Wahlen · Newark, North Haledon und Philadelphia

Italiener Andrea Morzetta in New Jersey von ICE festgenommen – Vorwurf der illegalen Stimmabgabe bei vier Bundeswahlen

Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE teilt mit, der 72-Jährige aus North Haledon habe bei vier Bundeswahlen abgestimmt, ohne US-Staatsbürger zu sein. Der Fall wurde am Wahltag bekannt, drei Wochen nachdem die Bundesstaatsanwaltschaft die Festnahme erstmals öffentlich gemacht hatte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, Adnkronos, ANSA.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Newark, North Haledon, Philadelphia · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Die Bundesstaatsanwaltschaft in New Jersey macht die Festnahme öffentlich; Morzetta erscheint vor Richterin Leda Dunn Wettre in Newark
  2. 2.11.Das Justizministerium führt seinen Fall unter den Vorwürfen gegen 63 Personen wegen Wahlvergehen auf
  3. 3.11.ICE gibt die Festnahme am Wahltag auf X bekannt

Festnahme und Vorwürfe

Die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE erklärte am Dienstag, 3. November, dem Tag der US-Zwischenwahlen, auf X, sie habe Andrea Morzetta festgenommen, einen 72-jährigen italienischen Staatsangehörigen, und beschuldige ihn der illegalen Stimmabgabe. Die Behörde teilte mit, er habe bei vier Bundeswahlen – 2014, 2016, 2020 und 2024 – seine Stimme abgegeben und sich dabei an den Wahllokalen als US-Amerikaner ausgegeben.

Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft in New Jersey besitzt Morzetta eine Green Card und war als Ehegatte eines ausländischen Staatsangehörigen aus Italien in die Vereinigten Staaten eingereist. In einem Einbürgerungsantrag von 2025 habe er angegeben, sich nie zur Wahl registriert und nie an einer Bundes-, Landes- oder Kommunalwahl teilgenommen zu haben. Ihm wird zudem vorgeworfen, die US-Staatsbürgerschaft illegal erlangen zu wollen; die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Antragsverfahren falsche Angaben gemacht zu haben.

Die Höchststrafe für illegale Stimmabgabe beträgt ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar. Der Versuch, die Staatsbürgerschaft illegal zu erlangen, wird mit bis zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar geahndet. Die Behörden erklären zudem, er riskiere den Verlust des Status, der ihm einen legalen Aufenthalt im Land erlaubt.

Wie sich der Fall entwickelte

Morzetta erschien am 29. Oktober erstmals vor Richterin Leda Dunn Wettre in Newark – am selben Tag, an dem die Bundesstaatsanwaltschaft in New Jersey die Inhaftierung öffentlich machte. Berichte bezeichnen ihn als beschuldigt, nicht als verurteilt; die Vorwürfe sind bislang nicht vor Gericht geprüft worden.

Das Justizministerium führte seinen Fall am 2. November unter den Vorwürfen gegen 63 Personen wegen Wahlvergehen auf. ICE entschied sich dann, die Festnahme am Tag der Abstimmung publik zu machen, als die ersten Ergebnisse der Zwischenwahlen ausgezählt wurden.

Eine breitere Welle von Vorwürfen

Das Justizministerium teilte mit, in den vorangegangenen neun Wochen seien in 25 Bundesstaaten 195 ausländische Staatsangehörige wegen illegaler Stimmabgabe oder illegaler Registrierung beschuldigt worden. Justizminister Todd Blanche bezeichnete dies als die größte Welle von Festnahmen wegen Wahlbetrugs seit der Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus. Il Giornale zählte in den von ihr geprüften Fällen mindestens sieben beschuldigte Ausländer.

Unter ihnen ist Antonio Mitchell, 54, dem die Bundesstaatsanwaltschaft für New Jersey vorwirft, als Nicht-Staatsbürger an einer Bundeswahl teilgenommen und versucht zu haben, die Staatsbürgerschaft illegal zu erlangen. Die Staatsanwaltschaft behauptet, er habe sich 2012 zur Wahl registriert und bei der allgemeinen Wahl 2022 persönlich seine Stimme abgegeben. Rosanny Fabre Villa, 28, aus Reading im Bundesstaat Pennsylvania, Staatsangehörige der Dominikanischen Republik und rechtmäßige Daueraufenthaltsberechtigte, wird beschuldigt, um wählen zu können eine falsche Erklärung zur Staatsbürgerschaft abgegeben zu haben. Gavin Moir, 55, aus Atglen in Pennsylvania, kanadischer Staatsangehöriger, sieht sich mit vier Vorwürfen der illegalen Stimmabgabe durch einen Ausländer konfrontiert. Ein finnischer Staatsangehöriger wurde in Philadelphia aus ähnlichen Gründen festgenommen.

Warnung am Wahltag

ICE nutzte den Beitrag für die Warnung, wer illegal wähle, werde gefunden, aufgespürt, festgenommen und strafrechtlich verfolgt. Bei den Zwischenwahlen werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben, dazu mehrere Gouverneursposten sowie Ämter auf Bundesstaats- und lokaler Ebene. Im Zentrum steht die Kontrolle über den Kongress. Die Demokraten streben eine Mehrheit in beiden Kammern an, die Republikaner wollen ihre Mehrheit verteidigen, damit Trump die zweite Hälfte seiner Amtszeit mit Rückhalt im Parlament regieren kann.

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