Diplomatie · Doha und Tel Aviv
Katar weist Vorwürfe der Einmischung in israelische Wahl zurück – Shin Bet prüft mutmaßliche Finanzierung arabischer Wählerbeteiligung
Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed Al Ansari, erklärte, Doha habe sich nicht in die israelische Wahl eingemischt und keine Aktivitäten finanziert, um sie zu beeinflussen. Die Wahlkommission hat den Shin Bet gebeten, mutmaßliche ausländische Finanzierung der arabischen Wählerbeteiligung zu untersuchen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, Deutsche Welle, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Sprecher des Außenministeriums, Majed Al Ansari, wies am Donnerstag, 29. Oktober, Behauptungen zurück, Katar habe sich in die Wahl vom 27. Oktober eingemischt oder Aktivitäten zu deren Beeinflussung finanziert, und nannte die Vorwürfe absurd und gefährlich.
Der Vorsitzende des Zentralen Wahlkomitees, Noam Sohlberg, bat Shin-Bet-Chef David Zini am 28. Oktober, mutmaßliche ausländische Einflussnahme zu untersuchen; die Kommission bezeichnete die Informationen als belastbar.
Am 27. Oktober wurden drei Personen wegen mutmaßlicher Barzahlungen für Stimmen für die Partei Ra'am festgenommen; seitdem wurden mehrere weitere Verdächtige festgenommen.
Am 28. Oktober warf Likud arabischen Parteien vor, die Wahl durch Korruption und verbotene Software zu stehlen, und übermittelte der Kommission Aufnahmen, die Stimmenkauf mit Tankgutscheinen und Bargeld belegen sollen.
Von Palästina unterstützte Parteien gewannen über zwei Listen 19 Sitze; weder Netanyahu noch Gadi Eisenkot erreichte die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze.
- 27. Oktober: Wahl und FestnahmenWahl abgehalten und drei Festnahmen wegen mutmaßlicher Stimmenzahlungen für Ra'am
- 28. Oktober: Vorwürfe des LikudLikud wirft arabischen Parteien Wahlbetrug vor und übermittelt Material an die Kommission
- 28. Oktober: Antrag auf UntersuchungDer Vorsitzende der Wahlkommission bittet den Shin Bet, mutmaßliche ausländische Einflussnahme zu untersuchen
- 29. Oktober: Dementi KatarsKatar bestreitet eine Einmischung und nennt die Vorwürfe absurd und gefährlich
Katar weist die Vorwürfe zurück
Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed Al Ansari, bestritt am Donnerstag, 29. Oktober, dass Doha sich in die israelische Wahl eingemischt oder Aktivitäten finanziert habe, um deren Ergebnis zu beeinflussen. Er veröffentlichte das Dementi auf X und richtete sich damit an namentlich nicht genannte israelische Politiker und deren Kontakte in den Medien. Die Behauptungen seien eine weitere Desinformationskampagne, mit der Katar nach der Wahl am Dienstag, 27. Oktober, in innere israelische Streitigkeiten hineingezogen werden solle. Al Ansari sagte zudem, die Beschuldiger behaupteten, Katar habe Benjamin Netanyahu, die israelische politische Linke und in der jüngsten Kampagne die arabische Wählerschaft gekauft.
„Wir weisen die Behauptungen kategorisch zurück, Katar habe sich in israelische Wahlen eingemischt oder Aktivitäten finanziert, die darauf abzielten, deren Ausgang zu beeinflussen.“
Wahlkommission bittet um Shin-Bet-Untersuchung
Am Mittwoch, 28. Oktober, bat der Vorsitzende des Zentralen Wahlkomitees, Noam Sohlberg, den Shin-Bet-Chef David Zini, Verdachtsfällen ausländischer Einflussnahme nachzugehen, nachdem Zini Informationen vorgelegt hatte, die als außergewöhnlich schwerwiegend beschrieben wurden. Channel 12 berichtete, der geprüfte Verdacht betreffe große Geldsummen, die arabische Stellen auf illegalem Weg bewegt hätten, um die Beteiligung in der arabischen Gemeinschaft zu erhöhen. Die Kommission erklärte, die Informationen hinter dem mutmaßlichen Stimmenkauf seien belastbar. Haaretz berichtete, zu den Beschwerden gehörten Hinweise auf katarische Gelder, mit denen die arabische Wählerbeteiligung gesteigert werden sollte. In dem Ersuchen wurde kein Land genannt, mehrere israelische Politiker und Medien wiesen jedoch auf Katar hin.
Festnahmen und Vorwürfe des Likud
Am 27. Oktober wurden drei Personen festgenommen, weil sie im Gegenzug für Stimmen für die Partei Ra'am Zahlungen geleistet haben sollen; seitdem wurden in derselben Untersuchung mehrere weitere Verdächtige festgenommen. Am 28. Oktober warf die Likud-Partei arabischen Parteien vor, die Wahl durch Korruption, Drohungen, Gewalt, Wahlbetrug und verbotene Software zu stehlen. Likud übermittelte der Kommission zudem Material, das nach eigenen Angaben direkte Aufnahmen von Mitgliedern der arabischen Gemeinschaft enthält, die einräumen, Stimmen mit Tankgutscheinen und Bargeld gekauft zu haben. Von der Times of Israel zitierte Polizei- und Wahlkreise wiesen die Betrugsvorwürfe zurück, und die Polizei erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Wahl manipuliert worden sei. Das nun geprüfte Geheimdienstmaterial geht über das hinaus, was Likud vorgelegt hat, und umfasst weitere vom Shin Bet ermittelte Elemente.
Sitze und Koalitionsarithmetik
Von Palästina unterstützte Parteien, die auf zwei getrennten Listen antraten, gewannen bei der Wahl 19 Sitze. Weder Netanyahu noch Gadi Eisenkot, der das Oppositionsbündnis anführt, hat die 61 Sitze für eine parlamentarische Mehrheit erreicht – auch infolge des Erfolgs dieser Parteien. Damit kommt den von Palästina unterstützten Parteien eine mögliche Rolle in den Koalitionsgesprächen zu, in denen entschieden wird, wer Ministerpräsident wird. Sie haben angeboten, eine von der Opposition geführte Minderheitsregierung zu stützen, um Netanyahu von der Macht fernzuhalten. Führende Oppositionsvertreter haben eine Regierung mit arabischen Parteien jedoch abgelehnt.
- Mehrheitsschwelle
- 61 Sitze
- Von Palästina unterstützte Parteien
- 19 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Katars weitergehende Rolle
Katar beherbergt das politische Büro der Hamas und spielte während des Krieges in Gaza eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas. Doha beteiligt sich zudem an diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran, einen Konflikt zu beenden, der Ende Februar nach israelischen und US-Angriffen auf den Iran begann. Al Ansari sagte, die Vorwürfe würden Katar nicht von seiner Vermittlerrolle abbringen. Er forderte israelische Politiker zudem auf, sich auf ihre eigenen Wähler zu konzentrieren.
„Katar sollte nicht als Sündenbock für die politischen Fehler bestimmter israelischer Politiker benutzt werden.“
Kein Block hat bislang die Schwelle von 61 Sitzen erreicht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Notícias ao MinutoKatar weist Vorwürfe der Einmischung in die israelischen Wahlen zurückQatar rejeita acusações de interferência nas eleições israelitas · Original auf Portugiesisch
- Deutsche WelleWahlen in Israel: Katar weist Vorwürfe der Einmischung zurückElecciones en Israel: Qatar rechaza acusaciones de interferencia · Original auf Spanisch
- NewsITKatar bestreitet seine Einmischung in die Wahlen in Israel: „Lächerliche und gefährliche Anschuldigungen“Το Κατάρ διαψεύδει την παρέμβασή του στις εκλογές στο Ισραήλ: "Γελοίες και επικίνδυνες κατηγορίες" · Original auf Griechisch
- ΣΚΑΪKatar: Bestreitet Vorwürfe der Einmischung in die israelischen WahlenΚατάρ: Διαψεύδει τις κατηγορίες για παρέμβαση στις ισραηλινές εκλογές · Original auf Griechisch
- Benjamin Netanyahu
- Israelischer Ministerpräsident, dessen Likud-Partei arabischen Parteien Wahlbetrug vorwarf
- Noam Sohlberg
- Vorsitzender des Zentralen Wahlkomitees Israels, der den Shin Bet um eine Untersuchung bat
- David Zini
- Shin-Bet-Chef, der Informationen über mutmaßliche ausländische Einflussnahme vorlegte
- Gadi Eisenkot
- Führer des Oppositionsbündnisses, das die für eine Mehrheit nötigen 61 Sitze nicht erreicht hat
- Orte
- Doha, Katar, Israel, Tel Aviv-Jaffa
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