Gesundheit & Bildung · Kassel
Polizei räumt besetzten Hörsaal der Universität Kassel nach Änderung der Zivilklausel
Die Polizei hat in der Nacht zum Donnerstag, 5. November, eine Besetzung der Universität Kassel beendet, nachdem Studierende gegen eine abgeschwächte Zivilklausel protestiert hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von tagesschau.de, stern.de, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Polizei begann gegen 3.30 Uhr am Donnerstag, 5. November, mit der Räumung des besetzten Hörsaals, gegen 6.30 Uhr war er vollständig geräumt; zu Beginn des Einsatzes befanden sich noch rund 50 Personen darin.
Der Universitätssenat stimmte am Mittwoch, 4. November, dafür, die Präambel der Grundordnung zu ändern und den seit 2013 geltenden ausdrücklichen Bezug auf ausschließlich zivile Zwecke zu streichen.
Die Mitteilung der Polizei bezifferte die Zahl der leicht verletzten Beamten auf sechs, nachdem ein früher Bericht der Polizei Kassel von zwei gesprochen hatte; sechs Besetzer auf einem etwa fünf Meter hohen Fenstersims wurden von Spezialkräften nach unten gebracht.
Die Polizei ermittelt gegen 47 Besetzer wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das hessische Versammlungsgesetz, drei von ihnen sehen sich Anzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gegenüber.
Die Polizei bezifferte die Zahl der am Mittwochnachmittag in den Hörsaal eingedrungenen Studierenden auf rund 100, nachdem ein früher Bericht von mehreren Dutzend gesprochen hatte; anschließend erstattete die Universität Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.
- 4.11.Der Senat ändert die Zivilklausel; rund 100 Studierende dringen am Nachmittag in einen Hörsaal ein
- 5.11.Die Polizei beginnt mit der Räumung des besetzten Hörsaals
- 5.11.Die Polizei meldet den Hörsaal als vollständig geräumt
- 5.11.Der Protest vor dem Universitätsgebäude löst sich auf
Senatsbeschluss löst Besetzung aus
Der Universitätssenat stimmte am Mittwoch, 4. November, nach Angaben der Universität dafür, die Zivilklausel in der Präambel der Grundordnung zu ändern. Die seit 2013 geltende Regelung verpflichtete Forschung, Lehre und Entwicklung ausschließlich auf zivile und friedliche Ziele und verlangte von Forschenden, ihre Arbeit an zivilen Verwendungen auszurichten. Der neue Entwurf streicht diesen ausdrücklichen Bezug auf zivile Zwecke – Kritiker sehen darin eine Öffnung für die Zusammenarbeit mit Rüstungsunternehmen. Ein Sprecher der Universität sagte, die neue Formulierung präzisiere den Friedensauftrag der Hochschule und trage der Schwierigkeit Rechnung, zivile und militärische Verwendungen in der Forschung zu trennen. Eine erste Lesung im Sommer hatte bereits eine neue Fassung gebilligt, die endgültige Entscheidung war aus dem Sommer vertagt worden.
Rund 100 Studierende dringen in einen Hörsaal ein
Mehrere hundert Studierende protestierten gegen die Änderung und skandierten „Shame on you“ und „Zivilklausel bleibt“. Mehrere Dutzend Studierende gingen zunächst in einen Hörsaal, die Polizei bezifferte die Zahl der am Mittwochnachmittag Eingedrungenen später auf rund 100. Polizei, Universitätspräsidentin Ute Clement, Kanzler Oliver Fromm und ein Justiziar der Universität sprachen mit den Studierenden. Die Universität erstattete daraufhin Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, und etwa 50 Personen blieben trotz dieser Gespräche im Saal. Ein Polizeisprecher sagte, von 40 bis 50 Personen seien ab dem Abend und die ganze Nacht über drinnen geblieben.
Polizei räumt den Saal vor Tagesanbruch
Die Polizei begann gegen 3.30 Uhr am Donnerstag, 5. November, mit der Räumung des Saals, gegen 6.30 Uhr war er nach Polizeiangaben leer. Nach Angaben der Polizei befanden sich zu Beginn der Räumung noch rund 50 Personen im Gebäude. In der Mitteilung der Polizei hieß es, einige Besetzer hätten sich erheblich widersetzt:
„von denen sich einige erheblich gegen polizeiliche Maßnahmen widersetzten und nur mit körperlicher Gewalt aus dem Gebäude entfernt werden konnten.“
Sechs Besetzer, die auf einem Fenstersims etwa fünf Meter über dem Boden saßen, wurden von speziellen Kräften für hohe Intervention sicher nach unten gebracht. Ein früher Bericht der Polizei Kassel nannte zwei leicht verletzte Beamte, unter anderem durch Tritte; die spätere Mitteilung der Polizei bezifferte die Zahl der leicht verletzten Beamten auf sechs.
Ermittlungen und Protest vor dem Gebäude
Die Polizei ermittelt gegen 47 Besetzer wegen Hausfriedensbruchs und wegen Verstoßes gegen das hessische Versammlungsgesetz. Drei von ihnen sehen sich zudem Strafanzeigen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte gegenüber, wie aus der am frühen Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der Polizei hervorgeht. Vor dem Universitätsgebäude protestierten nach der Räumung mehrere Dutzend Studierende friedlich, bis sich die Versammlung kurz nach 7 Uhr auflöste. Die Protestierenden bringen die Änderung mit Druck von Rüstungsunternehmen in Verbindung – eine Sicht, die Kritiker vor und nach der Abstimmung geäußert haben.
- Besetzer, gegen die ermittelt wird
- 47
- Leicht verletzte Beamte
- 6
- Anzeigen wegen Angriffs auf Beamte
- 3
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