Diplomatie · Genf, Santiago und New York

Michelle Bachelet zieht sich nach Rückgang bei Probeabstimmung aus Rennen um UN-Generalsekretär zurück

Die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ist aus dem Wettbewerb um die Nachfolge von António Guterres ausgestiegen, nachdem sie bei einer informellen Abstimmung im Sicherheitsrat auf den vorletzten Platz gefallen war. Damit verbleiben sieben Kandidaten im Rennen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, BBC, Spiegel Online und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Estado de Chile, CC BY 3.0 cl (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 18.09.Dritte Probeabstimmung bringt Bachelet auf den vorletzten Platz unter acht Kandidaten
  2. 19.09.Bachelet gibt ihren Rückzug aus dem Rennen um den Generalsekretärsposten bekannt
  3. 31.12.António Guterres beendet seine zweite fünfjährige Amtszeit als Generalsekretär

Rückzug nach Probeabstimmungen im Sicherheitsrat

Die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet gab am Samstag, den 19. September 2026, bekannt, dass sie ihre Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zurückzieht. Die 74-jährige ehemalige Staatschefin veröffentlichte eine Videobotschaft auf Instagram, nachdem am Freitag die Ergebnisse einer dritten informellen Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat bekannt geworden waren, bei der ihre Unterstützung auf den vorletzten Platz unter den acht Bewerbern gefallen war. Bachelet hatte zuvor im Juli bei einer ersten Probeabstimmung den vierten Platz belegt, bevor ihre Position in den folgenden Abstimmungen erodierte.

„Ich werde nun mit der gleichen Entschlossenheit wie immer meine internationale Arbeit fortsetzen.“

Michelle Bachelet, Ehemalige Präsidentin Chiles und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte

Ihr Ausscheiden hinterlässt sieben Kandidaten im Wettbewerb um die Nachfolge von António Guterres, der seine zweite fünfjährige Amtszeit am 31. Dezember 2026 beendet.

Wahlkampfplattform und politische Hürden

Bachelet, die Chile von 2006 bis 2010 und von 2014 bis 2018 regierte, war zuvor Exekutivdirektorin von UN Women und von 2018 bis 2022 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Ihr Wahlkampf betonte die Verteidigung des Multilateralismus, des Völkerrechts, der Menschenrechte, der Demokratie und des Klimaschutzes. Bereits Anfang September hatte Bachelet bei einer Rede an der Universität Diego Portales in Santiago eingeräumt, dass ihre Aussichten minimal seien.

„Es mag sein, dass einige meinen, es sei nicht der richtige Zeitpunkt für die Art von Kandidatur gewesen, die ich vertreten wollte, in einem Kontext, in dem starke Winde gegen Prinzipien wie den Multilateralismus wehen.“

Michelle Bachelet, Ehemalige Präsidentin Chiles und ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte

Ihre Kandidatur stand vor erheblichen diplomatischen Hürden, beginnend mit dem Entzug der offiziellen Unterstützung durch ihr Heimatland, nachdem der konservative Präsident José Antonio Kast in Chile sein Amt angetreten hatte. Auch die Vereinigten Staaten lehnten eine Unterstützung ihrer Nominierung ab; mehrere Senatoren kritisierten ihre früheren Positionen zur Abtreibung und ihre Bilanz als Menschenrechtskommissarin. Bachelet stützte sich hauptsächlich auf die Unterstützung des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum, denen sie bei ihrem Rücktritt dankte.

Das Feld für den nächsten Generalsekretär

Der Rückzug hinterlässt vier Frauen und drei Männer im Rennen um die UN-Führung. Die costa-ricanische Diplomatin Rebeca Grynspan führte die ersten beiden Probeabstimmungen an, während die ehemalige guyanische Außenministerin Carolyn Rodrigues-Birkett bei der dritten informellen Abstimmung am Freitag den ersten Platz belegte. Zwei ecuadorianische Diplomaten, María Fernanda Espinosa und Ivonne A-Baki, sind ebenfalls noch im Rennen.

Geschlechterverteilung der verbleibenden UN-GeneralsekretärskandidatenKandidaten
Kandidatinnen
4 Kandidaten
Kandidaten
3 Kandidaten

Daten aus dem Artikeltext

Der Auswahlprozess fällt mit Forderungen nach der Ernennung der ersten Generalsekretärin in der 80-jährigen Geschichte der Organisation zusammen. Die scheidende Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, erklärte, es sei an der Zeit, dass eine Frau die Institution leite. Auch regionale Rotationskonventionen deuten auf Lateinamerika und die Karibik hin, eine Region, die den Posten des Generalsekretärs seit dem Ende der Amtszeit des peruanischen Diplomaten Javier Pérez de Cuéllar im Jahr 1991 nicht mehr innehatte.

Auswahlverfahren im Sicherheitsrat

Die formelle Ernennung erfordert eine Empfehlung des 15-köpfigen UN-Sicherheitsrates an die 193-köpfige UN-Generalversammlung. Nach den UN-Verfahren muss ein erfolgreicher Kandidat mindestens neun Ja-Stimmen im Sicherheitsrat erhalten, ohne ein Veto eines der fünf ständigen Mitglieder: China, Frankreich, Russland, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Der Sicherheitsrat führt weiterhin geheime Probeabstimmungen durch, um das Feld einzugrenzen, bevor er seine endgültige Kandidatenempfehlung an die Generalversammlung abgibt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Genf, Santiago, New York · Schweiz, Chile, Vereinigte Staaten

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen