Regierung · Potsdam

Juli Zeh gibt ihren Sitz am Brandenburger Verfassungsgericht drei Jahre früher auf

Die Schriftstellerin Juli Zeh hat den Brandenburger Landtag gebeten, sie von ihrem Ehrenrichteramt zu entbinden, und dies mit ihrer Arbeitsbelastung als Autorin begründet. Ihre reguläre zehnjährige Amtszeit hätte bis 2029 gedauert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Berliner Zeitung, DIE WELT, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Sven Mandel, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Die MAZ berichtet am Dienstagabend, Zeh habe um Entbindung von dem Amt gebeten
  2. 28.10.Die Landtagsverwaltung bestätigt das Gesuch am Mittwochmorgen
  3. 2029Reguläres Ende der zehnjährigen Amtszeit

Rücktrittsgesuch

Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh, bürgerlich Julia Barbara Finck, hat darum gebeten, von ihrem ehrenamtlichen Sitz am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg entbunden zu werden. Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtete am Dienstag, 27. Oktober, über das Gesuch und berief sich auf einen Brief, den Zeh an Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) geschickt hat. Am Mittwochmorgen, 28. Oktober, bestätigte die Landtagsverwaltung das Gesuch und erklärte, Liedtke werde ihm zügig entsprechen, wie es das Brandenburgische Verfassungsgerichtsgesetz vorschreibt. Zeh ist 52 Jahre alt und vor allem für Bestseller wie „Unterleuten“ bekannt.

Gründe und der Brief

Zeh nennt eine hohe Arbeitsbelastung durch ihre beruflichen Verpflichtungen als Schriftstellerin. Laut Landtag bedauerte sie, dass sie dem Ehrenamt nicht mehr die Zeit widmen könne, die es erfordere. Die MAZ berichtete, in ihrem Brief bezeichne sie ihre Arbeit am Gericht als besondere Ehre und Verantwortung, die sie stets als solche empfunden habe. Ihr neuer Roman „Pony Show“ ist derzeit auf Lesereise in Deutschland. Als sie das Amt 2019 antrat, formulierte sie es so:

„Als Verfassungspatriotin ist es mir ein Herzensanliegen, dem Rechtsstaat auf diese Weise zu dienen.“

Juli Zeh, Schriftstellerin und Juristin

Hintergrund des Sitzes

Der Landtag wählte Zeh im Dezember 2018 auf Vorschlag der SPD mit Zweidrittelmehrheit, Ende Januar 2019 wurde sie vereidigt. Sie sitzt unter ihrem bürgerlichen Namen Julia Finck am Gericht. Ihre reguläre Amtszeit beträgt zehn Jahre und hätte damit 2029 geendet, rund drei Jahre nach diesem Gesuch. Das Gericht in Potsdam hat neun Mitglieder, die Gesetze, Verfassungsbeschwerden und Streitigkeiten zwischen Landesorganen prüfen. Der Landtag wählt die Richterinnen und Richter für zehnjährige Amtszeiten, die Sitze sind in Dritteln aufgeteilt: Berufsrichter, Juristen mit Befähigung zum Richteramt und Personen, die keine solche Qualifikation benötigen.

Wie es weitergeht

Die Gerichtsverwalterin Rena Schuncke erklärte auf Anfrage, das Gericht werde seine Arbeit vorerst mit acht Richtern fortsetzen; derzeit seien 95 Verfahren anhängig. Der Landtag muss nun über eine Nachfolge entscheiden und neue Kandidaten prüfen, für deren Wahl er eine Zweidrittelmehrheit benötigt. Gerichtspräsident Markus Möller sagte im September, die Amtszeiten mehrerer Richter endeten 2029.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Potsdam · Deutschland

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