BerichtParlamentswahl in Israel

Diplomatie · Doha und Tel Aviv

Katar weist Vorwürfe der Einmischung in israelische Wahl zurück – Shin Bet prüft mutmaßliche Finanzierung arabischer Wählerbeteiligung

Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed Al Ansari, erklärte, Doha habe sich nicht in die israelische Wahl eingemischt und keine Aktivitäten finanziert, um sie zu beeinflussen. Die Wahlkommission hat den Shin Bet gebeten, mutmaßliche ausländische Finanzierung der arabischen Wählerbeteiligung zu untersuchen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Deutsche Welle, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Doha, Tel Aviv · Katar, Israel
Wie es dazu kam
  1. 27. Oktober: Wahl und FestnahmenWahl abgehalten und drei Festnahmen wegen mutmaßlicher Stimmenzahlungen für Ra'am
  2. 28. Oktober: Vorwürfe des LikudLikud wirft arabischen Parteien Wahlbetrug vor und übermittelt Material an die Kommission
  3. 28. Oktober: Antrag auf UntersuchungDer Vorsitzende der Wahlkommission bittet den Shin Bet, mutmaßliche ausländische Einflussnahme zu untersuchen
  4. 29. Oktober: Dementi KatarsKatar bestreitet eine Einmischung und nennt die Vorwürfe absurd und gefährlich

Katar weist die Vorwürfe zurück

Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed Al Ansari, bestritt am Donnerstag, 29. Oktober, dass Doha sich in die israelische Wahl eingemischt oder Aktivitäten finanziert habe, um deren Ergebnis zu beeinflussen. Er veröffentlichte das Dementi auf X und richtete sich damit an namentlich nicht genannte israelische Politiker und deren Kontakte in den Medien. Die Behauptungen seien eine weitere Desinformationskampagne, mit der Katar nach der Wahl am Dienstag, 27. Oktober, in innere israelische Streitigkeiten hineingezogen werden solle. Al Ansari sagte zudem, die Beschuldiger behaupteten, Katar habe Benjamin Netanyahu, die israelische politische Linke und in der jüngsten Kampagne die arabische Wählerschaft gekauft.

„Wir weisen die Behauptungen kategorisch zurück, Katar habe sich in israelische Wahlen eingemischt oder Aktivitäten finanziert, die darauf abzielten, deren Ausgang zu beeinflussen.“

Majed Al Ansari

Wahlkommission bittet um Shin-Bet-Untersuchung

Am Mittwoch, 28. Oktober, bat der Vorsitzende des Zentralen Wahlkomitees, Noam Sohlberg, den Shin-Bet-Chef David Zini, Verdachtsfällen ausländischer Einflussnahme nachzugehen, nachdem Zini Informationen vorgelegt hatte, die als außergewöhnlich schwerwiegend beschrieben wurden. Channel 12 berichtete, der geprüfte Verdacht betreffe große Geldsummen, die arabische Stellen auf illegalem Weg bewegt hätten, um die Beteiligung in der arabischen Gemeinschaft zu erhöhen. Die Kommission erklärte, die Informationen hinter dem mutmaßlichen Stimmenkauf seien belastbar. Haaretz berichtete, zu den Beschwerden gehörten Hinweise auf katarische Gelder, mit denen die arabische Wählerbeteiligung gesteigert werden sollte. In dem Ersuchen wurde kein Land genannt, mehrere israelische Politiker und Medien wiesen jedoch auf Katar hin.

Festnahmen und Vorwürfe des Likud

Am 27. Oktober wurden drei Personen festgenommen, weil sie im Gegenzug für Stimmen für die Partei Ra'am Zahlungen geleistet haben sollen; seitdem wurden in derselben Untersuchung mehrere weitere Verdächtige festgenommen. Am 28. Oktober warf die Likud-Partei arabischen Parteien vor, die Wahl durch Korruption, Drohungen, Gewalt, Wahlbetrug und verbotene Software zu stehlen. Likud übermittelte der Kommission zudem Material, das nach eigenen Angaben direkte Aufnahmen von Mitgliedern der arabischen Gemeinschaft enthält, die einräumen, Stimmen mit Tankgutscheinen und Bargeld gekauft zu haben. Von der Times of Israel zitierte Polizei- und Wahlkreise wiesen die Betrugsvorwürfe zurück, und die Polizei erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Wahl manipuliert worden sei. Das nun geprüfte Geheimdienstmaterial geht über das hinaus, was Likud vorgelegt hat, und umfasst weitere vom Shin Bet ermittelte Elemente.

Sitze und Koalitionsarithmetik

Von Palästina unterstützte Parteien, die auf zwei getrennten Listen antraten, gewannen bei der Wahl 19 Sitze. Weder Netanyahu noch Gadi Eisenkot, der das Oppositionsbündnis anführt, hat die 61 Sitze für eine parlamentarische Mehrheit erreicht – auch infolge des Erfolgs dieser Parteien. Damit kommt den von Palästina unterstützten Parteien eine mögliche Rolle in den Koalitionsgesprächen zu, in denen entschieden wird, wer Ministerpräsident wird. Sie haben angeboten, eine von der Opposition geführte Minderheitsregierung zu stützen, um Netanyahu von der Macht fernzuhalten. Führende Oppositionsvertreter haben eine Regierung mit arabischen Parteien jedoch abgelehnt.

Sitze: Mehrheitsschwelle und von Palästina unterstützte ParteienSitze
Mehrheitsschwelle
61 Sitze
Von Palästina unterstützte Parteien
19 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Katars weitergehende Rolle

Katar beherbergt das politische Büro der Hamas und spielte während des Krieges in Gaza eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas. Doha beteiligt sich zudem an diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran, einen Konflikt zu beenden, der Ende Februar nach israelischen und US-Angriffen auf den Iran begann. Al Ansari sagte, die Vorwürfe würden Katar nicht von seiner Vermittlerrolle abbringen. Er forderte israelische Politiker zudem auf, sich auf ihre eigenen Wähler zu konzentrieren.

„Katar sollte nicht als Sündenbock für die politischen Fehler bestimmter israelischer Politiker benutzt werden.“

Majed Al Ansari

Kein Block hat bislang die Schwelle von 61 Sitzen erreicht.

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