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Fußball·vor 4 Tagen

Iran verlegt WM-Basislager nach Mexiko – Krieg mit USA belastet Beziehungen

Die iranische Fußballnationalmannschaft verlegt ihr Basislager für die WM 2026 von Tucson (Arizona) nach Tijuana in Mexiko – aus Sicherheits- und Visabedenken angesichts des anhaltenden Krieges zwischen den USA und dem Iran. Die FIFA bestätigte den Schritt am Montag; Mexikos Präsidentin erklärte, ihr Land habe „kein Problem“ damit, das Team zu beherbergen.

Krieg stört WM-Pläne

Der Iran hatte ursprünglich den Kino Sports Complex in Tucson (Arizona) als Trainingsbasis für die WM 2026 ausgewählt, die von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird. Dieser Plan scheiterte, nachdem die USA und Israel am 28. Februar Militärschläge gegen den Iran starteten, dabei den geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei töteten und einen Konflikt auslösten, der die Anwesenheit des Teams auf amerikanischem Boden diplomatisch heikel machte.

Unser Antrag, die Team-Basis von den USA nach Mexiko zu verlegen, wurde genehmigt.

Präsident des iranischen Fußballverbandes Mehdi Taj gab die Verlegung am Samstag bekannt, nach Treffen mit FIFA- und WM-Verantwortlichen in Istanbul sowie einer Videokonferenz mit FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström. Die Entscheidung wurde am Montag offiziell, als die FIFA die endgültige Liste der Team-Basisspielorte veröffentlichte und Irans neue Heimstatt als Centro Xoloitzcuintle in Tijuana auswies.

Visum- und Reisekomplikationen

US-Sanktionen und das Fehlen diplomatischer Beziehungen seit 1980 haben die Ausstellung von Visa erschwert. Anfang des Monats berichteten iranische Beamte, dass Spieler und Betreuer noch immer keine US-Visa erhalten hätten. Die Verlegung des Camps nach Tijuana, das direkt an der Grenze zu San Diego liegt, erleichtert die Reiselast.

Das Visumsproblem wird sich weitgehend lösen. Der Flug nach Los Angeles zu unseren beiden Spielen dauert nur 55 Minuten – im Vergleich zu Tucson sehr kurz.

Im Rahmen der neuen Regelung kann das Team direkt auf dem Luftweg nach Mexiko einreisen (Iran Air) und zu seinen US-Spielen pendeln, ohne Übernachtungen auf amerikanischem Boden.

Mexiko springt ein

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte am Montag, dass die USA signalisiert hätten, das iranische Team nicht auf ihrem Territorium haben zu wollen.

Die Vereinigten Staaten möchten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet. Sie fragten uns: ‚Können sie in Mexiko bleiben?‘ Wir sagten: ‚Ja, kein Problem. Wir haben nichts dagegen.‘

Sie betonte, ihre Regierung habe keinen Grund abzulehnen und kläre Details mit der FIFA. Das US-Außenministerium ging nicht direkt auf Sheinbaums Äußerungen ein, bekräftigte jedoch, Präsident Donald Trump habe klargestellt, dass das iranische Team beim Turnier willkommen sei.

Spielplan unverändert

Trotz der Verlegung des Basislagers bleiben Irans Gruppenspiele in den USA. Das Team trifft am 15. Juni im SoFi Stadium in Inglewood (Kalifornien) auf Neuseeland und am 21. Juni auf Belgien, bevor es nach Seattle reist, um am 26. Juni gegen Ägypten zu spielen. Das Turnier läuft vom 11. Juni bis 19. Juli.

Schlüsseldaten: Irans WM-Vorbereitung
  1. USA und Israel starten Militärschläge gegen den Iran; geistlicher Führer Chamenei getötet
  2. Präsident des iranischen Fußballverbandes Mehdi Taj gibt FIFA-Genehmigung zur Verlegung des Basislagers nach Tijuana bekannt
  3. FIFA bestätigt offiziell Irans Basislager im Centro Xoloitzcuintle; mexikanische Präsidentin bestätigt Aufnahme
  4. Iran gegen Neuseeland in Inglewood (Kalifornien)
  5. Iran gegen Belgien in Inglewood (Kalifornien)
  6. Iran gegen Ägypten in Seattle (Washington)

Anhaltende Spannungen

Irans Teilnahme war seit Kriegsbeginn unsicher. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe, doch der militärische Konflikt zwischen Iran, USA und Israel überschattet die WM weiterhin. Der Basislager-Kompromiss ermöglicht es dem Iran vorerst, anzutreten, dabei die akutesten politischen Reibungen zu vermeiden.

Tijuana · Inglewood · Seattle · Tucson

8 Quellen

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