Diplomatie · Teheran
Irans Präsident sagt, Kontakt mit unsichtbarem Obersten Führer Mojtaba Khamenei sei 'sehr schwierig'
Präsident Massud Peseschkian sagte, die Kommunikation mit dem Obersten Führer Mojtaba Chamenei, der seit seiner Ernennung im März nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten sei, sei 'im Moment sehr schwierig', während er ihn gegen Spekulationen über seine Abwesenheit verteidigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, Franceinfo, The Independent und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Massud Peseschkian sagte am 5. August, dass die Kommunikation mit Mojtaba Chamenei, der seit März nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten ist, 'im Moment sehr schwierig' sei.
Mojtaba Chamenei, 56, wurde bei dem US-israelischen Angriff am 28. Februar verwundet, bei dem sein Vater getötet wurde. Er ist nicht in der Öffentlichkeit aufgetreten, versäumte die Beerdigung seines Vaters im Juli und kommuniziert nur durch schriftliche Erklärungen.
Im Mai argumentierte Peseschkian, er könne seine verfassungsmäßigen Pflichten nicht mehr erfüllen. Ein iranischer Medienbericht sagte, Chamenei habe gewarnt, er würde den Rücktritt akzeptieren, wenn er erneut eingereicht werde.
Iran International berichtete, Peseschkian sei an einen dunklen Ort gebracht worden und habe nur wenige Minuten in einem getönten Auto mit Chamenei verbringen dürfen, ohne den Obersten Führer sehen oder ihm die Hand schütteln zu können.
Die NGO Iran Human Rights hat seit Jahresbeginn 886 Hinrichtungen gezählt, wobei ein Bewohner von Isfahan bis zu zwei Erhängungen pro Tag beschrieb.
- 15.06.Protokoll zur Eröffnung von Friedensgesprächen unterzeichnet
- 1.07.Neue gegenseitige Angriffe; Chamenei droht USA mit 'unvergesslichen Lektionen'; abwesend von der Beerdigung des Vaters
- 5.08.Peseschkian sagt, Kommunikation mit Oberstem Führer sei 'sehr schwierig'
Seltenes Eingeständnis des Präsidenten
Der iranische Präsident Massud Peseschkian sagte am Mittwoch, dem 5. August, dass die Kommunikation mit dem Obersten Führer Mojtaba Chamenei „im Moment sehr schwierig“ sei. Chamenei, 56, ist seit seiner Übernahme des Amtes nach der Tötung seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, am 28. Februar bei einem gemeinsamen US-israelischen Luftangriff, der den Nahostkrieg auslöste, nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Mojtaba Chamenei wurde bei demselben Angriff verwundet, bei dem auch mehrere iranische Beamte getötet wurden, und hat seit seiner Ernennung im März nur durch schriftliche Erklärungen kommuniziert, die ihm zugeschrieben werden.
Peseschkian machte die Bemerkung während einer im Fernsehen übertragenen Ansprache, gab aber keine weiteren Details dazu, was er mit „Interaktion“ meinte. Dennoch verteidigte er den Obersten Führer und sagte, er sei bei Treffen mit „Freundlichkeit und sehr solider Logik“ empfangen worden.
Spekulationen über Gesundheit und Aufenthaltsort
Chameneis Abwesenheit von der Öffentlichkeit hat weit verbreitete Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Hochrangige iranische Beamte sagten der New York Times Anfang dieses Jahres, dass der neue Oberste Führer schwer verwundet, aber geistig bei guter Gesundheit sei. Dem Bericht zufolge waren sein Gesicht und seine Lippen schwer verbrannt, was das Sprechen erschwerte, eine Hand wurde operiert, und er erlangte allmählich die Funktion zurück. Angeblich benötigte er eine plastische Gesichtschirurgie und wartete auf eine neue Beinprothese.
In widersprüchlichen Berichten im Mai erklärte der Iran, Chamenei leide nach ersten Berichten über lebensverändernde Verletzungen unter einem „kleinen Kratzer“ hinter dem Ohr, während das Regime sagte, er sei ansonsten bei „voller Gesundheit“ trotz Verletzungen an Kniescheibe und Rücken. Das islamische Regime hat kein Video oder Audio des Obersten Führers veröffentlicht. Ein iranischer Medienbericht behauptete, dies liege daran, dass es Chameneis Aufenthaltsort und Zustand preisgeben könnte.
Seine Abwesenheit von den sechstägigen Trauerfeierlichkeiten für seinen Vater im Juli heizte die Fragen über seinen Gesundheitszustand und sogar einen möglichen Mordanschlag weiter an.
Angeblich geheimes Treffen in einem getönten Auto
Laut dem Oppositionssender Iran International wurde Peseschkian an einen geheimen Ort in Teheran gebracht und durfte nur wenige Minuten in einem Auto mit dem Obersten Führer verbringen. Der Präsident konnte Mojtaba Chamenei nie sehen und bezweifelte sogar, dass er es war, der sprach. Der Ort war so dunkel, dass Peseschkian den Obersten Führer nicht sehen konnte, und es war ihm nicht erlaubt, ihm die Hand zu schütteln. Peseschkian empfand die Behandlung Berichten zufolge als demütigend und bat um ein zweites Treffen in Chameneis offizieller Residenz, ein Antrag, der noch nicht genehmigt worden war.
Das Treffen war Berichten zufolge ein Zugeständnis des Obersten Führers, nachdem Peseschkian mit seinem Rücktritt gedroht hatte. Im Mai soll Peseschkian argumentiert haben, er könne seine verfassungsmäßigen Pflichten nicht mehr erfüllen, und bat um sofortigen Rücktritt. Ein iranischer Medienbericht vom Montag sagte, Chamenei habe Peseschkian gewarnt, dass er den Rücktritt des Präsidenten akzeptieren würde, wenn er ihn erneut einreiche. Peseschkian dementierte Gerüchte, er werde zurücktreten, und sagte: „Wenn ich zurücktrete, werde ich es offiziell bekannt geben.“
Repression und Kriegskontext
Der Hintergrund ist die anhaltende Repression im Iran. Seit Beginn des Jahres 2026 hat die NGO Iran Human Rights 886 Hinrichtungen registriert. Ein Bewohner von Isfahan sagte gegenüber Franceinfo: „Es gibt bis zu zwei Erhängungen pro Tag, jeden Morgen zur Zeit des Gebetsrufs. Seit der Krieg begann, hat sich die Situation verschlechtert. Es gab schon immer Hinrichtungen, aber nie in diesem Ausmaß. Die Prozesse gegen politische Gefangene sind ungerecht, weil sie keinen Anwalt haben.“
Trotz eines Mitte Juni unterzeichneten Protokolls, das den Weg zu Friedensgesprächen ebnen sollte, kam es Anfang Juli zu neuen gegenseitigen Angriffen. Letzten Monat drohte Mojtaba Chamenei den Vereinigten Staaten mit „unvergesslichen Lektionen“ nach der Wiederaufnahme von Angriffen gegen den Iran, in einem in seinem Namen unterzeichneten Kommuniqué. Peseschkian sagte zuvor, Teheran werde jede Initiative oder Entscheidung der palästinensischen Führung in den indirekten Gesprächen zwischen Hamas und Israel unterstützen, so die Staatsmedien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ObservadorPresidente iraniano assume que comunicar com líder supremo é "muito difícil" após alegado encontro em carro com vidros fumados
- FranceinfoLa communication avec l'invisible guide suprême est "très difficile en ce moment", déclare le président iranien Massoud Pezeshkian
- The Independent'Interaction' with Iran's supreme leader very difficult, president admits
- RTP - Rádio Televisão PortuguesaPresidente iraniano aponta que contacto com Líder Supremo é "muito difícil de momento"
- Masoud Pezeshkian
- Präsident des Iran, der sagte, die Kommunikation mit dem Obersten Führer sei sehr schwierig
- Mojtaba Khamenei
- Oberster Führer des Iran, der seit seiner Ernennung im März nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten ist
- Ali Khamenei
- Ehemaliger Oberster Führer, getötet am 28. Februar bei einem US-israelischen Angriff
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