Wirtschaft · Budapest und Tel Aviv
Nettogewinn von Wizz Air bricht auf 2,2 Mio. Euro ein – Iran-Krieg belastet, Airline verweigert Jahresprognose
Die in Budapest ansässige Billigfluggesellschaft verzeichnete einen Einbruch des Jahresnettogewinns von 225,8 Mio. Euro auf lediglich 2,2 Mio. Euro und nannte eine Belastung von 50 Mio. Euro durch den Nahostkonflikt und die Schließung der Straße von Hormus als Grund.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Scotsman, Il Sole 24 ORE, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Der Jahresnettogewinn fiel von 225,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,2 Mio. Euro, ein Rückgang von über 99 %.
Flugannullierungen nach Tel Aviv und auf Nahostrouten, höhere Treibstoffkosten und verändertes Verbraucherverhalten kosteten die Fluggesellschaft schätzungsweise 50 Mio. Euro.
Wizz Air beförderte im Geschäftsjahr 69,7 Mio. Passagiere, ein Anstieg von 10 % im Jahresvergleich, bei Einnahmen von 5,69 Mrd. Euro.
Die Fluggesellschaft verwies auf mangelnde saisonale Sichtbarkeit und Unsicherheit aufgrund des anhaltenden Iran-Konflikts und der Schließung der Straße von Hormus.
24 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie wurden wegen Wartungsarbeiten an Pratt-&-Whitney-Triebwerken am Boden festgesetzt, was die betrieblichen Herausforderungen verschärfte.
Der Jahresnettogewinn von Wizz Air ist fast vollständig verdampft und fiel im Geschäftsjahr bis Ende März auf 2,2 Mio. Euro, nach 225,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die ungarische Billigfluggesellschaft führte den Zusammenbruch auf eine Belastung von 50 Mio. Euro durch den US-amerikanisch-israelischen Krieg mit dem Iran zurück, der zur Annullierung von Flügen nach Tel Aviv und auf anderen Nahostrouten führte, die Treibstoffkosten in die Höhe trieb und das Buchungsverhalten der Kunden veränderte. Trotz des Gewinneinbruchs beförderte die Fluggesellschaft mit 69,7 Mio. Passagieren einen Rekordwert und erzielte Einnahmen von 5,69 Mrd. Euro, etwas unter der Markterwartung.
Die finanzielle Belastung durch den Konflikt
Der operative Gewinn der Fluggesellschaft sank um 16,6 % auf 139,7 Mio. Euro, übertraf damit jedoch die von LSEG ermittelten Analystenerwartungen von 88,51 Mio. Euro. Der Nettogewinn fiel auf lediglich 2,2 Mio. Euro, verglichen mit den Marktprognosen eines Verlusts von 34,9 Mio. Euro, so eine Bloomberg-Umfrage. Wizz Air gab an, dass die Auswirkungen des Iran-Kriegs sich zu etwa 40 % aus gestiegenen Kerosinpreisen und der Umverteilung von Nahost-Kapazitäten zusammensetzten, zu 20 % aus der Entscheidung der Verbraucher für alternative Reiseziele und Buchungen näher am Abflugtermin.
„Man sieht diese Art von Verschiebung der Buchungsfenster für etwa vier oder fünf Monate, bevor sich der Markt im Hinblick auf das Buchungsverhalten stabilisiert. Die Menschen gewöhnen sich an alles.“
Betrieblicher Druck jenseits der Geopolitik
Neben dem Konflikt hatte Wizz Air mit einer Reihe von Sonderkosten zu kämpfen. Die Fluggesellschaft setzte 24 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie aufgrund erforderlicher Wartungsarbeiten an Pratt-&-Whitney-Triebwerken am Boden fest. Die Personalkosten stiegen um 16 %, und die Ausmusterung einer älteren Flotte sowie die Auslieferung neuer Flugzeuge führten zu höheren Wartungs- und Reparaturausgaben. Der Auslastungsfaktor der Gesellschaft sank um 0,5 Prozentpunkte auf 90,7 %, was sie größtenteils auf die Folgen des Iran-Kriegs zurückführte.
Strategische Reaktion und Marktposition
Die Flüge nach Tel Aviv wurden Ende Mai wieder aufgenommen, und Wizz Air verlegte die Sommerkapazität auf alternative Ziele, darunter Spanien, Italien, Kroatien und Albanien. Vorstandsvorsitzender Jozsef Varadi sagte gegenüber Bloomberg, dass schwächere Fluggesellschaften im Winter Kosten senken und Kapazitäten reduzieren würden, was Wizz Air die Möglichkeit biete, Marktanteile auszubauen. Er bestritt, dass das Unternehmen Übernahmen plane, und bezeichnete diese als unnötige Verkomplizierung des Betriebs.
„Wir sind weiter gewachsen und haben eine steigende Zahl von Kunden bedient. Ebenso war das prägende Merkmal des Jahres die Reihe strategischer Entscheidungen, die wir getroffen haben, um das Unternehmen für langfristige Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu positionieren.“
Ausblick unter Unsicherheit zurückgehalten
Wizz Air lehnte es ab, eine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 abzugeben, und verwies auf mangelnde saisonale Sichtbarkeit und Unsicherheit im Zusammenhang mit dem anhaltenden Iran-Konflikt und der Schließung der Straße von Hormus. Die Aktien der an der Londoner Börse notierten Fluggesellschaft sind in diesem Jahr um etwa 24 % gefallen, obwohl sie am Tag der Ergebnisbekanntgabe um bis zu 2,7 % zulegten. Susannah Streeter, Chef-Anlagestrategin bei Wealth Club, merkte an, dass die Volatilität anhalte, da die Wendungen des Iran-Kriegs mit der Besorgnis über Technologiebewertungen kollidierten.
- GJ 2025
- 225.8 Mio. €
- GJ 2026
- 2.2 Mio. €
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Jozsef Varadi
- Vorstandsvorsitzender von Wizz Air
- Susannah Streeter
- Chef-Anlagestrategin bei Wealth Club
- Orte
- Tel Aviv-Jaffa
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen