das Unglück von Urda werden 69 Tote gemeldet, für den Unfall von Adamuz im Januar 46.

Gemeldete Todesfälle bei den beiden ZugunglückenTodesfälle
Urda (28. Oktober)
69 Todesfälle
Adamuz (Januar)
46 Todesfälle

Daten aus dem Artikeltext

Die Regierung billigte einen Soforthilfeplan im Wert von 30 Millionen Euro für die Betroffenen sowie Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Hochgeschwindigkeitsverkehr. PP und Vox haben Puentes Rücktritt gefordert, und Ada Colau, die inzwischen die Wahlkandidatur der Frente Amplio anführt, sagte, er könne seinen Rücktritt anbieten. Puente sagte, er verstehe die Argumente und akzeptiere, dass Colau ihn dazu auffordern könne, wies jedoch die Forderung von Alberto Núñez Feijóo zurück. Er habe seinen Posten nicht verlassen und in der Krise geantwortet, ohne sich zu verstecken. Puente ist zudem PSOE-Kandidat in Valladolid vor der Parlamentswahl am 29. November.

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